Diskussionen in Bezirksausschuss

Krach um Radtangente: Plan für den  Englischen Garten heftig umstritten

+
Die Parktram durch den Englischen Garten: Ob der Raum für einen breiten Radweg ausreicht, ist unklar.

Heftige Diskussionen hat im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann ein Antrag von Ekkehard Pascoe (Grüne) zum Bau einer Radtangente durch den Englischen Garten hervorgerufen. Laut Pascoe sollte beim geplanten Bau der Tram-Nordtangente durch den Park das Fahrrad berücksichtigt werden.

Auch Lastenräder, Radtaxis und E-Scooter sollten auf einer neuen breiten Fahrradbahn ausreichend Platz bekommen.

Siegfried Moser (SPD) warf Pascoe vor, durch sein Konzept still und heimlich die Tram durch den Englischen Garten verhindern zu wollen. Es sei fraglich, ob ein breiter Radweg neben Trambahn und Fußweg ohne Baumfällungen Platz finden könne. Auch andere Lokalpolitiker äußerten Kritik. „Wir müssen doch erst einmal schauen, dass wir den ÖPNV stärken“, sagte Ingeborg Linder (CSU). „Mit diesem können wir die Masse der Menschen transportieren.“ Viele alte und behinderte Menschen seien ausschließlich auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen. Zudem würden im Winter nicht viele Münchner das Radl nutzen.

BA stimmt mit knapper Mehrheit für die Radtangente

Letztlich stimmte der BA mit knapper Mehrheit für die Radtangente. Zudem soll die Fahrradbahn in der Kosten-Nutzen-Analyse der Tramtangente durch den Englischen Garten eingeplant werden.

Eine Absage erteilte der BA jedoch der Idee, an Knotenpunkten mit dem Nord-Süd-Fahrrad-Schnellweg sogenannte Radhäuser aufzustellen. Die Fahrradparkhäuser würden zu viel Platz im öffentlichen Raum wegnehmen. „Zudem löst ein Radhaus allein noch keine Probleme“, sagte Gundi Peter (SPD). „Es muss regelmäßig gewartet werden, damit nicht so ein Chaos wie am Kieferngarten entsteht.“ Ebenso votierte der BA gegen eine Fahrradbahn zwischen dem Elisabethplatz und dem Herkomerplatz.

Barbara Epple (Grüne) warb abschließend für mehr Mut im Umgang mit neuen Ideen: „Innovationen sollten geprüft werden, sonst ändert sich nie etwas. Wir wollen, dass die Menschen ihr Auto stehen lassen. Dazu müssen wir aber endlich auf allen Ebenen konkrete Alternativen zum Auto fördern.“

MICHAEL HELLSTERN

Sie ist schwarz-weiß gestreift, hat einen dunklen Stechrüssel – und kann tödliche Krankheiten übertragen. Es geht um die Asiatische Tigermücke, auch Tigermoskito genannt.

Das gefährliches Tier nun auch in München unterwegs.

Reiseführer aus aller Welt preisen München als hippe Surferstadt an. Die Surfer selbst aber wollen endlich mehr von der Stadt gefördert werden. Daher greifen sie jetzt zu drastischen Mitteln. Eisbach-Surfer machen ernst - Darum verschwindet die Welle hinter einem Zaun

Auch interessant

Meistgelesen

„Kir Royal“-Star gestorben: „Sie hatte ständig Angst zu ersticken“
„Kir Royal“-Star gestorben: „Sie hatte ständig Angst zu ersticken“
Nach Berliner Vorbild: Neues System soll Münchner U-Bahnen revolutionieren
Nach Berliner Vorbild: Neues System soll Münchner U-Bahnen revolutionieren
Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen jeden Tag seine Werke
Promi-Künstler tot: Hunderttausende Münchner sehen jeden Tag seine Werke
Irrsinn am Odeonsplatz: Mit Vollgas durch die Einbahnstraße
Irrsinn am Odeonsplatz: Mit Vollgas durch die Einbahnstraße

Kommentare