Aldi, Rewe und Co.: Gleich drei große Rückrufaktionen - diese Produkte sind betroffen

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Ärger und Verständnis

U-Bahn-Chaos nach Finale regt Fußballfans auf

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Fußballfans warteten in der langen Nacht nach dem Finale vergebens auf U-Bahnen.

München - In Münchens City haben rund 200.000 Fans den WM-Sieg der DFB-Elf bejubelt - Busse und Bahnen reichten für diesen Menschenandrang nicht aus. "Wir hatten Engpässe", räumte am Montag ein MVG-Sprecher ein. Während viele Fans empört sind, äußern andere Verständnis für die MVG.

Spätestens ab Mitternacht, nachdem die Nationalmannschaft den Weltmeisterpokal in die Höhe gestreckt hatte, strömten in München Zehntausende Fans in die Innenstadt. Leopold- und Ludwigstraße verwandelten sich zwischen Münchner Freiheit und Odeonsplatz in eine große Partymeile. Der Autoverkehr war hier gesperrt. Besonders aus dem Olympiastadion drängten Menschenmassen über die U-Bahn-Linie U3 in Richtung "Leo". Der öffentliche Nahverkehr kam teilweise zum Erliegen.

"Es gab Engpässe", räumte ein Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Montag ein. Vor allem im Bereich der Partymeile, also entlang der Linien U3/U6, reichten die Bahnen nicht aus. "Wir hatten hier extra Sonderfahrten zur Verstärkung eingesetzt", sagt der Sprecher. Die U-Bahnhöfe waren jedoch nach dem Abpfiff des Spiels schnell so überfüllt, dass um 22.45 Uhr die Station an der Giselastraße und ab 1 Uhr auch der U-Bahnhof an der Universität geschlossen werden mussten. Zu dieser Zeit befanden sich nach Polizeiangaben noch mehr als 80.000 Menschen auf Leopold- und Ludwigstraße.

Wir sind Weltmeister! So feiert München den Titel

Weltmeister-Party in München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Bodmer
Weltmeister-Party in München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Bodmer
Weltmeister-Party in München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Bodmer
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © dpa
Weltmeister-Party in München
Die Leopoldstraße war schon während des Spiels voll. © Bodmer
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen - hier im Löwenbräukeller. © Kruse
Weltmeisterparty München
Urlaub genommen Sensationell! Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben: Wir sind endlich Weltmeister – und das nach so einem hochspannenden Spiel. Genau das haben wir uns gewünscht. Ich bin mir sicher, dass ich von diesem Abend noch meinen Enkeln erzählen werde. Ich habe extra Urlaub ­genommen, um hier in München zu feiern. Das hat sich gelohnt. Stephan Becherer (26), Manager, Offenburg © Götzfried
Weltmeisterparty München
Wow, ist hier viel los! Wir waren schon beim Vorrundenspiel gegen Ghana im Olympiastadion. Uns war sofort klar, dass wir das Finale wieder hier sehen wollen. Heute ist noch viel mehr los. Die Tribüne ist voll: Der perfekte Ort, um einen Sieg zu sehen. Die Tickets haben wir erst am Donnerstag gekauft – deswegen mussten wir auf Sitzplätze verzichten. Selina Distler (24) und Martin Rottenhuber (26), Bankkaufleute, München © Götzfried
Weltmeisterparty München
Der beste Platz! Das Finale muss man im Olympiastadion erleben. Es gibt keinen anderen Ort in der Stadt mit dieser unglaublichen Stimmung – grad jetzt beim Sieg! Wir sind mit einer Gruppe von 15 Freunden hier und haben uns schon um 17.30 Uhr angestellt, um die besten Plätze in der Arena zu ergattern. Wahnsinn, wie viele Fans hier sind! Nils Jorgel (19, v.l.), Jenny Schmidt (22), Daniela Hofmeier (23), Corinna Fischer (23) und Marco LaRocca (22), München © Götzfried
Weltmeisterparty München
Und jetzt auf die Leo! Hurra, wir sind Weltmeister! Die Stimmung hier im Stadion ist einfach einmalig. Ich bin mit meinen Eltern hier, für uns ist das ein Familienausflug. Wir können es noch gar nicht glauben, dass Deutschland gewonnen hat – das Spiel war so spannend. Jetzt feiere ich noch auf der Leopoldstraße! Constanze Sabathil (25), Wissenschaftliche Mitarbeiterin, München © Götzfried
Weltmeister-Party in München
Ihr alle seid Helden! Es ist so der Hammer, dass Deutschland gewonnen hat! Endlich haben wir den vierten Stern. Jetzt heißt es nur noch feiern. Wir haben uns extra früher getroffen, um uns für das Team hübsch zu machen! Es hat sich gelohnt. Unsere WM-Helden sind Neuer, Schweinsteiger und Hummels. Aber eigentlich lieben wir sie alle. Laura Heuermann (21, l.), Garmisch-­Partenkirchen und Nora Gutsfeld (21), ­München, Studentinnen © Kruse
Weltmeister-Party in München
Mit eigenem Pokal Ich habe es von Anfang an gesagt: Wir holen das Ding! Ich hab mir extra während des Spiels um Platz drei den Pokal gemacht. Ich bin zum ersten Mal hier im Löwenbräukeller zum Fußball schauen. Eigentlich bin ich aus Hamburg. Meine Freunde haben mir gesagt, dass man jetzt auf die Leopoldstraße geht. Das wird der Hammer, da bin ich sicher … Adrian Nuber (26), Student aus Hamburg, mit Andrea (30) und Anne (26) © Kruse
Weltmeister-Party in München
Mit Plakat zum Feiern Eins ist eh klar: Wir feiern jetzt die ganze Nacht auf der Leopoldstraße weiter. Nach so einem Sieg muss man doch richtig Gas geben. Wir sind zwar gehörlos, die Stimmung war aber auch für uns der Hammer. Das tz-Plakat nehmen wir jetzt mit zum Feiern. Mit der ganzen Gruppe wird das eine super Party! Isabelle, Dominik, Lisa, Florian und ein ­Haufen Sepzln © Kruse
Weltmeister-Party in München
Absolut verdient: Ich bin extra aus Liechtenstein nach München gekommen, um hier zu feiern. Die Liechtensteiner sind halt eher für die Schweiz – da ist die Stimmung nicht so gut. Eine Weltmeisterschaft muss man im Land des Siegers feiern! Die Stimmung hier war einfach der Hammer. Die Mannschaft hat es absolut verdient. Und wer Brasilien 7:1 schlägt, muss doch eh den Titel holen. Jonas Garaycochea (21), Student, ­Liechtenstein © Kruse
Weltmeisterparty München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Götzfried
Weltmeister-Party in München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Bodmer
Weltmeister-Party in München
München im Fußball-Rausch: Hunderttausende feierten den Weltmeistertitel in den großen Public-Viewing-Arenen und anschließend bis zum Morgen auf der Leopoldstraße - und wir waren mittendrin. Die besten Weltmeister-Feierbilder aus München. © Bodmer

Die U-Bahnen waren zeitweise proppenvoll, Zustieg nicht mehr möglich. In den Waggons tobte der kollektive Fanrausch. Teilweise sprangen die Leute so stark auf und ab, dass die Waggons bedrohlich zu schwanken begannen. Die Masse war kaum zu bändigen. Teilweise fuhren die Bahnen entsprechend im Schritttempo durch die Tunnels. An zwei Zügen kam es dem MVG-Sprecher zufolge zu Schäden, so dass die Züge noch während des laufenden Fahrbetriebes ausgetauscht werden mussten.

Im Laufe der weiteren Nacht fuhren die U-Bahnen nach Plan - also gar nicht mehr. Sehr zum Ärger vieler Fans, die gerne spät nachts noch per U-Bahn nach Hause gekommen wären. Der MVG-Sprecher verwies hier auf die Nachtlinien der Busse. Es seien zwar nicht mehr Busse als sonst im Einsatz gewesen, jedoch größere Busse als regulär auf den Nachtlinien. Allerdings kam es auch hier zu Verzögerungen aufgrund des Fantrubels mit Autokorsos, gesperrten Straßen, Staus und Menschenmassen. Zudem hatte die MVG ihrem Sprecher zufolge einen zusätzlichen Pendelverkehr im neuralgischen Bereich zwischen Münchner Freiheit und Sendlinger Tor geplant.

"Aus Sicherheitsgründen" mussten diese Züge jedoch entfallen, sagte der MVG-Mann. Beim Wenden hätten die Waggons immer entleert werden müssen, und dazu seien die U-Bahnhöfe einfach zu voll gewesen. "Wir hatten damit gerechnet, dass viel los sein würde, aber nicht in dieser Größenordnung."

Viele Fußballfans sind verärgert, machen ihrem Frust unter anderem auf der Facebook-Seite der MVG Luft. "Ich bin maßlos enttäuscht", schreibt eine Userin. "Das war wieder eine grandiose Leistung", spottet ein anderer. Später wurden die Beschimpfungen von der Facebook-Seite gelöscht.

Ein Leser empört sich: "Die Stadt erlaubt öffentliches Feiern??? Dann soll sie auch dafür sorgen dass die Leute auch wieder nach Hause kommen."

Benedikt Weidl findet drastische Worte: "Unter aller Sau... und für die Scheisse soll man dann auch noch bezahlen...".

gany findet: "Der MVG sollte endlich begreifen: Die Dienstleistung ist dann gut, wenn der Kunden zufrieden ist und nicht, wenn man sich selbst lobt!"

"Genauso wie die Polizei, Sanitäter und andere Sicherheitskräfte nicht einfach die Hände in den Schoß legen und sagen dürfen, dass sie einfach überfordert sind, darf das die MVG auch nicht. Auch die MVG hat die Pflicht die Stadt beim Laufen zu halten. Das WM-Finale war nicht unerwartet und da hätte man sich entsprechend vorbereiten können", schreibt ein Leser.

Jedoch äußern viele auch Verständnis für die MVG. Userin Karin schreibt: "Erst feiern bis der Arzt kommt und dann meinen, dass man am besten noch persönlich heimgebracht wird. Wenn der Fußball schon keinen Anlass zum nörgeln geboten hat, dann muss halt die MVG herhalten.... Danke an diejenigen, die in dieser Nacht gearbeitet haben. Könnte mir vorstellen, dass da auch lieber einige gefeiert hätten statt zu arbeiten!".

Julius Zarec sagt: "Und wie viele der tausenden von Leuten hat sich ein Ticket für die öffentlichen gekauft? Ich wette keine 30%".

Im S-Bahn-Verkehr herrschte ähnliches Chaos. "Wir waren auf den Andrang vorbereitet", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Es habe zusätzliche Fahrten gegeben, auch auf den Strecken der sogenannten Außenäste. Auf der Stammstrecke seien die einzelnen Linien anders als sonst bis Mitternacht im 20-Minuten-Takt gefahren. Im ganzen Streckennetz sei auf jeder Linie nach 2 Uhr noch eine zusätzliche Bahn gefahren. Für die Sonderfahrten kamen sowohl Voll- als auch Kurzzüge zum Einsatz. "Ich denke, wir haben die Menschen gut nach Hause gebracht" sagte der Bahn-Sprecher.

Viele Fans sehen das jedoch anders und ärgern sich, dass nicht noch mehr Sonderfahrten unterwegs gewesen sind. Sie beschweren sich über zu volle und zu wenige Züge sowie über lange Wartezeiten an den Bahnhöfen.

wes

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