MVG bestellt längere Züge

München bekommt bald die XXL-Tram

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Die Pannen-Bahn Variotram (34 Meter) wird nicht mehr nachbestellt, auch nicht das Siemens-Modell, bei dessen Zulassung es ebenfalls hapert.

München - Die Münchner Tram ist erfolgreicher, als es die  MVG vor Jahren noch zu träumen gewagt hatte. Damit man künftig noch mehr Fahrgäste transportiert kann, plant MVG-Chef Herbert König (62) die Bestellung längerer Züge.

Die Münchner Tram ist erfolgreicher, als es die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vor Jahren noch zu träumen gewagt hatte. Damit man künftig noch mehr Fahrgäste transportiert kann, plant MVG-Chef Herbert König (62) die Bestellung längerer Züge.

Derzeit sind die Tram-Züge der MVG zwischen 27 und 34 Meter lang und können 160 bis 220 Fahrgäste pro Bahn transportieren. Auf viel befahrenen Linien wie der 20/21 (Hauptbahnhof-Westfriedhof), 16/17 (vor allem zwischen Hauptbahnhof und Romanplatz sowie zwischen Max-Weber-Platz und St. Emmeram) reichen die Kapazitäten der Züge aber nicht mehr aus. Gleichzeitig ist der Takt auf diesen Linien schon jetzt so dicht, dass man dort kaum noch zusätzliche Bahnen aufs Gleis schicken kann.

Die Lösung: Bis zu 48 Meter lange Züge, in die dann 270 Fahrgäste passen könnten. Es handelt sich um so genannte „Doppeltraktionszüge“ – also Gespanne, die man teilen kann. Jeder Abschnitt kann auch allein fahren. Ähnlich ist es schon bei U- und S-Bahnen: Dort kann man pro Zug ein, zwei oder drei Einheiten einsetzen.

König sagt: „Doppeltraktionszüge sind in vielen Städten üblich. Die Vorteile gegenüber durchgehenden Zügen gleicher Länge liegen auf der Hand. In Schwachlastzeiten kann man einen Wagenteil abkoppeln, da spart Energie- und Wartungskosten.“ Neun solche Züge will König per Ausschreibung einkaufen, die ab 2017 im Einsatz sein sollen. Sie sollen auf den Linien 20 und 21 verkehren, auf der 16 kommen dann die größeren Züge zum Einsatz.

Johannes Welte

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