Am Mitte nächsten Jahres

So viele Radl-Verleih-Stationen bekommt München

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Das neue Radl-Netz der Stadt: An den meisten U-Bahn- (schwarz) und Tramhaltestellen (rot) sollen im nächsten Jahr insgesamt 125 Leihstationen für bis zu 15 Fahrräder entstehen. Die Gestaltung der Standorte wird noch verfeinert (zum Vergrößern bitte hier klicken).

München - 1200 Leih-Fahrräder soll es an bis zu 125 Stationen ab Mitte nächsten Jahres in München geben. Dazu hat der Stadtrat grünes Licht gegeben. Zunächst werden die Stationen vor allem im Zentrum sein.

U-Bahn, Bus, Tram und bald auch Radl: Bei der MVG gibt’s bald mehr Nahverkehr. Der Stadtrat hat grünes Licht für den geplanten Radl-Verleih gegeben. Ab Mitte nächsten Jahres soll es 1200 Fahrräder an bis zu 125 Stationen geben  – aber zunächst nur eher im Zentrum, wie die Karte zeigt (siehe oben).

München steigt auf! Die Radl werden mit ihrem tiefen Einstieg für Männlein wie Weiblein geeignet sein. Acht Gänge und Gepäckträger sind vorgesehen. Per Ortungssystem GPS sollen die Nutzer schon am Handy die nächsten Standorte finden können und das elektronische Schloss öffnen.

SPD befürchtet hohe Kosten fürs Räder-Einsammeln

Die Gebühren sollen bei unter zehn Cent pro Minute liegen, mit einem Jahresabo für geplante 50 bis 60 Euro sind 30 Minuten am Tag inklusive. Die Stadt steckt fünf Millionen Euro in Räder und Stationen, die MVG zwei Millionen in die Elektronik. „Eine Investition, die sich lohnt!“, sagt OB Dieter Reiter (SPD). Und der für die MVG zuständige Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ergänzt: „Das ist ein Baustein auf unserem Weg, den zunehmenden Verkehr möglichst stadtverträglich zu organisieren.“

Noch sind nicht alle Fragen geklärt: Die Räder dürfen überall abgestellt werden, aber wie kommen sie zurück an die Stationen? Die MVG will Rabatte geben, wenn Pedalhelden die Stationen anfahren. Die SPD bezweifelt aber, dass dies an den Endhaltestellen funktionieren kann, und fürchtet hohe Kosten fürs Einsammeln.

Darum muss die MVG im Frühjahr alle Details vorlegen. Auf Initiative der CSU werden auch Spezialräder für Behinderte getestet. Die Grünen sehen für die Zukunft einen Bedarf von 5000 Rädern. Nur die FDP stimmte dagegen, weil die Stadt mit Steuergeld in Konkurrenz zu den Anbietern Nextbike und Call a Bike geht.

David Costanzo

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