Raser sollen ausgebremst werden

Zwei neue Superblitzer für München: Standorte schon bekannt - „Werden sicher eine Wirkung haben“

Am Frankfurter Ring steht bereits die Säule. Bald wird dort Messtechnik eingebaut. Dann werden die Raser geblitzt.
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Am Frankfurter Ring steht bereits die Säule. Bald wird dort Messtechnik eingebaut. Dann werden die Raser geblitzt.

Zwei neue Superblitzer sollen helfen! Die Polizei will damit die illegalen Autorennen in München ausbremsen - die beiden Standorte befinden sich in Milbertshofen.

München - Jetzt sollen die PS-Protzer in Milbertshofen ausgebremst werden. Konkret geht es um die Raser-Meilen an der Ingolstädter Straße und dem Frankfurter Ring. Dort gab es in der Vergangenheit häufig gefährliche Autorennen (wir berichteten). Nun steht fest, dass es dort bald feste Blitzer geben wird.

„Wenn man beim Autorennen zwischendurch abbremsen muss, ist der Spaß schnell vorbei“, hofft Fredy Hummel-Haslauer (SPD, 71), Chef des örtlichen Bezirksausschusses. Ab wann genau die Kombi-Blitzer im Einsatz sind, ist aber noch unklar. „Lange kann es nicht mehr dauern. Teile der Blitzer sind schon zu sehen“, erklärt Denny Richter (41) von der Milbertshofener Polizei-Inspektion.

Milbertshofen: Zwei neue Superblitzer an Kreuzungen

Lieferschwierigkeiten wegen Corona hätten den Aufbau der neuen Superblitzer verzögert. An der Kreuzung des Frankfurter Rings mit der Ungererstraße steht bereits eine Säule, diese ist aber noch nicht mit Messtechnik ausgestattet. Und an der Ingolstädter Straße, Ecke Neuherbergstraße, ragen Kabel aus einem Beton-Fundament.

Dort sollen hochmoderne, digitale Kombianlagen entstehen. Diese können in mehrere Richtungen fotografieren, die Geschwindigkeit messen und Rotlicht-Verstöße überwachen. „Die Blitzer sind dort auf jeden Fall dringend notwendig. Die Ingolstädter Straße etwa ist zweispurig, geradlinig, daneben ist kaum Wohnbebauung. Das verleitet leider viele dazu, zu schnell zu fahren“, sagt Richter. Ein Beispiel: im September raste hier ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg mit 143 Stundenkilometern die Straße entlang. Erlaubt sind in dem Bereich gerade mal 50 km/h.

„Die neuen Blitzer werden sicher eine Wirkung haben“, beteuert Hummel-Haslauer. Bisher gebe es nur einen festen Blitzer in Milbertshofen: an der Lerchenauer, Ecke Moosacher Straße.

München: Blitzanlagen auch in den Tunneln des Mittleren Rings und am Mc-Graw-Graben

Im Stadtgebiet gibt es nach Angaben der Polizei außerdem feste Blitzer in den drei Tunneln des Mittleren Rings – also Richard-Strauss-, Petuel- und Luise-Kiesselbach-Tunnel. Stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen gibt es zudem an der Landshuter Allee. Auch diese Strecke ist bei Rasern beliebt. Digitale Kombianlagen sind zudem an der Kreuzung der Wasserburger Landstraße mit der Bajuwarenstraße, an der Dachauer, Ecke Max-Born-Straße sowie an der Kreuzung Oskar-von-Miller-Ring und Briennerstraße. Am Mc-Graw-Graben in Giesing betreibt die Stadt zudem eine feste Blitzanlage, die alle Spuren im Blick hat.

„Mit der Überwachung der zulässigen Geschwindigkeit wird einer der Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen entgegengewirkt“, erklärt eine Polizei-Sprecherin. Das Bayerische Innenministerium gibt für die Aufstellung einer Überwachungsanlage mitunter folgende Kriterien vor: Es muss eine Örtlichkeit mit hohem Unfallrisiko und besonders hohem Verkehrsaufkommen sein. „Bei den beiden neuen Standorten treffen diese Kriterien zu“, erklärt die Polizei-Sprecherin. Die Polizei prüfe fortlaufend, ob neue Blitzer in München erforderlich sind.

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