„Ohne triftigen Grund“

Während der Ausgangssperre: Münchner (21) rast bei Schnee über A95 - dann verliert er Kontrolle über BMW

Bei Schneeregen kam ein BMW-Fahrer von der Straße ab. (Symbolbild)
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Bei Schneeregen kam ein BMW-Fahrer von der Straße ab. (Symbolbild)

Wetter-Chaos, Corona-Ausgangssperre: Ein Münchner BMW-Fahrer forderte förmlich das Schicksal heraus. Seine Rechnung ging nicht auf - jetzt dürfte es für ihn teuer werden.

München - Am Sonntagabend, den 7. Februar, war ein 21-jähriger Münchner mit seinem 5er BMW auf der A 95 in Richtung München unterwegs. Etwa drei Kilometer vor der Anschlussstelle München-Fürstenried kam sein Auto - bei Schneeregen und entsprechend nasser Fahrbahn – ohne Fremdeinwirkung ins Schleudern, kollidierte mit der rechten Leitplanke und kam dann auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen.

München: BMW-Fahrer verliert auf Autobahn Kontrolle - Wetter wird ihm zum Verhängnis

Gegen den Münchner, der angab, ca. 130 km/h schnell gewesen zu sein, wurde ein Bußgeldverfahren wegen nicht angepasster Geschwindigkeit eingeleitet. Ihm drohen deshalb ein dreistelliges Bußgeld sowie ein Punkt in der Flensburger „Verkehrssünderdatei“. Der BMW-Fahrer blieb unverletzt, wurde aber dennoch in ein anliegendes Krankenhaus zur Vorsorge gebracht. Der 21-jährige Mann muss sich jedoch nicht nur wegen erhöhter Geschwindigkeit verantworten. Es stellte sich heraus, dass er gerade auf dem Heimweg von seiner Freundin, die er besucht hatte, war und damit gegen die geltende nächtliche Corona-Ausgangsbeschränkung (21.00 bis 05.00 Uhr) verstieß. Da der Besuch der Freundin keinen triftigen Grund im Sinne der Infektionsschutzverordnung darstellt, wurde gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

München: BMW-Fahrer erleidet Unfall auf Autobahn - auch Corona wird ihm zum Verhängnis

Auf Grund des Unfalls wurde die Fahrbahn in Richtung München für ca. 1,5 Stunden gesperrt, wobei der Verkehr über den angrenzenden Parkplatz vorbei geleitet werden konnt. Zu Reinigungs- und Absicherungsarbeiten waren die Feuerwehren aus Neufahrn und Hohenschäftlarn mit zahlreichen Einsatzkräften im Einsatz.

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