Bei der Flucht vor der Polizei

München: Max (14) von BMW-Raser totgefahren - Mordanklage enthüllt furchtbare Details

München: Max (14) von BMW-Raser getötet - bewegende Aktion an Unfallstelle
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Eine Lichterkette an der Unfallstraße: Zahlreiche Menschen kamen an der  Fürstenrieder Straße/Ecke Aindorferstraße mit Lichtern zusammen, um dem Unfallfallopfer Max (14) zu gedenken.

Es ist ein tragisches Unglück, das sich in einer Novembernacht 2019 in München ereignete. Ein Schüler wird von einem Raser überfahren, nun wird Anklage erhoben.

  • Zehn Monate nachdem ein BMW-Fahrer einen Schüler mitten in München erfasst hatte, wird nun Anklage erhoben.
  • Dem 35-jährigen Raser wird Mord und versuchter Mord zur Last gelegt.
  • Er soll zuvor Kokain und Alkohol konsumiert haben.

München - Max D. (†) hatte keine Chance in dieser Novembernacht: Er wurde mit Tempo 120 von dem BMW regelrecht von der Straße geschossen, flog 43 Meter durch die Luft. Der Schüler erlitt Brüche sowie eine tödliche Verletzung der Hauptschlagader. Max starb wenige Stunden, nachdem Victor B. (35) mit seinem Wagen in den 14-Jährigen gerast war.

München: Schüler von Auto totgerast - nun erhebt Staatsanwaltschaft Anklage

Zehn Monate nach dem Horrorunfall in Laim hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen Victor B. erhoben - unter anderem wegen Mordes an Max und versuchten Mordes an einer 16-Jährigen, die der Wagen auch erfasst hatte.
Die Anklage geht davon aus, dass Victor B. am 15. November 2019 um 23.20 Uhr völlig zugedröhnt auf der Landsberger Straße wendete, obwohl das verboten ist. Dabei beobachteten zwei Polizisten im Dienstfahrzeug den 35-Jährigen. Zum Hintergrund: B. stand unter offener Bewährung. Auflage war, dass er keine Drogen nehmen darf. Der Bad Heilbrunner hatte laut Staatsanwaltschaft aber an diesem Tag bereits Kokain und Alkohol konsumiert und zudem im Auto Marihuana bei sich.

Laut Anklage geriet B. in Panik, weil er auf keinen Fall wieder in den Knast wollte, und flüchtete vor der Polizeikontrolle. Die Fürstenrieder Straße raste er in seinem BMW mit Tempo 120 statt der erlaubten 50 die Gegenrichtung entlang. Dabei kamen ihm mindestens sechs Autos entgegen.

An der Kreuzung zur Gotthardstraße missachtete Victor B. eine rote Ampel. Zeitgleich stieg an der Bushaltestelle Aindorferstraße die Gruppe der Jugendlichen aus dem Bus und überquerte die Straße bei grüner Fußgängerampel. B. erfasste Max und das Mädchen. Dann raste der 35-Jährige weiter und zwang ein Auto zum Ausweichen. Dieses prallte in eine Litfaßsäule. 

München: Teenager stirbt bei tragischem Unglück - Unfallverursacher schweigt bislang

Nachdem der Wagen von Victor B. durch die Polizei gestoppt wurde - floh der Raser zu Fuß. Bis Beamte ihn im Westpark festnahmen. Weil B. angeblich gewusst hat, dass durch seine rücksichtslose Fahrweise mit überhöhtem Tempo Menschen sterben könnten, sieht die Staatsanwaltschaft die Mordmerkmale der niedrigen Beweggründe und Heimtücke erfüllt.
Victor B. schweigt bislang zum Fall. Sein Verteidiger Tom Heindl sagt aber: „Der unterstellte Tötungsvorsatz in der Anklage ist juristisch nicht nachvollziehbar.“ Mord durch Rasen? In Berlin gab es bereits solch ein Urteil, in München wäre es ein Novum. thi

Ein BMW-Fahrer ist auf dem Berliner Kurfürstendamm in einen silbernen Kleinwagen gerast. Eine Frau und ihre Tochter wurden bei dem Crash schwer verletzt. Raser und Beifahrer flüchten.

Ein Münchnerin bekam am Freitagabend Besuch von einem seltenen, ungebetenen Gast. Sogar die Feuerwehr musste anrücken.

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