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Da ist das Ding! 250-Kilo-Bombe im Euro-Industriepark entschärft: So lief der gefährliche Einsatz

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Von: Andreas Thieme

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Thorsten Thienert vom Kampfmittelräumdienst zeigt die Bombe
Thorsten Thienert vom Kampfmittelräumdienst zeigt die Bombe © Götzfried

In Freimann haben Experten eine Fliegerbombe entschärft. Das 250 Kilo schwere Teil stammt aus dem 2. Weltkrieg. Anwohner und Geschäftsleute mussten ihre Wohnungen verlassen.

München - Erinnerungen an die Schwabinger Fliegerbombe aus dem Jahr 2012* wurden wach, als kürzlich auch am Euro-Industriepark in Freimann eine 250 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten nahe der Bayernkaserne entdeckt wurde. Sie stammt von amerikanischen Piloten und musste vor Ort entschärft werden.

Bomben-Entschärfung in München: 47 Anwohner wurden evakuiert

47 Anwohner hatten für den Einsatz in Freimann* ihre Wohnungen verlassen müssen, laut Feuerwehr war aber hauptsächlich das Gewerbegebiet betroffen. Um 8.15 Uhr rückte der Sprengmittelräumdienst des Freistaats an, um das 250 Kilo schwere Teil unschädlich zu machen. Bis 9 Uhr hielt die Verkehrssperrung an, danach folgte die gute Nachricht: Einsatz geglückt! Die Fliegerbombe ist entschärft.

Ein Experte des Sprengmittelräumdienst zeigt die Zündkerzen
Ein Experte des Sprengmittelräumdienst zeigt die Zündkerzen © Götzfried

München: Fliegerbombe war aus dem Zweiten Weltkrieg

„Die Entschärfung lief aus unserer Sicht reibungslos. Die Organisation war sehr gut und die Unterbrechung der Zündkerze ging schnell“, teilte Chef-Entschärfer Torsten Thienert von der Firma Tauber mit. Die Bombe hätte „eine ähnliche Sprengkraft wie die Schwabinger 2012“ gehabt, erklärte er. zur Situation in der Maria-Probst-Straße.

Um 9 Uhr wurde die Bombe entschärft und anschließend abtransportiert
Um 9 Uhr wurde die Bombe entschärft und anschließend abtransportiert © Götzfried

Mit rund 50 Einsatzkräften war auch Kräfte der Freiwilligen- und Berufsfeuerwehr vor Ort. In der Zwischenzeit mussten elf Bauarbeiter betreut werden, die von der Entschärfungsaktion vorab nichts mitbekommen hatten. Sie mussten zwischenzeitlich in einem Seniorenheim warten, bis der Einsatz beendet wurde.

Alle Sperrungen seien aufgehoben, teilte die Feuerwehr schließlich auf Twitter* mit. Der Sperrbereich betrug rund 500 Meter um den Fundort auf dem Gelände der früheren Bayernkaserne. (thi) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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