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Feuer-Tage zwischen den Jahren: Retter waren in München im Dauereinsatz

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Von: Nadja Hoffmann, Phillip Plesch

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Oldtimer in Flammen: In Nymphenburg brannte ein Ford Mustang aus.
Oldtimer in Flammen: In Nymphenburg brannte ein Ford Mustang aus. © Berufsfeuerwehr München

Was haben ein Topf mit heißem Frittierfett, drei Adventsgestecke, ein alter Mustang, ein Kinderwagen und sechs Mülltonnen gemeinsam? Sie alle stehen auf der Einsatzliste der Feuerwehr!

München - All diese Dinge sind seit Freitag in Brand geraten und haben die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Die gute Nachricht: In den Flammen hat sich niemand verletzt. Der Schaden ist aber mitunter enorm.

Zu einem Zimmerbrand wurde die Feuerwehr in Milberthofen gerufen.
Zu einem Zimmerbrand wurde die Feuerwehr in Milberthofen gerufen. © Feuerwehr

München: Sieben Brände, bei denen glücklicherweise niemand verletzt wurde

Zum Beispiel in Milbertshofen, wo es am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 19.45 Uhr zu einem Küchenbrand gekommen ist. Grund dafür war laut der Polizei ein Topf mit Öl, der auf dem Herd vergessen wurde. Um die Wohnung nach dem Brand zu renovieren, müssen etwa 50.000 Euro in die Hand genommen werden. Auf 10.000 Euro wird der Schaden in Aubing geschätzt, wo bereits in der Nacht zu Freitag sechs Mülltonnen ausgebrannt sind.

In Aubing qualmten Mülltonnen heftig.
In Aubing qualmten Mülltonnen heftig. © Feuerwehr

München: In Friseurgeschäft wurde vergessen, die Weihnachtskerzen auszumachen

Im Osten Münchens hatten es die Einsatzkräfte am Freitagabend mit einem Kinderwagen zu tun, der im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Flammen stand und für dichten schwarzen Rauch an der Berg-am-Laim-Straße gesorgt hat. Gleich mehrere Anwohner hatten um kurz vor 22 Uhr den Notruf gewählt: Mit Hilfe der Drehleiter mussten sechs Nachbarn aus ihren Fenstern gerettet werden. Warum der Kinderwagen brannte, steht bislang noch nicht fest. Unachtsamkeit war hingegen der Grund dafür, dass die Feuerwehr am Freitag ins Glockenbachviertel eilen musste. Dort wurde in einem Friseurgeschäft vergessen, die Weihnachtskerzen auszumachen. Adventsgestecke gerieten am Heiligabend auch in der Lerchenau sowie in Pullach in Brand. Und dann war da noch der schicke Mustang, der am Sonntag in Nymphenburg plötzlich während der Fahrt in Flammen stand. Warum? Das ist auch in diesem Fall nicht geklärt. (N. Hoffmann)

In der Lerchenau geriet ein Gesteck in Brand.
In der Lerchenau geriet ein Gesteck in Brand. © Feuerwehr

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München: Inferno im Herzogpark

Es sind die Überreste eines Schlafzimmers: Im Eck ist noch ein Bett zu erkennen, auf der anderen Seite liegt ein umgekippter Schrank, daneben weitere angeschmorte Möbelstücke. Die Wände sind schwarz – verbrannt! Ein Feuer hat an einem Haus in der Pienzenauerstraße (Bogenhausen) verheerenden Schaden angerichtet. Es grenzt an ein Wunder, dass dabei niemand verletzt wurde.

Das Dach des Hauses an der Pienzenauerstraße ist abgedeckt.
Das Dach des Hauses an der Pienzenauerstraße ist abgedeckt. © Oliver Bodmer

Am Sonntagmorgen des WM-Finales (18.12.) war der Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr musste stundenlang löschen. Zurück blieben Chaos und Zerstörung. In dem Gebäude im Herzogpark wohnt ein Mann (72) mit Ehefrau und drei Kindern. In der Nacht auf Sonntag war er gegen zwei Uhr heimgekommen – da war noch alles in Ordnung. Am Morgen weckte ihn seine Frau. Der Schock: Rauch breitete sich im Haus aus, die ganze Familie musste schnell raus! Die Feuerwehr war schon von Nachbarn alarmiert worden.

Ein Blick ins Obergeschoss – der Schaden ist enorm.
Ein Blick ins Obergeschoss – der Schaden ist enorm. © Oliver Bodmer

Im Dachstuhl war das Feuer wohl ausgebrochen. Die Ursache: wahrscheinlich fehlerhafte Elektrik. Der Mann berichtet: „Anfangs hat man nur den Rauch gesehen. Erst als die Feuerwehr ankam, stiegen Flammen aus dem Dachstuhl auf.“ Der brannte beinahe komplett aus. Die Schäden sind immens, wohl deutlich im sechsstelligen Bereich.

Nachdem der erste Schock überwunden war, herrscht bei den Betroffenen vor allem Dankbarkeit. Sie gilt den Nachbarn und Freunden, die mit Kaffee und Decken halfen und dann auch für einen Schlafplatz sorgten. Denn das Haus ist erst mal unbewohnbar.

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