Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

35-Jähriger muss zurück nach Polen

Erst Haft, dann Abschiebung für Brandstifter

+
Krzystof P. (35) warf einen Molotow-Cocktail auf den Eingang einer Disco

München - Krzystof P. hat im Suff einen gefährlichen Molotow-Cocktail auf die Terrasse einer Disco auf dem Optimol-Gelände. Jetzt wandert er dafür drei Jahre in den Knast und muss Deutschland anschließend verlassen.

Eine Nacht im Suff hat sein Leben verändert! Nun muss Krzystof P. (35) die Konsequenzen tragen: Das Landgericht verurteilte ihn am Mittwoch zu vier Jahren und drei Monaten Knast, weil der Maler Ende Juni 2014 am Optimol-Gelände einen Molotow-Cocktail geworfen hat. Im Brandstiftungs-Prozess räumte er nun alles ein. Verteidiger Nicolas Frühsorger verlas für P. eine Erklärung: Es tue ihm leid - und er habe gewusst, dass der Brandsatz gefährlich war.

Vor der Tat hatte der Maler in einer Disco Streit mit einer jungen Frau. Türsteher Stefan K. (Name geändert) warf ihn raus und erteilte ein Hausverbot. Daraufhin rastete Krzystof P. völlig aus! Er rannte nach Hause in die Kirchenstraße und baute dort aus einer Mineralwasser-Flasche, Benzin und Tüchern einen explosiven Brandsatz. Zurück an der Disco, warf er diesen in Richtung Türsteher ‑ und soll dabei geschrieben: "Ich will dich brennen sehen." Weil P. aber mehr als 1,5 Promille intus hatte, traf er nur die Holz-Terrasse, die sich noch vor dem Eingang der Disco befindet. Dort standen um 4.45 Uhr 30 Gäste zum Rauchen – auch sie wurden zum Glück nicht verletzt. Sicherheitsmänner konnten den Brand löschen.

Wegen der abstrakten Gefährlichkeit muss Krzystof P. nun trotzdem in den Knast! Verteidiger Nicolas Frühsorger: "Das Gericht ist uns mit dem Strafmaß sehr entgegengekommen." Denn für schwere Brandstiftung sieht das Gesetz sogar doppelt so hohe Haftstrafen vor. Auch seine Freundlichkeit half Krzystof P. am Ende nichts mehr: Er reichte Stefan K. zwar die Hand und entschuldigte sich. Wegen des hohen Urteils von mehr als drei Jahren wird der Pole nach der Haft aber ausgewiesen.

Andreas Thieme

Auch interessant

Meistgelesen

Jetzt bestätigt: Dieser Flagship-Store kommt bald in die Innenstadt
Jetzt bestätigt: Dieser Flagship-Store kommt bald in die Innenstadt
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
FCB-Meisterfeier: Sperrungen, Kontrollen und keine U-Bahn 
FCB-Meisterfeier: Sperrungen, Kontrollen und keine U-Bahn 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion