Was ein Opfer erlebte

Brutale Gewalt gegen Polizeibeamte: „Ich entging dem Tod nur ganz knapp!“

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Patrick H. wurde bei einem Einsatz in der Stadt fast getötet.

Im Mai hat ein 34-Jähriger den Polizisten Patrick H. (27) beinahe mit dem Auto überfahren. Ganz knapp entging er dem Tod. Bei der Pressekonferenz zum Thema „Gewalt gegen Polizeibeamte“ spricht H. über das Drama…

Der Polizist war mit Kollegen bei einer Unfallaufnahme am Maximiliansplatz. Da raste unvermittelt ein unter Drogen stehender 34-Jähriger in den abgesperrten Bereich – direkt auf H. zu. Der 27-Jährige konnte gerade noch zur Seite springen. „Eine Sekunde später – und ich wäre tot gewesen!“ Nach einer Verfolgungsjagd brachten die Polizisten den 34-Jährigen zum Anhalten. Der wehrte sich bei der Festnahme massiv, ging auf H. und seine Kollegen los. „Ich stand so unter Schock, dass ich den Schmerz erst eine Stunde später gefühlt habe“, erinnert sich H. Er erlitt eine Zerrung und Blessuren an der rechten Schulter, eine Gehirnerschütterung, Prellungen am Brustkorb und hatte offene Wunden an Armen und Beinen – ganz zu schweigen von den seelischen Verletzungen.

„2018 gab es 459 verletzte Kollegen“

Was H. erlebt hat, ist kein Einzelfall. Die Gewaltbereitschaft gegen Polizisten nimmt seit Jahren zu. 2018 gab es bayernweit 7689 Fälle von verbaler und körperlicher Gewalt gegen Polizisten, 1333 davon in München. Beinahe vier Mal täglich werden Polizisten im Schnitt während ihres Einsatzes hier beleidigt, angespuckt, geschlagen oder getreten. „2018 gab es 459 verletzte Kollegen“, sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä. In drei Fällen wurden Polizisten sogar mit einer Schusswaffe bedroht. Übrigens: Von den Angreifern standen zur Tatzeit knapp 60 Prozent unter Alkoholeinfluss.

Polizei-Chef Hubertus Andrä.

Lesen Sie auch: Am Münchner Marienplatz hat ein 55-Jähriger unvermittelt einen anderen Mann angegriffen.Er zeigte mehrmals den Hitlergruß - selbst als die Polizei bereits eintraf.

Am Münchner Ostbahnhof hatte es die Polizei kürzlich mit einem Wohnsitzlosen zu tun: Der Mann gab sich als Securuty-Mitarbeiter eines Fast-Food-Restaurants aus und prügelte grundlos auf einen Rettungssanitäter ein.

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