Viele Briefwähler erwartet

Bundestagswahl in München: Frauen klar in der Überzahl

Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus. In München sind mehr Frauen als Männer stimmberechtigt.
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Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus. In München sind mehr Frauen als Männer stimmberechtigt.

Die Stadt beginnt mit dem Versenden der Wahlbenachrichtigungen. Rund 920 000 Münchner dürfen am 26. September ihr Kreuzchen machen. Die Frauen sind mit 480 000 klar in der Überzahl.

München - Jetzt geht’s los: Ab Donnerstag verschickt die Stadt die Benachrichtigungen für die Bundestagswahl am 26. September. Nach Auskunft des Kreisverwaltungsreferats (KVR) erfolgt die Zustellung in Wellen und wird bis Ende August abgeschlossen sein. Wer bis zum 1. September noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, solle sich umgehend mit dem Wahlamt (briefwahl. kvr@muenchen.de) in Verbindung setzen, rät die Behörde.

Bundestagswahl: 65 Direktkandidaten in den vier Stimmbezirken in München

Wahlberechtigt sind laut KVR rund 920 000 Personen, wobei die Frauen klar in der Überzahl sind: Das Verhältnis lautet 480 000 zu 440 000 zugunsten der Wählerinnen. Etwa 40 000 Münchnerinnen und Münchner dürfen zum ersten Mal ihr Kreuzchen bei einer Bundestagswahl machen. Durch Umzüge und Sterbefälle kann sich die Anzahl der Wahlberechtigten bis zum 26. September noch ändern. 2017 gab es am Wahltag 923 612 Stimmberechtigte.

In den vier Stimmbezirken der Landeshauptstadt treten insgesamt 65 Direktkandidaten an: 18 im Stimmbezirk Nord, je 17 im Osten und in West/Mitte sowie 13 im Süden. Mit der Zweitstimme sind 26 Parteien wählbar (siehe Musterzettel rechts). Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte die CSU in München* 30,0 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen auf 17,2 Prozent, die SPD auf 16,2 Prozent, die FDP auf 14,2 Prozent. AfD und Linke landeten mit 8,4 beziehungsweise 8,3 Prozent in etwa gleichauf.

München: Zahl der Briefwähler nimmt wohl zu - deutlicher Trend zur Bundestagswahl

Die vier Direktmandate gingen allesamt an die CSU. Die damaligen Sieger Bernhard Loos (Nord), Wolfgang Stefinger (Ost), Michael Kuffer (Süd) und Stephan Pilsinger (West/Mitte) treten erneut an. In allen vier Bezirken dürfte es ein spannendes Rennen zwischen den CSU-Bewerbern und den Kandidaten von Grünen und SPD geben.

Erwartet wird auch, dass die Zahl der Briefwähler zunimmt. KVR-Chef Thomas Böhle (SPD) sagt: „Bereits seit dem Jahr 2013 erkennen wir einen deutlichen Trend zu einer Steigerung der Briefwahlanträge.“ Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Quote bei 43,4 Prozent. Man gehe davon aus, dass es diesmal mehr werden, erklärt Böhle und fügt an: „Darauf sind wir vorbereitet.“ Bei der Kommunalwahl 2020 lag der Anteil der Briefwähler bereits bei 53,6 Prozent.

Die Modalitäten und Fristen zu den Briefwahlunterlagen sind auf dem Benachrichtigungsschreiben des KVR detailliert beschrieben. Man kann die Briefwahl schriftlich oder online (www. briefwahl-muenchen.de) beantragen. Auch ein persönliches Abholen ist möglich. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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