Am 18. Juni

Auch in München - eine Menschenkette gegen Rassismus

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OB Dieter Reiter (SPD) ist für die Veranstaltung am Samstag als Redner angekündigt.  

München - Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ rufen rund 40 Organisationen für das kommende Wochenende zu Menschenketten in fünf deutschen Großstädten auf – darunter auch München.

In der Landeshauptstadt geht es am Sonntag um 12 Uhr am Karlsplatz los. „Danach ziehen wir einen Kreis durch die Stadt, der die Religionsgemeinschaften aller Glaubensrichtungen und die Geflüchtetenhilfe Bellevue di Monaco umschließt“, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. „Wir wollen damit ein Zeichen für Solidarität und gegen Ausgrenzung setzen.“ Unter anderem ist Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) als Redner angekündigt.

Auch in Bochum sowie am Sonntag in Berlin, Hamburg und Leipzig gibt es Menschenketten, wie die Veranstalter in Berlin ankündigten.

Angesichts von Fremdenfeindlichkeit und Übergriffen auf Flüchtlinge sollen die Menschenketten „ein starkes Signal für ein weltoffenes und vielfältiges Deutschland setzen“. Zu den Initiatoren zählen Hilfswerke, Wohlfahrtsverbände, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften, darunter Amnesty International, Brot für die Welt, Misereor, Der Paritätische, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Diakonie Deutschland.

Bei der Vorstellung des Vorhabens sagte der evangelische Bischof Markus Dröge in Berlin, Christen seien in besonderer Weise aufgefordert, sich für Würde und Rechte aller Menschen einzusetzen. Nach den Worten der Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International, Selmin Caliskan, sollen die Menschenketten allen von Rassismus Betroffenen zeigen, „dass Deutschland sie nicht alleine lässt“. Der Berliner Landesvorsitzende des Zentralrats der Muslime, Mohammad Hajjaj, bezeichnete die Aktion als wichtiges Signal „Schulter an Schulter mit Juden, Christen und Nichtgläubigen“.

Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer des NSU-Terrors, Barbara John, sieht in den Menschenketten einen öffentlichen Protest „gegen Drohungen und Angriffe auf Geflüchtete wie auch auf Menschen, die ihnen beistehen“. Annelie Buntenbach vom DGB äußerte die Hoffnung, durch die Kundgebungen „die Zweifler und Ängstlichen zu überzeugen, dass es sich lohnt, für eine Gesellschaft einzutreten, an der alle auf Augenhöhe teilhaben können“. Für eine Teilnahme an den Menschenketten werben auch Prominente – zum Beispiel Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah.

Die Route mit weiteren Treffpunkten ist im Internet unter www.hand-in-hand-gegen-rassismus.de zu finden.

 

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