Haftbefehl erlassen

Weil ehemaliger Busfahrer sein Unwesen treibt: MVG muss kurzfristig sogar Fahrplan ändern

Ein ehemaliger Busfahrer soll dutzende Fahrzeuge der MVG beschädigt haben. (Symbolbild)
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Ein ehemaliger Busfahrer soll dutzende Fahrzeuge der MVG beschädigt haben. (Symbolbild)

Ein ehemaliger Münchner Busfahrer steht im Visier der Staatsanwaltschaft. Der Mann soll dutzende Fahrzeuge der MVG beschädigt haben - die Vorwürfe sammeln sich über mehrere Jahre.

München - Die Liste an Tatbeständen ist lang. Ein ehemaliger Münchner Busfahrer soll über Jahre sein Unwesen getrieben haben. Begonnen haben sollen die Taten bereits im Jahr 2017 - und sich bis 2020 gezogen haben. Besonders bemerkenswert: Der Ex-Busfahrer soll dutzende Busse und PKW an einem Betriebshof der MVG beschädigt haben. Nun wurde gegen den Mann Haftbefehl erlassen.

München: Schwere Vorwürfe gegen ehemaligen Busfahrer - Haftbefehl erlassen

Ende 2017 war der 48-jährige Mann als Busfahrer bei der MVG beschäftigt, wie die Polizei mitteilt. Aufgrund von Auseinandersetzungen mit Kollegen musste er sich vor Gericht verantworten, woraufhin er damals entlassen wurde. Wohl aus Rache beschädigte der im dringenden Tatverdacht stehende 49-Jährige anschließend massiv das private Auto eines ehemaligen Kollegen. Hier entstand ein Sachschaden von etwa 35.000 Euro.

Dann der weitere Vorwurf: Im Jahr 2020 wurden am Betriebshof der MVG München Ost 30 Busse sowie weitere Pkw und Kleinbusse beschädigt, wobei unter anderem Keilriemen durchtrennt und Reifen beschädigt wurden. Die MVG musste deshalb auch kurzfristig Fahrpläne umstellen. Doch das soll noch nicht alles gewesen sein: In dem Zusammenhang wird auch eine weitere Serie aus dem Jahr 2019 im gleichen Betriebshof untersucht, wo ebenfalls mehrere Busse beschädigt wurden.  

Dutzende MVG-Busse beschädigt? Ex-Fahrer als Serien-Täter in Verdacht

Ende des Jahres 2020 soll es dann weiter gegangen sein: Der Mann fand damals eine Anstellung bei einem Abschleppunternehmen im Münchner Umland. Auch hier wurde dem 48-Jährigen nach Unregelmäßigkeiten gekündigt. In der Folge kam es zu Beschädigungen von Firmen und Kundenfahrzeugen, wo unter anderem an einem Pkw die Radmuttern gelockert wurden. Ein Zusammenhang mit den vorangegangenen Verfahren wird derzeit geprüft. 

Gegen den 48-Jährigen wurden nun durch die Staatsanwaltschaft München I ein Haftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Diese Beschlüsse wurden am Mittwoch, 10.02.2021 von der Münchner Polizei vollzogen. Hierbei wurde der 48-Jährige festgenommen und dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München vorgeführt.    

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