180.000 Euro Schaden

China-Gang angeklagt

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Geständig: Fünf Chinesen auf der Anklagebank

München - Fünf Chinesen müssen sich wegen bandenmäßigen Betrugs vor dem Münchner Landgericht verantworten. Die geständigen Angeklagten haben in großem Stil in München mit gefälschten Zahlungskarten eingekauft.

 Schaden: 180 000 Euro! „Die Angeklagen sind Mitglied in einer mafiösen Organisation, die in Asien Kuriere anheuert und nach Europa schickt, wo mit dem Kauf von Luxusgütern mit Hilfe gefälschter Zahlungskarten in kurzer Zeit sehr hohe Umsätze getätigt werden“, so die Staatsanwältin. „Die Organisation ist streng hierarchisch aufgebaut und in Gruppen unterteilt.“ Am untersten Ende stehen die „Kuriere“, die laut Anklage befehlsgemäß teure Artikel wie Schmuck, Uhren, Kleidung, Parfüm und Accessoires einkaufen und sofort ihren Hintermännern übergeben. Die Anklägerin: „Die Kuriere handeln zum Teil freiwillig, zum Teil werden sie zwangsrekrutiert.“

Die fünf aus Malaysia stammenden Chinesen, die am 12. Dezember 2012 der Polizei ins Netz gingen, sind allesamt Kuriere. Nach einem Vorgespräch ihrer Verteidiger mit Gericht und Staatsanwaltschaft werden zwischen zwei und vier Jahre Haft herauskommen. Die Angeklagten gestehen. Ihre Hintermänner nennen sie aber nicht.

Ebu

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