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Neuer Termin für Münchner CSD: Deshalb soll die bunte Polit-Party 2023 schon früher steigen

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Von: Nadja Hoffmann

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Mittlerweile ein Großereignis: der Christopher Street Day im Herzen von München. 400 000 Teilnehmer gab es allein heuer
Mittlerweile ein Großereignis: der Christopher Street Day im Herzen von München. 400.000 Teilnehmer gab es allein heuer. © Markus Götzfried

Seit über vier Jahrzehnten ist der Christopher Street Day eine Institution in München – und das immer am zweiten Wochenende im Juli. Eine Tradition, mit der die Veranstalter im kommenden Jahr aber brechen werden.

München - Das Straßenfest, bei dem es um gleiche Rechte für die LGBTIQ-Community geht, wird 2023 erstmals am letzten Juni-Wochenende stattfinden. Aus Platzgründen, wie es in einer Mitteilung der Organisatoren vom CSD München heißt.

München: Heuer feierten 400.000 Menschen den CSD in der Stadt

Sie erinnern daran, dass heuer 400.000 Menschen, darunter allein 27.000 Teilnehmer bei der Polit-Parade, zusammen für eine bunte Welt gefeiert haben. „Der CSD hat in diesem Jahr alle Erwartungen übertroffen. In der Münchner Innenstadt war es deshalb an manchen Stellen schon etwas eng geworden.“ Grund dafür waren auch parallel stattfindende Veranstaltungen in der Altstadt wie zum Beispiel Klassik am Odeonsplatz, die viele Menschen angelockt haben.

Mit dem neuen Termin im Juni soll gewährleistet werden, dass es weniger Überschneidungen gibt. „Wir wollen für den CSD in der Innenstadt perspektivisch Platz schaffen“, sagt Geschäftsführer Alexander Kluge. Den Plänen habe das Kreisverwaltungsreferat bereits zugestimmt. Details stehen aber noch nicht fest. Möglich wäre zum Beispiel, dass die Polit-Parade eine erweiterte Strecke bekommt. Oder die Party-Area vom Rindermarkt an einen anderen Ort wandert. Los geht die Pride-Week am 10. Juni.

Vorteil der neuen Termine laut der Veranstalter: Sie liegen näher an dem historischen Datum des Stonewall-Aufstands in New York. Am 28. Juni 1969 wehrten sich vor der gleichnamigen Bar in der Christopher Street Schwule, Lesben, Trans-Personen und Schwarze erstmals gegen Polizeigewalt. nah

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