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Während Party läuft Münchner Club plötzlich voll mit Wasser: Feuerwehr muss anrücken - Schuld ist ein Gast

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Von: Phillip Plesch

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Die Feuerwehr schaute im überfluteten Neuraum nach dem rechten, brauchte aber nicht einzugreifen.
Die Feuerwehr schaute im überfluteten Neuraum nach dem rechten, brauchte aber nicht einzugreifen. © Plesch

Eine Partynacht kann auf viele Weisen enden. So etwas wie am Samstag im Neuraum haben wohl bisher nur die wenigsten erlebt.

München - Das hat es im Münchner* Club „Neuraum“ (Neuhausen*-Nymphenburg*) seit der Eröffnung vor zwölf Jahren noch nicht gegeben. In einem Moment noch sind hunderte Menschen ausgelassen am Feiern – und kurz darauf ist Schluss, weil die gesamte untere Etage unter Wasser steht. So erging es den Partygästen Samstagnacht.

Die Uhr zeigte nach der Uhrumstellung gerade zum zweiten Mal zwei Uhr morgens, als ein Feiernder im Untergeschoss des Clubs an einem Sprinkler-Rohr Klimmzüge machte. „Dieses ist abgerissen und hat die Sprinkler-Anlage ausgelöst“, teilt der Veranstalter auf Nachfrage mit.

Innerhalb von Sekunden stand die ganze Etage unter Wasser. „Wir konnten zwar nach kurzer Zeit die Anlage abstellen. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings schon so viel Wasser in den Club gelaufen, dass dort die Veranstaltung nicht fortgeführt werden konnte und der Club geräumt werden musste“, heißt es vom Veranstalter.

München: Wasser im Club „Neuraum“: Veranstalter sucht Übeltäter

Die Party endete abrupt. Alle Feiernden aus dem Untergeschoss strömten Richtung Treppe. „Es gab keine Verletzten“, teilt der Veranstalter mit. Aber der Sachschaden hat es in sich. Er liegt bei rund 20 000 Euro. Kurz schaute auch die Feuerwehr vorbei, musste aber nicht eingreifen. „Der Club wurde unter Einsatz des gesamten Personals mittels Wasserschieber und Putzmaschine getrocknet“, berichtet der Veranstalter.

Während unten aufgeräumt wurde, lief oben die Party weiter. Am Sonntag zur Halloween-Party war der gesamte Neuraum dann wieder partytauglich hergerichtet. Erledigt hat sich die Sache damit aber noch nicht. „Leider konnten wir den Verursacher bisher noch nicht ausfindig machen, werten dazu gerade die Video-Aufnahmen der Veranstaltung aus“, so der Veranstalter. „Wir bitten die betreffende Person, sich bei uns zu melden, es handelt sich wahrscheinlich um einen Haftpflichtschaden.“ Und damit die nächste Party nicht ins Wasser fällt, heißt es: Fitnessübungen gerne auf der Tanzfläche, aber keinesfalls am Sprinklerrohr. - *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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