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Zwölf Stunden am Stück! Heute Impf-Marathon in München - Initiatoren verraten, wie‘s funktioniert

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Von: Leoni Billina

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Schönhofer vor Cafe Kosmos
Florian Schönhofer bietet in seinem Café Kosmos bereits Corona-Impfungen an. © Achim Schmidt

Die Gastronomen und Clubbetreiber in München haben genug. Sie wollen zurück zur Normalität finden – mit einer kreativen Impf-Aktion in zahlreichen Locations.

München – Impfen statt tanzen! Der Verband der Münchner Kulturveranstalter e.V. (VDMK) bittet zum Piks: Dafür haben sich Clubbetreiber, Gastronomen und Kulturschaffende in München zusammengeschlossen und in einer Hauruckaktion einen Impfmarathon geplant.

Am Samstag (18. Dezember) soll in verschiedenen Clubs, in denen sonst gefeiert wird, zwölf Stunden am Stück geimpft werden – von 10 bis 22 Uhr. Mit dabei: Neuraum, 8below, Harry Klein und das Münchner Volkstheater. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten für eine Corona-Impfung am Sonntag (19. Dezember) von 10 bis 19 Uhr im Backstage, am Samstag (18. Dezember) von 10 bis 19 Uhr im Hacker-Pschorr und auch im Paulaner am Nockherberg, täglich von 12.15 bis 21 Uhr.

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München: Corona-Impfungen in Bars und Clubs – auch Brauereien machen mit

Die Idee für die Aktion kam von Florian Schönhofer: Er betreibt das Café Kosmos an der Dachauer Straße und impft dort bereits seit einer Woche, am Sonntag (12. Dezember) hatte das Ärzteteam vor Ort schon 2000 Menschen den Piks verpasst. David Süß, Vorstand im VDMK, war sofort begeistert. „Wir sind es ja aus unseren Clubs gewohnt, lange Schlangen schnell abzuarbeiten, ohne dass Frust entsteht“, scherzt er.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich über das Portal Münchenticket einen Zeitraum reservieren. Am besten komme man mit ausgefüllten Dokumenten, um Wartezeiten zu vermeiden, rät Süß. Aber auch wer spontan vorbeikomme, würde selbstverständlich eine Impf-Spritze bekommen.

München: Clubbetreiber fühlen sich zu Unrecht als Corona-Pandemietreiber hingestellt

Endlich Aufbruchstimmung in der Kulturszene, in der im Moment vor allem Frust herrscht. Nicht nur, weil derzeit niemand arbeiten kann, sondern weil die Szene auch weiterhin als Pandemietreiber an den Pranger gestellt werde, kritisiert Süß. „Wir sind zutiefst bestürzt, wie mit dem Finger auf Clubs gezeigt wird, für die hohen Inzidenzen verantwortlich zu sein.“

Die Betreiber hätten sich früh Gedanken gemacht, wie man Clubs sicher öffnen könne, auch die Idee für eine Impfkampagne habe man bereits im Sommer an den Freistaat herangetragen – ohne Ergebnisse. (Weitere Informationen, Anmeldung und Unterlagen unter www.vdmk.info/impfmarathon).

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