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Corona-Lage angespannt: Neuer München-Plan steht - und soll Entlastung bringen

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Von: Andreas Beez

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Ein Corona-Intensivpatient wird in einen Krankenwagen verladen
Einige Corona-Patienten sollen in München für eine gerechte Verteilung auf alle Kliniken verlegt werden. © Bernd Wüstneck/dpa

Die Lage in Münchens Krankenhäusern ist aufgrund der zahlreichen Corona-Patienten angespannt. Ein neuer Klinik-Pakt soll nun Abhilfe schaffen.

München – Im Kampf gegen Corona* gilt in München* ab sofort ein neuer Krankenhaus-Pakt. So sollen Patienten von Normalstationen, denen es nach ihrer Covid-Erkrankung bereits wieder besser geht, in zehn Fachkliniken verlegt werden.

„Das Konzept zielt darauf ab, die großen Kliniken der Maximalversorgung zu entlasten“, berichten die Münchner Krankenhaus-Koordinatoren Prof. Viktoria Bogner-Flatz und Dr. Dominik Hinzmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Vorangegangen waren zehntägige intensive Verhandlungen.

München: Kliniken müssen Corona-Patienten übernehmen

Die rechtliche Voraussetzung schuf die Regierung von Oberbayern am Dienstag (30. November) mit einer Anordnung. Sie verpflichtete vorerst folgende Kliniken, geplante Operationen zu verschieben und Corona-Patienten zu übernehmen: die WolfartKlinik, Gräfelfing, die Clinic Dr. Decker, die Klinik Josephinum, die Dr. Lubos Kliniken Bogenhausen, die Maria-Theresia-Klinik, das Krankenhaus für Naturheilweisen München-Harlaching, die Paracelsus-Klinik München, die Sana Klinik München, die Atos Klinik sowie die Schön Klinik München Harlaching.

Der Plan hat zwei wesentliche organisatorische Vorteile: Zum einen können die freiwerdenden Betten auf den Normalstationen – unter anderem in den München Kliniken, im Klinikum rechts der Isar und im LMU Klinikum – für neue Corona-Patienten genutzt werden. Zum anderen können Pflegekräfte von Normal- auf Intensivstationen delegiert werden.

München: Auch private Kliniken müssen Corona-Patienten aufnehmen

Um eine gerechte Verteilung der Corona-Patienten* war zuletzt hinter den Kulissen Streit entbrannt. Vertreter der großen Kliniken, etwa München-Klinik-Chef Dr. Axel Fischer, aber auch OB Dieter Reiter* hatten massiv auf eine Einbindung privater Häuser gedrängt.

Diese sollen nach Informationen unserer Zeitung insgesamt etwa 50 Betten zur Verfügung stellen. An der Behandlung von Intensivpatienten werden sie sich nicht beteiligen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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