Prognose reicht bis ins Jahr 2040

Trotz Corona-Krise: München wächst immer weiter - Einwohnerzahl in Stadtbezirk könnte sich verdoppeln

Mehrere Menschen stehen auf einer Anhöhe und schauen auf München herab
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Auch die Corona-Krise konnte dem Bevölkerungswachstum Münchens nichts anhaben: Im Jahr 2040 sollen fast 1,85 Millionen Menschen in der Stadt leben.

Im Jahr 2040 werden 1,845 Millionen Menschen in München leben. Zu diesem Schluss kommt der Demografiebericht der Stadt. Dabei verteilt sich das Wachstum unterschiedlich auf die Viertel.

München - München* wächst weiter - trotz Corona*. Zwar hat die Pandemie* im vergangenen Jahr zu Einbrüchen bei der Zuwanderung geführt, allerdings nur über den Sommer. Das geht aus dem Demografiebericht hervor, der kommende Woche im Stadtrat behandelt werden soll. Demnach nahm Münchens Bevölkerung zwischen März und August zwar ab, doch ab September gingen die Zahlen wieder nach oben.

2020 war laut den Statistikexperten daher ein geringes Einwohnerwachstum in Höhe von 0,16 Prozent beziehungsweise 2517 Personen zu verzeichnen, das auf Geburtenüberschüssen basiert. Zum Jahresende 2020 lebten 1.593.488 Personen in München. Ende 2019 waren es noch 1,591 Millionen Einwohner.

Münchens Wachstum: Binnen 20 Jahren sollen 250.000 Menschen mehr in der Stadt wohnen

Die Experten der Stadt rechnen auch in den kommenden Jahren mit stetigen Zuwächsen. Die Zahl der Einwohner soll mithin 2029 die 1,7-Millionengrenze überschreiten, 2037 auf 1,8 Millionen ansteigen und 2040 bei 1,845 Millionen liegen. Dies entspricht gegenüber 2019 einem Einwohnerwachstum von 254.500 Personen beziehungsweise 16 Prozent. Zum Vergleich: Die Stadt Augsburg hat 296.000 Einwohner.

Das Wachstum geht zwar in ganz München uneingeschränkt weiter - die jährliche Wachstumsrate beträgt laut Prognose durchschnittlich 0,71 Prozent -, verteilt sich aber unterschiedlich auf die Viertel. Einige Bezirke werden auch Einwohnerverluste zu verzeichnen haben. Tendenziell werden die stärksten Einwohnerzuwächse voraussichtlich Bezirke am Stadtrand aufweisen, wo viel gebaut wird.

Münchens Wachstum: Aubing-Lochhausen-Langwied wird Einwohnerzahl wohl verdoppeln

So prognostiziert die Verwaltung für Aubing-Lochhausen-Langwied bis 2040 den stärksten Zuwachs. Vor allem durch die Bebauung in Freiham* wird sich die Bevölkerung in dem bisher weniger dicht besiedelten Stadtbezirk mit einer Zunahme von über 90 Prozent und rund 46.000 neuen Einwohnern nahezu verdoppeln.

Ebenfalls durch Neubauprojekte befördert wird die Entwicklung in Feldmoching-Hasenbergl. Dort ist mit einer Zunahme von rund 50 Prozent und gut 30.000 neuen Einwohnern zu rechnen. Überdies gehören Trudering-Riem und Allach-Untermenzing mit einer Bevölkerungszunahme von mehr als 30 Prozent zu den stark wachsenden Gebieten in München. Aber auch Bogenhausen*, Moosach und Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, deren Zuwachs bei 25 bis 30 Prozent liegt, wachsen deutlich überdurchschnittlich.

Geringe Wachstumsraten oder auch leichte Rückgänge sind dagegen für die meisten innerstädtischen Bezirke zu erwarten, etwas deutlichere Rückgänge für die Schwanthalerhöhe und am Stadtrand für Hadern und Untergiesing-Harlaching.

Münchens Wachstum: Maxvorstadt bislang mit dem geringsten Durchschnittsalter der Anwohner

Durch den Bevölkerungszuwachs ändert sich die Altersstruktur in den Vierteln. Mit durchschnittlich 38,8 Jahren war die Maxvorstadt* 2019 der demografisch jüngste Bezirk Münchens. Weitere vergleichsweise junge Bezirke mit einem Durchschnittsalter von noch unter 40 Jahren waren die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, die Schwanthalerhöhe, Schwabing-Freimann und Milbertshofen-Am Hart.

Das höchste Durchschnittsalter mit 43 Jahren und leicht darüber verzeichneten 2019 dagegen Hadern, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Untergiesing-Harlaching.

Im Jahr 2040 werden voraussichtlich Hadern und Untergiesing-Harlaching mit dann über 44 Jahren das höchste Durchschnittsalter aufweisen. Die Bevölkerung mit dem niedrigsten Durchschnittsalter wird mit 38,7 Jahren in Aubing-Lochhausen-Langwied leben. Dies sind 2,5 Jahre weniger als derzeit, was vor allem Folge des Bezugs von Freiham durch junge Erwachsene und Familien mit Kindern sein wird. (ska) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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