Lange Schlangen für Entsorgung

Ferien und Corona-Lockdown: Hohe Wartezeiten an Münchner Wertstoffhöfen - AWM veröffentlicht Aufruf

Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine
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Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine.

Schließen die Wertstoffhöfe in München wegen dem Lockdown? Diese Frage scheint viele Bürger zu beschäftigen. Die Warteschlagen sind teilweise enorm, ein Appell ist nötig.

  • In den Tagen des neuerlichen Corona-Lockdowns* gerät der Alltag in München ordentlich durcheinander.
  • Es scheint, als haben viele Bürger Sorge, dass die Wertstoffhöfe der Stadt auch einige Wochen schließen.
  • Oder liegt es nur an den Herbstferien? Der AWM sieht sich zu einem Appell genötigt.

München - Kaum ist der Corona-Lockdown wieder da, scheinen Münchner die Befreiung in den eigenen vier Wänden zu suchen – sie räumen und sortieren aus, was das Zeug hält. Doch bevor sie sich vom Ballast des Alltags endgültig trennen können, werden viele auf eine Geduldsprobe gestellt: Vor vielen Wertstoffhöfen bildeten sich – wie zu Lockdown-Zeiten im Frühjahr – lange Autoschlangen. Am Montag war so viel los, dass der AWM im Netz warnte: „Heute herrscht an den Wertstoffhöfen sehr großer Andrang. Bitte kommen Sie nur bei unaufschiebbarem, dringenden Entsorgungsbedarf!“

Warten auf Einlass: Vor dem Wertstoffhof in Thalkirchen bildete sich in den vergangenen Tagen eine Blechlawine.

München: Corona und Herbstferien sorgen für Mega-Andrang an den Wertstoffhöfen

Besonders lang im Stau stand man vor den Recyclinghöfen in Großhadern, Langwied, Sendling, Trudering und – wie auf den Fotos zu sehen – in Thalkirchen. Die AWM-Pressesprecherin Kathrin Stanner-Junghanns vermutet hinter dem großen Andrang, dass viele Münchner Angst haben, dass die Wertstoffhöfe wieder schließen könnten. „Da kann ich Entwarnung geben: Wir bleiben trotz Lockdown offen!“ Zudem würden nun viele Familien die Ferien nutzen, um die Wohnungen und Häuser zu entrümpeln oder den Garten winterfest zu machen. Stanner-Junghanns: „Wer in den nächsten Tagen zum Wertstoffhof fährt, sollte idealerweise am Vormittag kommen.“ Zudem kann man unter www.awm-muenchen.de/wertstoffhoefe die Stoßzeiten der jeweiligen Wertstoffhöfe einsehen.

Eine weitere Empfehlung der Pressesprecherin: „Bündeln Sie Ihren Müll! Wer für nur eine Spraydose zum Wertstoffhof fährt, hält die anderen unnötig auf.“ Bis zu zwei Kubikmeter Sperrmüll und einen Kubikmeter Gartenmüll dürfen Münchner* kostenlos bei den städtischen Anlagen entsorgen. „In der Regel sagt man, dass das ungefähr ein voller Pkw-Kombi ist“, so Stanner-Junghanns. Wer gleich mit einem vollen Umzugswagen zum Wertstoffhof fährt, muss draufzahlen. Übrigens: Auch auf den elf Wertstoffhöfen der Stadt gilt Maskenpflicht.

Unterdessen hat die Polizei in München-Giesing eine Kindergeburtstagsparty aufgelöst - mit über 100 Gästen wegen Missachtung der Corona-Maßnahmen*. *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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