Alles hängt von der Inzidenz ab

Corona-Lockdown: Einzelhandel, Tierpark, Museen: Was hat an Ostern in München geöffnet?

München darf sich auch über Ostern relativ locker machen. Dank einer nach wie vor zweistelligen Inzidenz können Einzelhandel, Tierpark oder Museen öffnen. Ein Überblick.

München - Mit Spannung haben die Münchner Einzelhändler am Dienstag auf den Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts* gewartet. Sie konnten sich freuen, denn er lag bei 97,4 - ganz knapp unter der wichtigen 100er-Marke. Damit ist klar: An Ostern ist offen! Die Geschäfte des sogenannten „nicht täglichen Bedarfs“ in der Stadt haben also mit Terminvergabe nicht nur am Gründonnerstag, sondern auch am Karsamstag geöffnet.

Corona in München: Was hat an Ostern offen?

Erst wenn die Sieben-Tage-Inzidenz* drei Tage in Folge über 100 liegt, erlässt die Stadt neue Beschränkungen. Die greifen dann frühestens am darauf folgenden Tag. Sprich: Sollte die Inzidenz ab an diesem Mittwoch über 100 liegen, wird am Samstag beraten - und frühestens ab Sonntag gilt dann die viel zitierte Notbremse*. Wird sie tatsächlich gezogen, heißt es für die Geschäfte wieder Click & Collect. Dann wäre für die Kunden nur noch das Abholen vorbestellter Ware möglich. Ausnahmen sind Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen, Baumärkte und Friseure.

Außerdem würde bei der Notbremse von 22 bis 5 Uhr dann wieder eine Ausgangssperre gelten, haushaltsfremde Kontakte müssten auf eine Person beschränkt werden, Mannschaftssport wäre auch für Kinder untersagt - und Museen, Ausstellungen und der Tierpark müssten erneut dichtmachen. Das alles bleibt uns bisher noch erspart, München* bleibt locker! Die tz erklärt, welche Regeln jetzt gelten.

München an Ostern: Große Erleichterung bei den Händlern

Handel: Die Läden bleiben offen! „Für die Händler ist es eine Erleichterung, dass zumindest noch am Karsamstag Click & Meet möglich ist“, sagt Wolfgang Fischer, Sprecher der Innenstadt-Kaufleute. Das Einkaufen mit Anmeldung funktioniere gut. Termine kann man in den meisten Läden auch spontan vor Ort vereinbaren.

Dienstagfrüh hat Fischer die freudige Oster-Botschaft per E-Mail an die im Verein organisierten Ladenbesitzer verbreitet. Von Normalität sind sie aber noch weit entfernt. „Von der Bedeutung her sind Gründonnerstag und Karsamstag in normalen Jahren wie ein Adventssamstag“, sagt Fischer. Daran ist heuer nicht zu denken. Denn: „Die Oster-Flaneure fallen weg…“

Wird auch am Ostersamstag möglich sein: Der Einkaufsbummel in der Münchner Innenstadt ist erlaubt.

München an Ostern: Tierpark-Tickets gibt es nur online zu kaufen

Tierpark & Co.: Auch Hellabrunn* und andere Freizeit-Einrichtungen bleiben geöffnet, allerdings muss man vorab Eintrittskarten buchen. Für den Tierpark beispielsweise muss man spätestens am Vortag online ein Ticket kaufen. Wer zu lang wartet, geht leer aus: Für Donnerstag sind schon alle Eintrittskarten weg, für Samstag gab’s am Dienstagabend noch einige.

Auch für Mu­seen und Ausstellungen braucht’s Reservierungen - meistens online, teilweise auch per Telefon. Hier ist die Auslastung nicht ganz so hoch. „Wir können gleichzeitig 300 Besucher reinlassen“, sagt eine Sprecherin der Pinakothek. Damit habe es bisher kein Problem gegeben.

Tiere gucken geht auch an Ostern: Der Tierpark Hellabrunn darf weiterhin online Tickets verkaufen.

München an Ostern: Gottesdienste nur mit FFP2-Maske - Kita-Zukunft entscheidet sich an Donnerstag

Kirchen: Gottesdienste finden unabhängig von der Inzidenz statt. Allerdings müssen die Besucher FFP2-Masken* tragen, Gemeindegesang ist verboten, und die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Daher muss man sich für viele Gottesdienste vorher anmelden. Das gilt zum Beispiel an Gründonnerstag und Karfreitag für St. Bonifaz (19 und 15 Uhr), am Ostersonntag für St. Peter (12 Uhr) und am Ostermontag für St. Paul (11 Uhr). Informationen dazu gibt es im Internet. Viele Gottesdienste werden live gestreamt.

Kitas: Donnerstag ist der entscheidende Tag für nächste Woche. In der Regel wird immer freitags festgelegt, wie der Betrieb weitergeht. In dieser Woche fällt die Entscheidung schon einen Tag früher, weil Karfreitag Feiertag ist. Danach ist dann klar, ob eingeschränkter Regelbetrieb stattfindet oder die Notbetreuung (mit niedrigen Hürden) greift. (Phillip Plesch) *tz.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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