„Showdown“ im Badezimmer

Corona-Party in München eskaliert: 18-Jähriger flüchtet nach Mordversuch - Hintergrund nun bekannt

Festnahme durch die Polizei
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Polizisten konnten den jungen Mann später festnehmen. (Symbolbild).

Ein Streit auf einer Corona-Party in München eskalierte so sehr, dass ein Jugendlicher schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste.

  • Die Polizei wurde in der Nacht auf Sonntag in ein Hotel in München/Trudering-Riem gerufen.
  • Ein 18-Jähriger hatte einen anderen Mann im Zuge einer Corona-Party schwer verletzt.
  • Er konnte jedoch fliehen, bevor die Beamten eintrafen.

Update vom 2. November 2020, 18.51 Uhr: Es gibt neue Details zur Corona-Party in Trudering: Der zuständige Ermittlungsrichter hat den Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen, der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Grund für den Streit der beiden Männer war offenbar eine Frau. Die Kontrahenten feierten am Samstag mit mehreren jungen Leuten eine Zimmerparty in dem Hotel am Stahlgruberring. Gegen 23.30 Uhr eskalierte die Auseinandersetzung um die Gunst der Angebeteten im Bad des Zimmers. Die beiden Männer gingen zunächst mit Fäusten aufeinander los - später kamen Klingen hinzu. weg

Meldung vom 2. November 2020, 13.25 Uhr: München - Noch einmal feiern bevor der Corona-Lockdown kommt, dachte sich wohl eine Gruppe junger Erwachsener in der Nacht auf Sonntag (1. November) in München-Trudering. Doch was dann weiter auf dieser Feier am Abend von Halloween geschah, gehört eher in die Welt der realen Schrecken, als in die der Geister und Untoten. Denn ein Streit unter zwei Männern eskalierte so sehr, dass einer von ihnen anschließend schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Corona-Party München: Zwei Männer geraten in Hotelzimmer-Toilette aneinander

Mehrere junge Erwachsene trafen sich am Samstag zu einer Feier in einem Hotelzimmer im Münchner Stadtteil Trudering-Riem. Im Laufe der Party gerieten dann ein 19- und ein 18-Jähriger aneinander. Die Situation eskalierte immer mehr, als sich die beiden im Bad des Zimmers zu prügeln begannen. Irgendwann griff sich der 18-Jährige einen scharfkantigen Gegenstand und schlug auf seinen Kontrahenten ein, so die Münchner Polizei. Dabei verletzte er den 19-Jährigen so stark, dass er eine stark blutende Halswunde zuzog.

Nach der Auseinandersetzung verließ der 18-Jährige fluchtartig das Zimmer und verschwand zunächst in die Nacht. Der verletzte junge Mann wurde derweil in ein Krankenhaus gebracht. Er musste notoperiert werden. Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr.

München: Bundespolizisten können den Täter am Bahnhof stellen

Sofort wurde nach dem 18-Jährigen eine Fahndung ausgegeben - die wenig später auch zum Erfolg führte. Bundespolizisten konnten den jungen Mann am Münchner Hauptbahnhof ergreifen und festnehmen. Gegen ihn ermittelt jetzt die Mordkommission. Die Staatsanwaltschaft München hat jetzt einen Haftbefehl gegen den 18-Jährigen wegen versuchten Mordes beantragt. (tel)

Die Polizei hatte es am Montagmorgen mit einer kuriosen Situation zu tun. Eine Jugendliche suchte ihren Vater, während dieser in München auf Einbruchstour ging.

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