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Corona-Pläne im Stadtrat: Werden Schüler bald im Löwenbräukeller unterrichtet?

Menschenansammlung auf der Regionalkonferenz im Löwenbräukeller
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So voll wird es in der Corona-Krise natürlich nicht werden: Im Löwenbräukeller soll nach dem Willen der CSU unterrichtet werden. (Symbolbild)

Die Klassenräume in München sind nur bedingt geeignet, um Schüler in der Corona-Pandemie zu unterrichten. Deshalb wird nun nach Alternativen gesucht. Die CSU ist fündig geworden.

München - Lernen Schüler bald im Löwenbräukeller? Die CSU beantragt, dass die Verwaltung alternative Räume für den Unterricht finden - und eben derzeit leer stehende Räume anmieten soll. Stadtrat Hans Hammer sagte: „In Münchens* Schulen fehlt oft der Platz, um den notwendigen Mindestabstand* zum Schutz von Schülern und Lehrern einzuhalten. Währenddessen stehen die teilweise weitläufigen Flächen unserer Kongresszentren, Theater, Museen, Hotels und Gastronomielokalitäten durch die angeordnete Schließung leer.“

Beide Probleme könnten möglicherweise kombiniert gelöst werden. „Lassen Sie uns doch schauen, ob wir den Unterricht, nach Überprüfung und bei entsprechender Eignung, in die genannten Räumlichkeiten verlegen können.“

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Corona-Krise in München: Unterricht in Museen könnte erfreulichen Nebeneffekt haben

Vielleicht könnte die Stadt mit dieser Idee an der ein oder anderen Stelle den unwirtschaftlichen Leerstand für die Eigentümer vermeiden. „Wir wahren die Anforderungen an den Infektionsschutz und bringen im Falle der Museen manchem Schüler unsere Kulturgüter noch ein wenig näher.“

Für Kinder und Jugendliche wäre es sicher etwas Besonderes, einmal eine Schulstunde an besonderen Orten wie zum Beispiel dem Gasteig, im Löwenbräukeller, am Nockherberg oder im Deutschen Museum* zu erleben, sagt Hammer. „Wo es geeignete Räume gibt, gilt es im Gespräch zwischen Eigentümer, Schulen und Stadtverwaltung zu prüfen.“ (ska) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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