Tägliches Update

Trotz steigender Corona-Zahlen in München: Kirchweihdult findet statt - Aus für umstrittene Maßnahme jetzt offiziell

In Bayern gilt ab jetzt die Corona-Ampel, eine weitreichende Regel fällt jedoch. Für München gelten nach wie vor erhebliche Einschnitte.

  • Die Landeshauptstadt München wird seit Montagmorgen (12. Oktober) wieder offiziell als Corona-Hotspot geführt.
  • Angela Merkel und Markus Söder haben einschneidende Maßnahmen verkündet, eine „ungeliebte“ Verordnung läuft jedoch am Freitag (16. Oktober) aus.
  • Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.

Update vom 16. Oktober, 20.46 Uhr: Gebrannte Mandeln und eine Bratwurstsemmel: Möglich macht das trotz steigender Coronazahlen die Kirchweihdult. Mit einigen Einschränkungen findet die Kirchweihdult in München statt. Die Dult startet am morgigen Samstag auf dem Mariahilfplatz in der Au. Doch es herrschen besondere Hygieneregeln. So müssen Besucher auf dem Gelände einen Mund-Nasenschutz tragen. Und: Es dürfen sich maximal 500 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände befinden, wie das Stadtportal muenchen.de berichtet.

Der Marahilfplatz wurde dazu eingezäunt. Wurde die Höchstzahl erreicht, werden keine weiteren Gäste auf das Gelände gelassen. Vor kurzem hieß es noch, dass 1000 Menschen gleichzeitig die Kirchweihdult besuchen dürfen.

Coronavirus in München: Zahlen steigen weiter - vor allem entscheidende 7-Tage-Inzidienz steigt

Update vom 16. Oktober, 15.02 Uhr: In München wurden für Donnerstag, 15. Oktober, 153 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 13.170 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 11.407 Personen, die bereits genesen sind, sowie 233 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 57,7. Damit geht der Trend des wichtigen Inzidenz-Werts in München in Richtung 60. Dieser Trend war in den vergangenen Tagen bereits zu erkennen (zuletzt war er bei 54,6 und 52,15 gelegen.)

Update, 11.26 Uhr: Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Herrmann betonte, dass das Beherbergungsverbot aber weiter im „Instrumentenkasten“ für den Kampf gegen die Pandemie enthalten bleibe. Sollte es notwendig werden, könne es somit wieder angewendet werden. Dies sei derzeit aber auch weniger relevant, weil die Ferien in vielen besonders von der Pandemie betroffenen Regionen bereits wieder vorbei seien.

Update, 10.06 Uhr: In Bayern, und damit auch in München, will man sich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nun an dem Prinzip der aus Österreich entlehnten Corona-Ampel orientieren. So geben die Farben an, welchen 7-Tage-Inzidenzwert die jeweilige Stadt bzw. Landkreis gerade hat. Die beschlossenen Maßnahmen sollen ab Freitag (16. Oktober) oder spätestens Samstag (17. Oktober) gelten. 

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In Bayern will man sich zur Bekämpfung der Corona*-Pandemie nun an dem Prinzip der aus Österreich entlehnten Corona-Ampel* orientieren. So geben die Farben an, welchen 7-Tage-Inzidenzwert die jeweilige Stadt bzw. Landkreis gerade hat. Die beschlossenen Maßnahmen sollen ab Freitag (16. Oktober) oder spätestens Samstag (17. Oktober) gelten. Steht die Ampel auf Grün (Inzidenzwert unter 35): Es gilt eine Maskenpflicht in besonderen Bereichen wie beim Öffentlichen Nahverkehr oder in Gaststätten. Es muss auch ein Mund-Nasen-Schutz überall dort getragen werden, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Veranstaltungen mit 100 Personen in geschlossenen Räumen sowie mit 200 Menschen im Freien sind erlaubt. Steht die Ampel auf Gelb (Inzidenzwert ab 35): Dann gilt eine erweiterte Maskenpflicht. An stark frequentierten Plätzen (Fußgängerzonen, im Hörsaal einer Uni, am Arbeitsplatz) oder überall an Orten an denen man den nötigen Abstand nicht mehr wahren kann, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Außerdem gibt es eine Sperrstunde von 23 Uhr für gastronomische Betriebe. Damit einher geht ein Alkoholverkaufsverbot von Tankstellen sowie ein Konsumverbot auf öffentlichen Plätzen ab 23 Uhr. Zudem dürfen nur noch zehn Personen zu privaten Feiern oder Veranstaltungen zusammenkommen. In diesem Punkt geht Bayern über die Vorgaben aus Berlin hinaus. Steht die Ampel auf Rot (Inzidenzwert ab 50): Jetzt müssen auch Kinder in der Grundschule und im Hort einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bisher wurde das nur empfohlen. Das Alkoholverkaufsverbot bestehe dann natürlich weiterhin, so Söder. Lediglich die Sperrstunde werde um eine Stunde vorverlegt ‒ auf 22 Uhr. Damit schert Bayern ebenfalls ‒ im Vergleich zu den Berliner Beschlüssen ‒ aus. Private Feiern und Treffen werden nur noch mit fünf Personen aus zwei Haushalten möglich sein. Dabei sei es dann auch egal, ob man sich im öffentlichen oder privaten Bereich treffe, so der Ministerpräsident. Die Beschlüsse, welche die Bayerische Staatsregierung jetzt auf den Weg gebracht hat, gelten vorerst für vier Wochen. #corona #bayern #coronaampel #deinbayern #freistaatbayern #coronavirus

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Update, 17.33 Uhr: Gaststätten in München dürfen nach 22.00 Uhr wegen Corona vorerst weiter keinen Alkohol ausschenken. Das Verwaltungsgericht München wies am Donnerstag die Eilanträge zweier Restaurants gegen die entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt zurück. Die Regelung sei angesichts weiter steigender Infektionszahlen verhältnismäßig, argumentierte die Kammer.

Derweil zeigen sich in der bayerischen Landeshauptstadt Szenen, die deutlich machen, wie schwierig es im Alltag sein kann, die geltenden Regeln einzuhalten.

Coronavirus in München: Gericht entscheidet über Ausschankverbot in der Gastronomie

Die Anwälte der Restaurants hielten die Regelung der Stadt für rechtswidrig, da sie nicht zwischen unterschiedlichen Betrieben wie Speiserestaurants und Schankgaststätten differenziere. In einem Restaurant ändere sich um 22.00 Uhr nichts gegenüber einem früheren Zeitpunkt, da die Gäste weiter auf ihren Plätzen blieben.

Update vom 15. Oktober, 14.39 Uhr: Vor allem den privaten Feiersektor hat Markus Söder fest im Fokus. „Weil die Leute sich dort am wenigsten an Abstand und Maske halten“, erklärt er. Den ÖPNV, den Einzelhandel, Messen und Sport wolle man nicht verbieten, denn dort komme es nachweislich seltener zu Ansteckungen. Vorsichtmaßnahmen seien natürlich notwendig, Verbote aber nicht.

Auch Weihnachtsmärkte will Markus Söder nicht kategorisch ausschließen. Keiner werde so stattfinden, wie man es kennt. Doch man werde „ermöglichen, was geht.“ „Das Weihnachtsfest hängt sehr stark davon ab, wie konsequent wir jetzt sind“, spricht er den Menschen noch einmal ins Gewissen.

Update vom 15. Oktober, 14.31 Uhr: In zehn Tagen werden sich Bund und Länder wieder beraten. Deutschlandweit gebe es jetzt „Mindest-Maßnahmen“ erläutert Söder, „mehr kann man aber immer machen.“ Den Sprung, den er vorausgesagt habe, müsse nun wirklich jeder bemerkt haben und niemand können leugnen, dass das dieselben medizinischen Folgen wie in der ersten Welle haben wird.

Neue Corona-Regeln: München von Beschlüssen direkt betroffen - Rote Ampel für die Landeshauptstadt

Update vom 15. Oktober, 14.20 Uhr: „Wir machen nicht Maßnahmen für das ganze Land, sondern für die Regionen, in denen es notwendig ist“, ordnet Aiwanger die Beschlüsse und Regelung der Corona-Ampel ein. Auf München kommen aber wohl die denkbar strengsten Vorschriften zu. Aktuell liegt der Inzidenzwert in der Landeshauptstadt bei 54,6. Also über der kritischen Marke.

Update vom 15. Oktober, 14.17 Uhr: Jeder einzelne müsse sich nun einbringen und seinen Beitrag leisten, schließt Markus Söder, dann könne die Verbreitung des Virus auch unter Kontrolle gebracht werden. Damit übergibt er an Hubert Aiwanger.

Coronavirus: Markus Söder verkündet Beschlüsse für München - diese Regeln gelten jetzt

Update vom 15. Oktober, 14.12 Uhr: Ab einer Inzidenz von über 50 werden diese Regeln weiter verschärft. Die Sperrstunde beginnt dann bereits um 22 Uhr, außerdem tritt ab dieser Uhrzeit dann auch das Alkoholverbot ein. Private Feiern und Feste werden auf zwei Hausstände oder maximal fünf Personen beschränkt. Darüber hinaus gilt die Maskenpflicht dann auch in Grundschulen. „All das sind keine Kann- oder Soll-Vorschriften, sondern ein Muss“, mahnt Söder.

Update vom 15. Oktober, 14.07 Uhr: „Folgendes haben wir beschlossen: Die Ampel gilt jetzt“, beginnt Markus Söder die Ausführung der neuen Beschlüsse. Bei einem Inzidenzwert unter 35 ändert sich an den aktuellen Hygienebestimmungen nichts. Springt er darüber, greifen Verschärfungen.

In erster Linie wird in diesem Fall die Maskenpflicht merklich ausgeweitet. Sie gilt dann in Schulen, Universitäten und auch in Fußgängerzonen. Private Feiern sind ebenfalls betroffen. Maximal zehn Personen dürfen sich treffen. Ein Unterschied zwischen Treffen im öffentlichen Raum oder in Privatwohnungen wird nicht gemacht. Eine Sperrstunde gilt für Bars und Restaurants ab 23 Uhr. Diese Sperrstunde geht mit einem Alkoholverbot einher, das auch den Verkauf an Tankstellen beinhaltet.

Update vom 15. Oktober, 14.05 Uhr: „Die Bund-Länder-Konferenz war dringend nötig“, hält Markus Söder fest. Man habe sich auf einheitliches Handeln verständigt. Die „Werkzeuge“ seien die Corona-Ampel, private Feiern und das Thema Alkohol.

Update 15. Oktober, 14.00 Uhr: Die Pressekonferenz mit Markus Söder hat begonnen. Der Ministerpräsident vergleicht die aktuelle Situation mit dem Frühjahr. Die Zahlen und Entwicklungen sind ähnlich, doch wegen des anstehenden Wintereinbruchs beurteilt er die Lage als komplexer und durchaus gefährlicher.

Update 15. Oktober, 13.25 Uhr: 6638 Neuinfektionen erfasste das RKI am vergangenen Tag. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Vor allem in den deutschen Großstädten sind die Zahlen derzeit extrem hoch. So gilt auch die bayerische Landeshauptstadt zwischenzeitlich als Hotspot.

Die exponentielle Verbreitung des Virus müsse unbedingt gestoppt werden, mahnte Kanzlerin Angela Merkel eindringlich, „sonst wird das kein gutes Ende nehmen.“ Acht Stunden lang wurde in der Bund-Länder-Konferenz beraten und heute wird das bayerische Kabinett die Corona-Beschlüsse für den Freistaat präsentieren.

Um 14 Uhr startet die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, die wir hier natürlich später begleiten werden. Doch bereits vor den offiziellen Bekanntmachungen ist zu erahnen, dass die aktuelle Entwicklung unmittelbare und einschneidende Konsequenzen für Bayern und vor allem München haben wird. Markus Söder sprach bereits davon, ein zweiter Lockdown sei näher, als man es wahrhaben wolle (s. Update vom 14. Oktober, 22.24 Uhr).

Welche Maßnahmen stehen nun an? Konkret ist momentan von einer erweiterten Maskenpflicht, Sperrstunde und Personenbeschränkung auch bei privaten Feiern die Rede. Ausschlaggebend wird lokal die Inzidenzzahl sein. In München liegt dieser Wert momentan über der kritischen Marke von 50. Ab welchem Tag die neuen Beschlüsse, die sicherlich kommen werden, in Kraft treten sollen, wird die Öffentlichkeit wohl ebenfalls bei der Pressekonferenz erfahren.

Corona-Lage in München: Söder muss nach Merkel-Gipfel Entscheidungen treffen

Update 15. Oktober, 6.12 Uhr: Nach der kräftezehrenden Bund-Länder-Konferenz zum Kampf gegen die Corona-Krise will das bayerische Kabinett am Donnerstag die unmittelbaren Konsequenzen für Bayern beschließen. Es gehe nun darum, an einigen Stellen nachzuschärfen und die getroffenen Beschlüsse zu verankern, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am späten Mittwochabend nach den rund achtstündigen Beratungen von Bund und Ländern in Berlin.

Wegen der langen Dauer der Sitzung im Kanzleramt wurde die Sitzung des Ministerrates um zwei Stunden auf 12.00 Uhr nach hinten geschoben. Um 14.00 Uhr soll es dann eine Pressekonferenz in München geben.

München: Sperrstunde droht - Söder lässt bemerkenswerten Lockdown-Satz fallen

Update, 22.24 Uhr: Nach einem langen Verhandlungs-Marathon sind um 22.15 Uhr Kanzlerin Merkel (CSU), Berlins Bürgermeister Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) vor die Presse getreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die Runde mit mahnenden Worten. Das Wachstum, wie es aktuell in Deutschland stattfinde, sei bereits exponentiell. Man müsse jetzt handeln, um einen Lockdown zu verhindern.

Es werden in Corona-Hotspots Kontaktbeschränkungen sowohl draußen als auch drinnen verhängt. Zunächst werden Regeln für eine gewisse Zeitspanne getroffen, denn die aktuellen Zahlen spiegeln die Situation von vor zehn Tagen wider. Von Reisen, die nicht dringlich seien, wird abgeraten, sagt Merkel. Das gelte besonders für Risiko-Gebiete. Auch eine Sperrstunde (ab 23 Uhr) für die Gastronomie sei Teil der Maßnahmen, die für Hotspots getroffen wurde. Dies würde aktuell für München gelten.

Video: Der ganze Livestream zum Nachhören

Corona München: Nach Merkel-Marathon - Söder mit drastischen Worten zur aktuellen Lage

Auch Berlins Bürgermeister Müller beginnt seinen Teil mit mahnenden Worten. Es habe konstruktive, aber auch kontroverse Gespräche gegeben. Die Ergebnisse seien jedoch zufriedenstellt, so Müller. Wichtig sei, die geltenden Maßnahmen einzuhalten. Dies werde auch streng kontrolliert werden.

Dann ergreift Ministerpräsident Söder das Wort. „Wir sind dem zweiten Lockdown näher, als wir das vielleicht glauben“, so Söder. „Wir müssen das Bewusstsein schärfen, um das, was es eigentlich geht“. Ein zweiter Lockdown würde den Wohlstand Deutschlands fundamental schädigen. Deshalb sei es dringend nötig, was beschlossen wurde, umzusetzen. Corona zeige im Rest von Europa, dass es weiterhin gefährlich sei. Der CSU-Chef vermutet, dass die Situation sogar schlimmer als im Frühjahr sein könnte. „Es steht unglaublich viel auf dem Spiel“, so Söder. Damit sind die Statements der Politiker beendet.

19.51 Uhr: In Berlin wird aktuell weiter im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz um die neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland gerungen. Eigentlich war eine Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den heutigen Nachmittag geplant - noch sind die Politiker jedoch nicht vor die Presse getreten.

München bald von drastischen Maßnahmen betroffen? Merkel-Infos durchgesickert

Doch schon jetzt sind erste Informationen durchgesickert, die auch für München von Bedeutung sind. So sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen, wenn der Inzidenzwert in der Region über 50 liegt. Habe diese Regelung nicht den gewünschten Effekt, solle er auf fünf Personen oder Angehörige zweier Hausstände eingeschränkt werden. Allerdings stehe der finale Beschluss des Konzepts noch aus. Das berichtet bild.de. Weiter heißt es, dass bei einem Inzidenz-Wert von 50 eine Sperrstunde ab 23 Uhr gelten soll. Damit wäre München aktuell von dieser neuen Maßnahme betroffen.

Die Verhandlungen der Politiker laufen im Augenblick weiter. Mit einem Ende ist vor 21 nicht zu rechnen.

15.10 Uhr: Inzwischen ist auch die offizielle Verkündung der Stadt da. In Sachen 7-Tage-Inzidenz gleicht sich diese mit der RKI-Meldung vom Morgen (siehe Update von 9.48 Uhr). Für den gestrigen Dienstag wurden in der Landeshauptstadt offiziell 153 neue Coronavirus-Fälle bestätigt, die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 1,11.

Update 14. Oktober, 9.48 Uhr: Nach Tagen des Anstiegs mal wieder ein leichter Rückgang: Am Morgen beziffert das Robert-Koch-Institut (RKI) den Inzidenzwert in München auf 52,1 (Vortag 53,7). Damit bewegt sich die Landeshauptstadt jedoch weiterhin über dem festgelegten „Grenzwert“ 50.

Corona-Lage in München weiter brisant - Wirte reagieren sauer auf neue Maßnahmen

Update 13. Oktober, 20.20 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter. Deshalb verschärft die Stadt ab Mittwoch (14. Oktober) die Regeln deutlich. Zu den Maßnahmen gehört, dass man in der Fußgängerzone auch im Freien Masken tragen muss. Und: Ab 22 Uhr dürfen Wirte keinen Alkohol mehr ausschenken. Regeln, mit denen die Politik das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen will. Und Regeln, die Vertreter betroffener Branchen in Rage bringen!

Zu denjenigen, die weiter um ihre Existenz kämpfen müssen, gehören die Wirte und Hoteliers. „Durch die gestrigen Verordnungen, die vornehmlich die Gastronomie betreffen, haben unsere über 1200 Mitgliedsbetriebe viele Fragen“, heißt es in einem offenen Brief des Hotel- und Gaststättenverbands – unterzeichnet unter anderen von Nockherberg-Wirt Christian Schottenhamel. Gefragt wird etwa, warum die Maßnahmen vornehmlich diese Branche betreffen – in der sich nachweislich nur wenige Menschen anstecken würden. Gaststätten könnten durch Hygiene-Konzepte mehr Sicherheit bieten als private Partys.

Wenig Verständnis hat auch das Traditionsgeschäft Leder Fischer in der Fußgängerzone. Mit der Maskenpflicht im Freien „schadet die Landeshauptstadt dem Tourismus, dem Handel und der Gastronomie sehr“, schimpft Geschäftsführer Nikolaus Neusiedl. Und stellt infrage, dass man sich draußen überhaupt anstecken kann.

Corona in München: Inzidenzwert liegt erneut über der 50er-Marke

Update 13. Oktober, 15.27 Uhr: Für den gestrigen Montag wurden in München 104 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt auch LGL-Daten bei 53,70.

Update 13. Oktober, 13.24 Uhr: Im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Krise sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die kommenden vier Wochen entscheidend für Deutschland. „Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen“, sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung der Landesregierung in München.

Update 13. Oktober, 10.54 Uhr: Aufgrund der Pandemie-Entwicklung in der Isar-Metropole hat die Messe München die Expo Real abgesagt. Immer mehr Teilnehmer und Referenten hatten offenbar ihren Besuch auf Europas größter Immobilienmesse gecancelt. Die Expo Real hätte morgen und übermorgen stattfinden sollen.

Corona-Krise: Messe München sagt Expo Real ab

Pläne, das Treffen digital abzuhalten, sind vom Tisch. Messe-Geschäftsführer Klaus Dittrich sprach von einer harten Entscheidung, das diskutiert Konzept jedoch wäre seiner Ansicht nach „kein Treffpunkt für die Immobilienbranche geworden und damit den eigenen Ansprüchen nicht gerecht“.

Update 13. Oktober, 10.17 Uhr: Auf einer Pressekonferenz in München wird sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch zur Corona-Lage in der Isar-Metropole äußern. Wir begleiten das Statement im Live-Ticker.

Update 13. Oktober, 8.55 Uhr: Der Inzidenzwert für München ist im Vergleich zu gestern weiter in die Höhe geklettert. Aktuell beläuft sich dieser laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf 53,7. Allerdings findet die Berechnung wohl immer noch auf Grundlage einer zu niedrigen Einwohnerzahl statt.

Corona München: Inzidenzwert über 50 - Stadt gilt offiziell als Risikogebiet

14.34 Uhr: Was nach der RKI-Verkündung am Morgen bereits bekannt war, hat die Stadt nun noch einmal mitgeteilt. Aktuell wird in München der Warnwert 50 in Sachen Inzidenz leicht überschritten. Für den gestrigen Sonntag wurden insgesamt 54 neue Coronavirus-Fälle bestätigt.

13.22 Uhr: Inzwischen ist offiziell bestätigt, dass die Corona-Regeln in der Landeshauptstadt wieder verschärft werden.

München: Reiter-Stab beschließt Corona-Maßnahmen

Zu den bereits erwähnten Neuerungen (Update von 11.15 Uhr) gesellt sich folgende: Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter hat beschlossen, die Maskenpflicht in der Fußgängerzone (von 9 bis 23 Uhr, einschließlich Schützenstraße, Stachus und Marienplatz sowie der Sendlinger Straße mit Sendlinger-Tor-Platz) und auf dem Viktualienmarkt erneut in Kraft zu setzen.

Zusätzlich gilt, wie an den vergangenen Wochenenden, von Freitagabend bis Sonntagfrüh ein Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr und zum Konsum im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages an den bekannten Hotspots (Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke).

München wieder Corona-Hotspot - diese Regeln gelten ab Mittwoch

  • Alkohol-Ausschankverbot in Gaststätten (ab 22 Uhr)
  • Maskenpflicht in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt (9 bis 23 Uhr)
  • Treffen im privaten und öffentlichen Raum nur noch für bis zu fünf Personen/eigenen Hausstand/Verwandte in gerader Linie
  • Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen auf 25 (drinnen) bzw. 50 (draußen) beschränkt
  • Nächtliches Alkoholverkaufs- und Konsumverbot an städtischen Hotspots (Freitagabend bis Sonntagfrüh)

Corona München: Alkohol-Ausschankverbot kommt - das gilt für Feiern

Update 12. Oktober, 11.15 Uhr: Jetzt stehen weitreichende Maßnahmen ins Haus. In der Landeshauptstadt ist ein Alkohol-Ausschankverbot in Gaststätten ab 22 Uhr geplant, eine offizielle Sperrstunde offenbar nicht. Im Zuge vorheriger Verschärfungen war der Alkoholkonsum bereits eingeschränkt worden, Wirtshäuser waren bislang nicht betroffen.

Gültigkeit soll die neue Regelung bereits ab Mittwoch (0 Uhr) besitzen. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Rathaus blieb zunächst aus.

Ergänzend soll die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern wieder auf 50 (bislang 100) und Gruppengrößen im öffentlichen Raum wieder auf 5 Personen (bislang 10) begrenzt werden.

München: Reiter und Behörden beraten über Corona-Regeln

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) besprach sich am Montagvormittag mit den beteiligten Behörden. Im Laufe des Tages wird ein offizielles Statement erwartet.

Corona München: Inzidenzwert über 50 - Isar-Metropole schon wieder „Hotspot“

Ursprungsmeldung:

München - Die Stadt München hat in der Corona-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.

Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen (12. Oktober) hervorgeht, liegt der Wert bei 50,6 (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter laut RKI in der Landeshauptstadt München insgesamt 12.592 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

München erneut Corona-Hotspot: Grenzwert überschritten - Diese Regeln gelten aktuell

München hatte bereits den Corona-Warnwert überschritten und in der Folge verschärfte Corona-Regeln umgesetzt. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet.

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Im Zuge der Verschärfung war auch der Alkoholkonsum eingeschränkt worden. (lks) Ministerpräsident Söder hat derweil im TV eine Corona-Prognose für die nächsten Monate gegeben.

Rubriklistenbild: © Astrid Schmidhuber

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