Allein 40 Tote in der Vorwoche

40 Tote in einer Woche: In Münchens Altenheimen gelten über Weihnachten superstrenge Regeln

Das Coronavirus lässt die Stadt nicht zur Ruhe kommen. Nun gilt eine neue Regel für die Altenheime: Nur noch mit negativem Testergebnis kann man dort Bewohner besuchen.

  • München* bereitet sich auf ein ganz besonderes Weihnachtsfest vor.
  • Wegen Corona* ist in diesem Jahr vieles anders als sonst. Die zweite Welle* trifft die Stadt hart.
  • In Punkto Altenheime gibt es nun eine neue Regel: Zum Besuchen braucht es ein negatives Testergebnis.
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München - Besuche in den Münchner Alten- und Pflegeheimen sowie in Behinderteneinrichtungen sind ab Dienstag nur noch mit einem negativen tagesaktuellen Antigen-Schnelltest oder einem maximal 48 Stunden alten PCR-Test möglich.

Altenheime sind besonders von Corona betroffen. (Archivfoto)

Damit reagiert die Stadt auf den anhaltend hohen Corona-Inzidenzwert. Dieser war zwischenzeitlich auf über 300 angestiegen. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 294,4.

OB Reiter: „Wir müssen Verantwortung übernehmen“

OB Dieter Reiter (SPD) ermahnte am Montag alle Bürger, die Ihre Liebsten an Weihnachten besuchen wollen, zur Vorsicht. „Wir alle müssen angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens in unserer Stadt Verantwortung übernehmen, dass nicht ausgerechnet das Fest der Familie zu weiteren tödlichen Ausbrüchen in unseren Alten- und Pflegeheimen führt“, sagte er.

5193 Bewohner leben derzeit in von Corona-Ausbrüchen betroffenen Heimen, 150 davon sind positiv. In der Vorwoche starben in den Heimen 32 Bewohner an Covid-19, zusätzlich acht in Krankenhäusern. - kv - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Umfrage: Wie erleben Sie die Corona-Pandemie?

Wie verändern sich Ihr Wohlbefinden, Ihre sozialen Kontakte, Ihre Arbeitssituation? In einer groß angelegten Studie will das gemeinnützige Forschungsinstitut ISDC herausfinden, was die Pandemie sozial, psychologisch und ökonomisch für uns bedeutet. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können bei dieser Befragung mitmachen – und dabei gewinnen: Unter allen Teilnehmenden im Dezember verlost das ISDC zehn Einkaufsgutscheine im Wert von je 50 Euro. Die Umfrage dauert circa 15 Minuten. Alle Daten werden streng vertraulich behandelt. Nach Abschluss der Studie werden wir über die Ergebnisse aus den unterschiedlichen Stadtvierteln und Landkreisen berichten.
Die Teilnahme ist nur online möglich unter dem Link: www.lifewithcorona.org/mm-tz
Das International Security and Devolopment Center (ISDC) in Berlin befasst sich seit Jahren mit den Auswirkungen von Krisen in unterschiedlichen Staaten und Regionen auf die Bevölkerung. So forscht das Institut in Entwicklungsländern, aber auch die Folgen des Terrors vom 11. September wurden so untersucht. Jetzt interessiert die Wissenschaftler insbesondere, welche Auswirkungen unterschiedliche Lebenssituationen, etwa in der Großstadt oder auf dem Land, auf den Umgang der Menschen mit der Pandemie haben. Helfen Sie mit, liebe Leserinnen und Leser, mehr darüber herauszufinden!

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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