Corona-Patientenzahl verdoppelt

Drastische Maßnahme: Besuchsverbot in München Klinik - Wegen Corona sperren die Krankenhäuser Gäste aus

Die München Klinik Schwabing.
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Die München Klinik Schwabing.

Risikominimierung ist angesagt: Weil die Corona-Zahlen in München steigen, hat die München Klinik bei ihren fünf Standorten ein Besucherverbot veranlasst.

  • München ist aktuell Corona-Hotspot.
  • Die München Klinik hat daher ein Besuchsverbot für ihre Patienten veranlasst.
  • Die Gesellschaft müsse gemeinsam die Schwächeren vor den Viren schützen, so der Chefarzt.

München - An den fünf Standorten der München* Klinik gilt ab Montag ein Besuchsverbot. Die Geschäftsführung reagiert damit auf die aktuell hohe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus. Sofern die 7-Tage-Inzidenz wieder unter den Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sinke, werde das Besuchsverbot wieder schrittweise gelockert, heißt es in einer Mitteilung. Am Freitag lag der Inzidenzwert in München bei 57,7.

Der maximal mögliche Schutz von Mitarbeitern und Patienten habe höchste Priorität, teilt die München Klinik mit. Ausnahmebesuche sind allerdings möglich. Diese betreffen minderjährige Patienten oder Geburten. Weitere Ausnahmen seien in besonderen gesundheitlichen Situationen oder nach Absprache denkbar. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in Schwabing, erklärt: „Wir beobachten die aktuellen Infektionszahlen mit Sorge. Zusätzlich hat bald mit der Influenza eine weitere Infektionskrankheit Saison, die insbesondere bei Risikogruppen schwer verlaufen kann.“ Es sei wichtig, dass Patienten im Krankenhaus unter maximal möglichen Sicherheitsvorkehrungen genesen könnten. Die Gesellschaft müsse gemeinsam die Schwächeren vor den Viren schützen, sagt Wendtner. Hygiene- und Abstandsregeln sollten daher konsequent befolgt werden.

Doppelt so viele Corona-Patienten in Münchner Krankenhäusern wie vor vier Wochen

Unterdessen ist die Lage in den Münchner Krankenhäusern weiterhin einigermaßen entspannt. In der München Klinik werden aktuell zwar 31 Covid-19-Patienten versorgt und damit doppelt so viele wie noch vor vier Wochen. Allerdings liegen nur zwei Personen auf der Intensivstation. Vor einem Monat waren es vier. Ähnlich sieht es an den beiden Standorten des LMU Klinikums und dem TU-Klinikum rechts der Isar aus.

Zusammen genommen sind dort zwölf Covid-19-Patienten in Behandlung, davon fünf auf der Intensivstation. Damit ist der aktuelle Stand der Intensivpatienten nicht höher als im Hochsommer, als es weitaus weniger Corona-Infizierte gab. Zur Hochphase der Corona-Krise Mitte April mussten in der München Klinik, in Großhadern und rechts der Isar rund 350 Covid-19-Patienten versorgt werden, also fast zehn Mal so viele wie derzeit. KLAUS VICK

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