Auch das Winter-Tollwood trifft es

Corona in München: Pandemie-Konzept für die Katz - OB Reiter untersagt alle Weihnachtsmärkte

Nächtliche Luftansicht auf den Christkindlmarkt auf dem Marienplatz München im Jahr 2016.
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Aus der Zauber: In der Corona-Pandemie werden in München keine Christkindlmärkte wie hier auf dem Marienplatz (Archivbild) stattfinden.

Bis zuletzt wurde überlegt, wie es doch noch geht - aber es geht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wohl doch nicht: Christkindlmärkte wird es im Advent 2020 in München nicht geben.

  • München verbietet für 2020 stadtweit alle Christkindlmärkte.
  • Grund sind die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen.
  • Das Verbot betrifft auch andere Märkte wie das Winter-Tollwood.

München - In München wird es in diesem Winter gar keine Christkindlmärkte geben. Das hat der städtische Krisenstab am Freitagnachmittag entschieden. Damit haben OB Dieter Reiter (SPD) und die Rathaus-Spitze nicht nur den großen Christkindlmarkt in der Fußgängerzone abgesagt – sondern auch alle privaten Märkte. Grund für die Absage ist die Corona-Pandemie mit stetig steigenden Infektionszahlen. Die Stadt meldete zuletzt 348 neue Fälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 129,8.

Christkindlmärkte-Absage wegen Coronavirus in München - trotz Pandemie-Konzept

Die Entscheidung war bereits vor der Sitzung des Krisenstabs erwartet worden, zumal schon einige Veranstaltungen abgesagt worden waren. So fällt der traditionelle Nürnberger Markt ebenso aus wie das Winter-Tollwood. Die Weihnachtsmärkte in Pasing, am Flughafen und am Chinesischen Turm waren ebenfalls schon gestrichen worden.

Die Stadt hatte trotz der steigenden Zahlen versucht, mit einem eigenen Corona-Konzept den Markt auf dem Marienplatz sicherzustellen.

Mehr dazu im Video: München verlängert- Ziehen die anderen Weihnachtsmärkte jetzt nach?

Demnach hätte er am 23. November beginnen sollen. Die Beschicker hätten die Möglichkeit gehabt, freiwillig bis 10. Januar zu verlängern. Die Fläche des beliebten Weihnachtsmarkts wäre vergrößert worden, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Der Markt hätte sich vom Alten Rathaus bis zum Stachus und vom Sendlinger Tor bis zur Diener- und Weinstraße erstreckt.

Zuletzt war überlegt worden, den Markt mehr aufzuteilen, von Standorten am Marienplatz, der Theresienwiese und dem Mariahilfplatz war die Rede. Außerdem hätte es – analog zur Kirchweihdult – Zutrittsbeschränkungen gegeben. Das alles ist jetzt obsolet. Aus der Zauber! *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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