Nach Entscheidung des Kabinetts

Münchner XXL-Christkindlmarkt könnte erstmals stattfinden: Noch unklar, was die neue Verordnung hergibt

Auf dieses Panorama werden die Münchner 2020 verzichten müssen: Der Christkindlmarkt in München ist wegen Corona abgesagt.
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Auf dieses Panorama hatten die Münchner 2020 verzichten müssen: Der Christkindlmarkt in München war wegen Corona abgesagt worden.,

Weihnachts- und Christkindlmärkte sollen wieder möglich sein, sofern sich die Infektionslage nicht wesentlich verschlechtert. In München könnte der XXL-Christkindlmarkt starten.

München - Strahlender Sonnenschein, ein bislang milder Start in den Oktober: Da denkt noch niemand an Weihnachten – außer die Stadt. Die informiert nun sukzessive die Bezirksausschüsse über den Christkindlmarkt. Und der soll so stattfinden, wie er im Vorjahr vom Stadtrat beschlossen wurde – bevor ihn die Stadt wegen Corona absagen musste.

Der Markt am Marienplatz in München* wird vom 22. November bis 9. Januar stattfinden – und damit sieben Wochen dauern. 2019 waren es vier Wochen. Der längere Zeitraum soll die Einnahmeausfälle der Beschicker durch die vielen abgesagten Märkte ein wenig auffangen. Die etwa Beschicker wiederum können aber selbst entscheiden, ob sie ihr Angebot bis in den Januar hinein aufrecht erhalten wollen.

Christkindlmarkt München: Marktfläche wird größer

Auch die Marktfläche wird größer, damit sich die Besucher nicht so eng auf dem Marienplatz drängen. Der neue Markt reicht vom Marienplatz über die Neuhauser Straße bis zum Karlstor und in die Sendlinger Straße. Außerdem soll das Standgeld für die Betreiber reduziert, die Tollwood-Fläche vergrößert werden. All das setzt freilich voraus, dass Christkindlmärkte heuer überhaupt stattfinden können. Heißt: Eine Absage wegen Corona* ist noch möglich.

Für die Durchführung braucht es Hygienekonzepte. So ist vorgesehen, zwischen den Ständen und auf den Wegen Abstände von mindestens fünf bis zehn Metern einzuhalten. Um das zu gewährleisten, muss die Anzahl der sechs Meter breiten Buden am Marienplatz reduziert werden, stattdessen soll es mehr Vier-Meter-Buden geben.

Wirtschaftsreferent Baumgärtner will abgesperrte Bereiche vermeiden

Stände mit Alkoholausschank sollen abgegrenzte Bereiche mit Stehtischen erhalten. Der Zutritt erfolgt nach der 3G-Regel. Die übrigen Bereiche sollen aber frei zugänglich sein. „Wir würden die abgezäunten Bereiche gerne vermeiden“, sagt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). Man müsse schauen, ob die neue Verordnung das hergebe.

Wie es mit den privaten Märkten in diesem Jahr weitergeht, steht derweil noch nicht fest. Die Stadt muss dazu noch Gespräche führen. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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