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Ausschank-Verbot in München: Beliebtes Lokal zieht Reißleine - „Lässt uns leider keine andere Wahl“

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In der Corona-Pandemie im Fokus: die Gastronomie. (Symbolbild)
In der Corona-Pandemie im Fokus: die Gastronomie. (Symbolbild) © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Streik bei Kult-Bar: Die neuen Corona-Maßnahmen in München zeigen schon ab dem ersten Tag negative Auswirkungen auf die Gastronomie. Werden weitere folgen?

München - Wegen steigender Infektionszahlen gibt es seit Mittwoch, dem 14. Oktober, neue Corona-Regeln für München. Die umstrittenste davon ist wohl das Ausschankverbot von Alkohol ab 22 Uhr. Alle Regeln gelten vorerst bis zum 27. Oktober um 24 Uhr.

München: Generelles Ausschankverbot für Alkohol wegen Corona sorgt für gemischte Gemüter

Neu ist das generelle Ausschankverbot von Alkohol am 22 Uhr an jedem Tag der Woche. Während sich einige Gastronomen vor der Hintergrund der neuen Corona-Regeln zuversichtlich zeigen, mussten andere unter dem Druck der Corona-Auswirkungen bereits radikale Entscheidungen treffen.

Vor dem Corona-Aus? Vor allem Gastronomie und Tourismus in München leiden unter der Pandemie

Wegen der Pandemie verkündete unter anderem das Kult-Hotel Anna am Stachus das endgültige Corona-Aus: Es wird zum Ende des Jahres schließen. Nicht das erste Unternehmen, dass wegen der Corona-Krise aufhören muss.

Ähnlich erging es dem Traditionslokal Donisl am Marienplatz in München - auch dort hatte Corona zugeschlagen. Das Lokal wurde erst vor einigen Jahren aufwändig saniert. Nun kam es auch hier zum Virus-Drama, denn das Donisl musste endgültig geschlossen werden.

Corona-Regeln in München: Kult-Pub trifft radikale Entscheidung - Werden weitere folgen?

Eine Kult-Bar zog bereits vor dem Eintreten der Corona-Regeln jetzt die Reißleine. Der Pub „Maxe Belle Spitz“ entschied sich für einen radikalen Weg - und schließt das Geschäft bis mindestens 27. Oktober. So lange sollen die neuen Maßnahmen vorerst gelten.

Auf Facebook weist der Pub aus dem Herzen Münchens auf die Lage der Gastronomen hin und kritisiert die Politik scharf: „Anstatt sich aber längerfristige, konstruktive Konzepte und gangbare Wege für ein zumindest mittelfristiges (lebenswertes-) Leben trotz- und mit der Pandemie zu überlegen [...], nimmt man die Gastronomie als liebgewonnenen Prügelknaben.“

Der Wirt von „Maxe Belle Spitz“ bezieht sich auf die steigenden Infektionszahlen, die bereits seit längerem prognostiziert werden und die fragwürdige Rolle, die der Gastronomie bei ihrem Anstieg zugeschrieben wird. Ob die Bar von Wirt Max die letzte ist, die wegen Corona die Reißleine zieht, bleibt zu hoffen - aber nicht zu erwarten. (jey)

Video: Diese neuen Corona-Regeln gelten ab dem 14. Oktober in München

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