Kampf gegen Corona im Impfzentrum

Impf-Start in Riem nach sieben langen Wochen: 100-Jährige unter den Ersten - Stadt bietet besonderen Service an

Die 100jährige Anneliese Hönig war eine der ersten, die die Impfung erhalten haben. Unterstützend dabei ist ihre Tochter Eva-Maria Sebastian.
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Die 100jährige Anneliese Hönig war eine der ersten, die die Impfung erhalten haben. Unterstützend dabei ist ihre Tochter Eva-Maria Sebastian.

Endlich wird geimpft! Das Impfzentrum in München-Riem hat seinen Betrieb aufgenommen. Einige hochbetagte Münchner bekamen als erstes die Spritze.

Corona in München: Impfen in Messehalle hat begonnen - Stadt bietet Shuttle-Service an

Update vom 5. Februar, 13.18 Uhr: Diese Woche ging es also in München los. Die ersten Impfungen im neuen Zentrum in der Riemer Messehalle sind erfolgt. Um die Anfahrt für alle Menschen zu erleichtern, hat die Stadt München jetzt einen kostenlosen Bus-Shuttle-Service eingerichtet. Ab kommenden Montag, 8. Februar, fährt die MVG-Sonderlinie 99 von der U2-Haltestelle Messestadt West (Willy-Brandt-Platz, Höhe Lift) über die U2-Haltestelle Messestadt Ost (Haltestelle der Buslinie X400 Richtung Parsdorf) zum Impfzentrum, Messehalle C3 (Eingang Nord). Die Sonderlinie 99 „Impfzentrum“ fährt täglich von 8.30 bis 18.30 Uhr.
An diesem Wochenende fährt noch – wie in den letzten Tagen – ein Shuttle-Service des Impfzentrums die beiden U-Bahnhöfe Messestadt Ost und West an.

Geimpft werden weiter ausschließlich Menschen, die sich über das offizielle Impfportal vereinbart haben. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Erstmeldung vom 3. Februar 2021

München - Was lange währt, macht endlich pieks… Seit Mittwoch ist das Münchner* Impfzentrum in Betrieb – sieben Wochen nachdem die Stadt die Riemer Messehalle C3 für die Medizin-Nutzung bereitgestellt hatte. Weil zu wenig Impfstoff da war, blieb die Halle erst mal leer, es waren lediglich mobile Impf-Teams in Altersheimen und Kliniken unterwegs. Jetzt endlich geht’s auch in Riem los: Am Mittwoch bekamen die ersten Münchner der höchsten Risikogruppe vor Ort in der Messe die Spritze.

Coronavirus: 120.000 Münchner gehören zur höchsten Prioritätsstufe

Bis einschließlich Donnerstag wurden insgesamt 450 Termine freigeschaltet. Am Wochenende werden dann die Erst- und Zweitimpfungen von medizinischem Personal fortgesetzt. Wie viele Impftermine in der kommenden Woche vergeben werden können, hängt von der Anzahl der verfügbaren Impfdosen ab – und die steht jetzt noch nicht fest.

Die Ersten Geimpften in Riem sind hochbetagt – es sind Menschen um die 100 Jahre. Hintergrund: Für Senioren ist das Coronavirus* besonders gefährlich. Und weil noch nicht genügend Impfstoff für alle zur Verfügung steht, werden zunächst nur Personen der höchsten Prioritätsstufe geimpft (Neben den Über-80-Jährigen gehört dazu medizinisches und pflegerisches Personal, das durch die Arbeit besonders stark gefährdet ist). Insgesamt fallen in München rund 120.000 Menschen in diese höchste Prioritätsstufe.

100-Jährige unter den ersten Geimpften - „Ein gutes Gefühl“

Unter den ersten Gepieksten in Riem war am Mittwoch Anneliese Hönig (100). Die Seniorin, die mit ihrer Tochter zur Messe gekommen war, freut sich: „Geimpft zu sein, ist schon ein gutes Gefühl. Es gibt ein bisschen Sicherheit. Ich habe Enkelkinder – mit denen möchte ich endlich wieder spielen. Und auch mit meinen Kindern möchte ich unbeschwert Zeit verbringen. Dem bin ich jetzt einen Schritt näher gekommen. Hier im Impfzentrum hat alles gut funktioniert: Ich bin gleich drangekommen. Um 14.15 Uhr hatte ich meinen Termin, ich war pünktlich hier und alles ging zackzack.“

Wichtig für alle Münchner, die jetzt ebenfalls zackzack den Anti-Corona-Pieks in Riem möchten: Das klappt nur mit Termin! Wie Sie den bekommen, erfahren Sie hier:

München: So bekommen Sie einen Impf-Termin in Riem

Wer in Riem geimpft werden will (aktuell kommen nur Über-80-Jährige dran), muss sich im Internet unter ­impfzentren.bayern registrieren. Wenn genug Impfstoff da ist, schaltet das Impfzentrum Termine frei – die Reihenfolge wird entsprechend der Prioritäten-Listen bestimmt.

Das Portal versendet dann Aufforderungen zur Terminvereinbarung. Wer über 80 ist und kein Internet hat, kann sich telefonisch unter 089/90 429 2222 (8 bis 18 Uhr) registrieren lassen. Die Aufforderung zur Terminvereinbarung kommt per Brief – erst dann kann man über das Impf-Telefon den Termin ausmachen. - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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