Corona-News-Ticker

Zweiter Lockdown in München? Dutzende Kitas geschlossen - Stadt stellt neuen Corona-Notfallplan vor

In München steigt die Zahl der Corona-Fälle. Ein wichtiger Grenzwert droht überschritten zu werden. Bleiben die Schulen und Kitas offen? Die Stadt stellt jetzt einen neuen Corona-Notfallplan vor.

  • In München hat Ministerpräsident Markus Söder die neue Corona-Strategie des Freistaats erklärt.
  • Die neuen Corona-Fälle in München entwickeln sich dynamisch. Der Krisenstab der Stadt hat jetzt einen neuen Notfallplan mit Blick auf Schulen und Kitas vorgestellt.
  • Die Verwaltung bereitet sich angesichts des Inzidenz-Wertes auf einen neuerlichen Lockdown vor.

+++Dieser München Corona-Ticker ist beendet. Hier halten wir Sie jetzt über alle wichtigsten Entwicklungen auf dem Laufenden++++

Update 14. September, 21.35 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt – laut Kultusministerium von 66 am Freitag auf 135 am Montag. Was passiert mit Schulen und Kitas, wenn die Infektionen weiter steigen, fragen sich Eltern und Kinder. Ist dann wieder alles dicht? Die Stadtspitze stellte am Montag ihren Plan vor. Der Tenor: Schließen? Nicht unbedingt!

OB Dieter Reiter (SPD) sagte: „Der leichte Rückgang der Inzidenzzahl verschafft uns ein wenig Luft und ich hoffe, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Sicher ist das aber leider nicht. Deshalb haben wir im heutigen Krisenstab der Stadt das weitere Vorgehen für den Fall eines Anstiegs der Infektionen besprochen. Es bestand Einigkeit, auch nach Rücksprache mit unserem Gesundheitsreferat, weiter mit Augenmaß vorzugehen.“ 

Coronavirus in München: Das plant München für Schulen und Kitas

Der Rathaus-Chef stellte klar, dass es selbst bei einer Inzidenz von 50 oder etwas darüber keinen Automatismus für Maßnahmen wie etwa die Schließung von Schulen und Kindergärten geben werde. „Vielmehr versuchen wir, natürlich im Hinblick auf die vom Freistaat vorgegebenen Regeln, den Schul- und Kitabetrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Mir ist bewusst, wie sehr gerade Familien unter der Situation leiden“, sagte Reiter. 

Damit entspricht die Stadt auch einer Forderung der Initiative „Familien in der Krise“. Diese ist sehr besorgt darüber, dass die Stadt nach dem derzeitigen 3-Stufen-Plan wieder zu einer Notbetreuung zurückkehren könnte, womit ein Großteil der Kita-Kinder wieder komplett von Bildung und sozialer Teilhabe ausgeschlossen wäre. Die Gefahr, dass die vom Land definierten Grenzwerte schnell erreicht werden, bestehe vor allem jetzt, da Reiserückkehrer getestet werden.

Reiter versprach, die Stadt werde sich genau ansehen, wo sich Menschen ansteckten, ob es hauptsächlich Reise-Rückkehrer sind oder Personen, die sich hier in der Stadt infiziert haben. „Wichtig ist, zu prüfen, ob sich Infektionsketten nachvollziehen lassen. Das ist natürlich im Schul- und Kitabetrieb deutlich einfacher als bei Ansteckungen im öffentlichen Raum. Aber auch hier sehe ich für den Moment keinen weiteren Handlungsbedarf.“

Klettert der Inzidenz-Wert über 50, sieht die bayerische Staatsregierung unter anderem Klassenteilungen, Home-Schooling und Kita-Notbetreuung vor. Die Entscheidung darüber liegt aber bei der Kommune. Laut offiziellem Stadtportal sind bereits 27 Kitas und Kindertagespflegestellen vom Gesundheitsamt geschlossen. Auch an einigen Münchner Schulen sind erste Corona-Fälle bekannt (siehe Update vom 13. September). Allerdings ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Montag übrigens gesunken. Er liegt bei 39,62.

Update 14. September, 19.21 Uhr: Wegen Corona fällt das Oktoberfest 2020 aus. Die Stadt München fürchtet jetzt „Anstich“-Partys auf der Theresienwiese. Wiesn-Fans hätten sich schon in den sozialen Netzwerken verabredet. Ein Alkoholverbot wird diskutiert, doch der Opposition genügt das noch lange nicht.

Update 14. September, 10.16 Uhr: In München will Ministerpräsident Söder heute Mittag über neue Corona-Maßnahmen informieren. Zuvor hatte eine Krisensitzung des Kabinetts stattgefunden.

Corona in München: Neue Zahlen machen Hoffnung - sollten jedoch mit Vorsicht betrachtet werden

Update vom 13. September, 20.09 Uhr: In München kam der 7-Tage-Inzidenzwert der kritischen Marke von 50 sehr nahe. Aktuellste Zahlen lassen jedoch erkennen, dass - zumindest jetzt - dieser Wert wohl nicht erreicht wird. Unabhängig davon gibt es einzelne Corona-Schließungen in München. Laut dem Stadtportal sind aktuell Gruppen in 27 Kitas und Kindertagespflegestellen vom Gesundheitsamt geschlossen worden. Auch an einigen Schulen gibt es neue Corona-Fälle, beispielsweise zwei am Maximiliansgymnasium. Das Gisela-Gymnasium hat beim Tropeninstitut der LMU ein eigenes Testkontingent für Schüler organisiert. 

Anmerkung der Redaktion: Zunächst hieß es in unserer Darstellung fälschlicherweise, dass es auch am Wilhelmsgymnasium im Lehel einen bestätigten Corona-Fall gibt. Der entsprechende Absatz wurde aus dem Text entfernt.

Update vom 13. September, 13.50 Uhr: Gute Nachrichten durch die täglich von der Stadt München veröffentlichten Corona-Fallzahlen. Am Samstag wurden in München 58 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sinkt die Zahl der Neuinfizierten weiter (Vortag: 74). Die Reproduktionszahl ist ebenfalls erneut gesunken und liegt nun bei 0,94 (Vortag: 1,02). Damit liegt der Wert nun erstmals wieder unter 1. Dies war zuletzt Ende August der Fall. Damit setzt sich der Trend sinkender Werte in München fort. Im Vergleich zum Freitag bleibt der 7-Tage-Inzidenzwert allerdings gleich bei 43,42.

Zwar sind die neu gemeldeten Infektionszahlen niedriger als an den letzten Wochentagen. Einen Trend sollte man daraus aber noch nicht ableiten und die Zahlen eher mit Vorsicht genießen. Schließlich werden an den Wochenendtagen seit Beginn der Pandemie oftmals weniger Fälle vermeldet. Am Montag kommen diese dann hinzu. Insofern sind die neuen Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Gerade um Trends ablesen zu können, ist die 7-Tage-Inzidenz ein verlässlicherer Wert.

Corona in München: Neue Zahlen machen lHoffnung

Update vom 12. September, 14.37 Uhr: Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen in München ist am Freitag (11. September, 23.59 Uhr) wieder weiter gesunken - im Vergleich zu den Tagen zuvor. 74 Personen haben sich in der bayerischen Landeshauptstadt neu mit dem Virus angesteckt. Dem entscheidenden 7-Tage-Inzidenzwert von 50 kommt die Stadt so auch nicht näher. Der Wert betrug am Freitag 43,42.

Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,02 und somit knapp über eins. Das heißt, 100 Menschen stecken in München 102 Personen mit der Krankheit an. Der Wert sollte jedoch unter eins sinken, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Als Hauptüberträger wurden bereits früher schon Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausgemacht.

Am Samstag findet auf der Theresienwiese eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung statt. Auch ein TV-Pfarrer prädigte auf der Demonstration*. Es wird sich dann in den kommenden Wochen zeigen, ob die Großveranstaltung eine Auswirkung auf das Infektionsgeschehen in Landeshauptstadt hat.

Update vom 11. September, 14.33 Uhr: Erreicht München bald die 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner? Für den gestrigen Donnerstag wurden in der bayerischen Landeshauptstadt 99 neue Fälle gemeldet. Ein Tag davor waren es noch 119 gewesen. Damit bleibt die Zahl der Neu-Infektionen in München hoch, die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen rückt dadurch jedoch nicht näher.

Zusätzlich informiert die Stadt München, wie es im Falle eines Überschreitens der 7-Tage-Inzidenz von 50 über das anstehende Wochenende für Schulen und Kitas in der Stadt weitergehen würde: „Unabhängig von einer möglichen Überschreitung des Schwellenwertes bei der 7-Tage-Inzidenz (>50) an diesem Wochenende werden die Schulen und Kindertageseinrichtungen in München am Montag auf jeden Fall noch geöffnet sein.“

Update 10. September, 17.04 Uhr: München steht an der Schwelle zu einem erneuten Lockdown. Nach unseren Informationen arbeitet die Verwaltung derzeit ein Konzept aus, das erneut Notbetreuungen in den Kitas, Klassenteilungen sowie weitere Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen vorsieht. Grund: Der ausschlaggebende Sieben-Tage-Inzidenz-Wert ist am Donnerstag auf 45,26 gestiegen. Der Wert sagt aus, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit Corona infiziert haben. Dabei ist der Wert 35 als Frühwarnsystem festgelegt worden.

Corona-Infektionen: München nähert sich der Schwelle zu weiteren Beschränkungen

Ab einem Wert von 50 kommt es zu weiteren Beschränkungen. Wegen der stetig steigenden Zahlen an Neu-Infektionen hatte die Stadt am Mittwoch ein neuerliches Alkoholverbot an fünf Hotspots erlassen, das am Freitag und Samstag gilt. Der Verkauf von alkoholischen Getränken zum Mitnehmen ist ab 21 Uhr verboten, der Verzehr im öffentlichen Raum ab 23 Uhr.

OB Dieter Reiter hatte nach dem Erlass des Alkoholverbotes gesagt: „Ich lege allen sehr ans Herz, sich an diese Regelung zu halten, damit wir andere und uns selbst vor Ansteckung schützen und das öffentliche Leben, vor allem auch unsere Schulen und Kitas, offen halten können.“ CSU-Chef Manuel Pretzl sagte: „Die Zahlen zeigen: Corona ist leider nicht vorbei. Das Alkoholverbot wird der aktuellen Situation gerecht.“

Für Mittwoch waren 119 neue Corona-Fälle gemeldet worden. 9610 Menschen hatten sich mit dem Virus infiiziert, 8248 sind bereits genesen. 223 Menschen sind an den Folgen der Infektion gestorben.

Corona-Entwicklung bereitet Sorge: München meldet nächsten Zahlen-Hammer

Update 10. September, 14.29 Uhr: In München ist die Zahl der neu mit dem Coronavirus infizierten Bürger nochmals angestiegen. Wurden für den Dienstag noch 87 Fälle vermeldet, waren es am gestrigen Mittwoch schon deren 119. Auch die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz bereitet weiterhin Sorge, sie liegt inzwischen bei 45,26.

Sollte der Grenzwert von 50 überschritten werden, drohen laut Dieter Reiter „drastische Einschränkungen für unser öffentliches Leben“. Diese Einschätzung hatte der Münchner Oberbürgermeister bereits am gestrigen Mittwoch bei der Verkündung des vorübergehenden Alkoholverbots abgegeben.

Update 9. September, 17.58 Uhr: Die Stadt München hat entschieden: Das nächtliche Alkohol-Verbot kommt. Die Allgemeinverfügung erlässt das Verbot ab diesem Freitag bis Sonntag von jeweils 23 bis 6 Uhr. Von 21 Uhr bis 6 Uhr darf auch kein Alkohol mehr to go verkauft werden. Folgende Hot-Spots sind vom Verbot betroffen: Baldeplatz, Gärtnerplatz sowie die Isarauen zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke, am Gerner Brücke und am Wedekindplatz.

München: Entscheidung gefallen - Nächtliches Alkohol-Verbot kommt

Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich wie folgt auf die Entscheidung der Verwaltung: „Leider ist die Inzidenzzahl in den letzten Tagen wieder gestiegen. Heute liegt sie bereits bei 41,52. Also deutlich über dem ersten Signalwert von 35. Wir kommen damit dem Inzidenzwert von 50 immer näher, der wieder drastische Einschränkungen für unser öffentliches Leben bedeuten würde. Deshalb bin ich entschlossen, mit anderen Maßnahmen, wie diesem begrenzten, nächtlichen Alkoholverbot an sogenannten „Hotspots“, das Infektionsgeschehen möglichst zu bremsen und Schlimmeres zu verhindern.“

Update 9. September, 14.53 Uhr: Das Pandemie-Niveau bleibt unverändert hoch; am gestrigen Dienstag wurden 87 neue Corona-Fälle in München bestätigt, die 7-Tage-Inzidenz hat sich minimal erhöht. Laut aktueller Mitteilung der Stadt liegt sie bei 41,52 (Vortag 41,32).

Update 9. September, 8.18 Uhr: Die Münchner Freischankflächen sind der Hit - aber der Winter naht und damit die Angst vor leeren Restaurants. Viele Wirte hoffen nun auf einen Winter mit Freischankflächen und Heizpilzen.

Update 8. September, 14.53 Uhr: Viele Lokale hatte die coronabedingte Schließung an den Rande des Ruins gebracht. „Wir sind natürlich erleichtert“, sagte Thomas Geppert, der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga in Bayern zur Wiedereröffnung der Bars und Kneipen. „Die Entscheidung war überflüssig, die Hygienekonzepte in der Gastronomie funktionieren.“ Ein positiver Nebeneffekt könnte nach Gepperts Einschätzung sein, dass weniger Alkohol auf den Straßen getrunken wird: „Man kann denjenigen wieder Raum geben, die sich jetzt im Freien unkontrolliert versammeln.“

Allerdings können Gesundheitsämter laut Söder den Ausschank von Alkohol ab 23 Uhr verbieten, wenn die Infektionszahlen in einer Region besonders hoch sind.

Steigen die Infektionszahlen weiter, sind die Kitas in München wieder dicht.

Corona-Zahlen: Pandemie-Entwicklung in München gibt Anlass zur Sorge

Update 8. September, 14.29 Uhr: In München liegt die Zahl der neu mit dem Coronavirus infizierten Personen weiterhin auf hohem Niveau. Für den gestrigen Montag wurden 91 Fälle vermeldet. In Sachen 7-Tage-Inzidenz wird der „Frühwarnwert" von 35 nach wie vor deutlich überstiegen. Gestern lag dieser bei 41,32, wie die Landeshauptstadt bekannt gab.

München: Söder verkündet wichtige Corona-Neuerungen - alle Infos im Überblick

Update 8. September, 14.15 Uhr: Die Pressekonferenz ist inzwischen beendet. Alle wichtigen Entwicklungen können Sie in den vorstehenden Updates noch einmal nachlesen.

Update 8. September, 13.57 Uhr: Markus Söder ergreift noch einmal kurz das Wort. Beispielsweise über Weihnachtsmärkte könne aktuell noch nicht entschieden werden. Der Ministerpräsident betonte ebenfalls noch einmal, dass für Bars auch nach der Öffnung spezielle Regeln gelten würde. Dazu gehöre unter anderem, dass die Gäste sitzen müssen.

Update 8. September, 13.30 Uhr: Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zieht nun eine Bilanz zum heutigen Schulstart nach den Sommerferien: „Die Schülerinnen und Schüler halten sich an den Hygieneplan“. Natürlich stehe in den Schulen ein interessanter Herbst und Winter an, bedingt durch das „traditionelle" Infektionsgeschehen mit Grippeerkrankungen.

55 Prozent der bayerischen Lehrkräfte seien bereit, sich testen zu lassen, berichtet Gesundheitsministerin Melanie Huml. Bislang sei sie über 22 positive Tests informiert worden. Von 480.000 überprüften Reiserückkehren hätten bislang 6.000 ein positives Ergebnis erhalten, gibt Huml bekannt.

Update 8. September, 13.19 Uhr: Jetzt ergreift Innenminister Joachim Herrmann das Wort. Als Sportminister sei er „sehr, sehr froh“, dass man nun auch den Wettkampfbetrieb wieder freigeben könne. Zuschauer seien in der gleichen Größenordnung wie im Kulturbetrieb zulässig (200 innen, 400 unter freiem Himmel).

Maskenpflicht bei geplanter Corona-Demo in München

Nun äußert Herrmann sich zur geplanten Corona-Demo in München. Die Entscheidung darüber liege nun bei der Landeshauptstadt. „Wir werden auf alle Fälle hinreichend Polizeikräfte vor Ort haben, die die entsprechenden Vorgaben auch umsetzen können“, erklärt der Innenminister. Sollten sich die Demonstranten nicht an die Regeln halten, sei es selbstverständlich ein Mittel, die Veranstaltung abzubrechen. Man stehe zur Meinungsfreiheit - jeder müsse aber gewaltlos und friedlich unterwegs sein.

Update 8. September, 13.07 Uhr: „Die mangelnde Bereitschaft zum Testen ist eine echte Gefährdung“, positioniert sich Söder, die Kapazitäten für „niederschwelliges Testen" bleibe hoch.

Wie kann sich das gesellschaftliche Leben in Bayern weiterentwickeln? Regionale Infektionszahlen würden es erlauben, angepasst zu entscheiden. Alles wird durch das jeweilige Gesundheitsamt bewertet. Ziel sei, die Infektionszahlen in den kommenden zehn Tagen weiter zu stabilisieren. Sollte das funktionieren, folgen bedeutende Schritte: Der Amateursport wird wieder stärker zugelassen, „mit entsprechenden Hygienemaßnahmen“.

Corona München: Söder verkündet Gastro-Hammer - Bars dürfen „unter Auflagen" wieder öffnen

Das Thema Gastronomie stand heute ebenfalls auf der Tagesordnung. Diskos und Clubs bleiben geschlossen, Söder warnt vor möglichen „Infektionsbomben“. Bars dürfen ab dem 19. September unter „klaren Auflagen“ öffnen: „Kneipen wie die normale Gastronomie“, fasst Söder die Regeln der Neuerung zusammen.

Ab 200 Teilnehmern gilt ab dem morgigen Mittwoch (9. September) fortan auch für Versammlungen unter freiem Himmel ab 200 Teilnehmern eine Maskenpflicht; das könnte beispielsweise für Besucher der geplanten Corona-Demo in München interessant werden. In diesem Zusammenhang warnt Söder vor der Gefahr von Radikalisierungstendenzen.

Update 8. September, 13.00 Uhr: Die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder hat begonnen. „Die Pandemie ist mit voller Wucht in Europa zurück“, beginnt der CSU-Politiker, „mit all den bekannten negativen Folgen“. Deutschland sei keine „Insel der Seligen“, auch hier könne sich die Lage rasch verschärfen.

In den nächsten Monaten stehe die nächste Bewährungsprobe an, nachdem es durch Urlaubsrückkehrer zuletzt Rückschläge gegeben habe. Ziel sei, einen flächendeckenden zweiten Lockdown zu vermeiden. Dafür sei jedoch verbreitete Rücksichtsmaßnahme notwendig. Der Schulstart am heutigen Dienstag sei trotz widriger Bedingungen gelungen.

Corona München: Söder äußert sich zu Testpannen - Diskussion auf „sehr hohem Niveau“

Die bayerische Teststrategie habe sich trotz der Pannen bewährt. „Gab es Probleme? Ja, auch bei uns“, gesteht Söder. Ein Teil der kritischen Diskussion sei auf einem „sehr hohen Niveau“ verlaufen. Kein Land habe so schnell und früh getestet wie Bayern und „keiner hat es kostenlos gemacht“. Ohne das Maßnahmenpaket des Freistaats hätte dieser laut Söder ein „neuer Hotspot" werden können.

Kommunale Testzentren sollen von jetzt an gestärkt werden, das Testaufkommen an den Flughäfen soll beibehalten werden, die Stationen an Autobahnen und Bahnhöfen werden geschlossen.

Neue Strategie nach peinlichen Corona-Pannen? Söder verrät, worauf sich Münchner künftig einstellen müssen

Ursprungsmeldung:

München - Die seit Wochen immer wieder aus unterschiedlichen Gründen kritisierte bayerische Corona-Teststrategie soll weiterentwickelt werden. Das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich in seiner Sitzung am Dienstag (8. September) in München nicht nur mit den Erkenntnissen aus den jüngsten Pannen und Problemen bei der Übermittlung von Testergebnissen austauschen, auch die vor einer Woche von Bund und Ländern beschlossene Weiterentwicklung der Quarantäneregeln muss zunächst noch für den Alltag im Freistaat angepasst werden.

Corona München: Nach peinlichen Test-Pannen informiert Söder über Reaktion

Im Gegensatz zu den übrigen Bundesländern will der Freistaat aber auch nach dem Ende der Sommerferien vorerst am kostenlosen Testangebot für alle Reiserückkehrer an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen festhalten. Die Form der kostenlosen Tests auch für alle Menschen, die keinerlei Symptome haben oder gar Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Patienten hatten, ist bei Experten nicht unumstritten. Sie fürchten auch, dass dadurch Laborkapazitäten für Tests von Risikopatienten oder in Schulen verloren gehen.

Bayern setzt seit Monaten auf eine umfassende Teststrategie zur Verhinderung von Corona-Ansteckungen. In den vergangenen Ferienwochen wurden bereits mehrere Hunderttausend Heimkehrer auf freiwilliger Basis getestet.

München: Söder informiert über Corona-Teststrategie

Bei der Übermittlung der Ergebnisse hatte es jedoch zunächst an den Autobahnen in mehr als 44.000 Fällen und später auch an Flughäfen massive Probleme gegeben. Nach Angaben des Ministeriums läuft es bei mehr als 90 Prozent der Tests planmäßig, das heißt, die Ergebnisse sind innerhalb von 48 Stunden bei den Betroffenen. (lks/dpa)

Am 10. September ist es so weit: Beim ersten bundesweiten Warntag wird für den Notfall geprobt: Auf was sich Bürger in München dabei einstellen müssen.

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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