Beste Werte seit zehn Jahren

Positive Folgen der Corona-Maßnahmen: Über diese Entwicklung kann sich München freuen

Wenige Autos fahren in der Dämmerung über die Prinzregentenstraße.
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Deutlich geringeres Verkehrsaufkommen in München: Wegen der Corona-Beschränkungen sind weniger Autos unterwegs als gewohnt.

Wegen der Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie sind immer weniger Menschen unterwegs. Das schlägt sich auf die Luftqualität nieder. Auch in München.

München - Die Corona-Beschränkungen haben auch positive Auswirkungen - zum Beispiel auf die Luftqualität. Die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub war 2020 auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Das zeigt die Auswertung vorläufiger Messergebnisse des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern (LÜB). Insbesondere an verkehrsnahen Messstationen ist die Stickstoffdioxidbelastung stark zurückgegangen.

Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt sei ein allgemein rückläufiger Trend erkennbar, der durch die Corona-Maßnahmen verstärkt wurde. Diese hätten zeitweise zu einem sehr geringen Verkehrsaufkommen geführt.

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Corona-Auswirkungen auf die Luftqualität: Nur eine Messstation durchbricht Jahresmittelwert

Die pandemiebedingten Einschränkungen des Silvesterfeuerwerks hätten sich ferner in der niedrigen Feinstaubbelastung am Neujahrstag niedergeschlagen. Erstmals seit 2006 wurde zum Jahreswechsel heuer an keiner Messstation der Tagesmittelgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten.

Der Jahresmittelwert sei lediglich an einer Messstation nicht eingehalten worden: An der Landshuter Allee lag er bei 54 Mikrogramm. Das sind 14 über dem Jahresgrenzwert, aber neun Mikrogramm unter dem Vorjahreswert. 2018 kam die Landshuter Allee noch auf 66, im Jahre 2017 waren es sogar 78 - die Straße galt lange als die am stärksten belastete Straße in ganz Deutschland.

Am Stachus wurde 2020 mit einem Jahresmittel von 33 µg/m3 der Grenzwert erstmals eingehalten. 2019 hatte die Messstelle am Stachus noch Werte von 42 Mikrogramm ausgewiesen - auch hier ist also eine deutliche Verbesserung zu spüren. (ska)

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