„Furchtbarer Lärm“

München: Schlägerei am Gärtnerplatz mit immensen Ausmaßen - Acht Polizei-Streifen rücken aus

Drei Ordnungshüter und ein Polizist fixieren am Münchner Gärtnerplatz einen Mann
+
Drei Ordnungshüter und ein Polizist fixieren am Münchner Gärtnerplatz einen Mann.

Seit Wochen ist die Situation am Gärtnerplatz in München angespannt, besonders für die Anwohner. Alkohol bringt das Blut der Feiernden in Wallung. Nun gab es den nächsten Ärger.

  • Die Corona-Situation* am Gärtnerplatz in München ist seit vielen Wochen angespannt.
  • Die Anwohner sind genervt, Behörden auf den Plan gerufen. Nun erfolgte die nächste Eskalationsstufe.
  • Am Samstag Nacht sorgten laute Sirenen und ein Polizeieinsatz für Aufsehen. Voraus ging eine Schlägerei.

München - Ein Mann liegt am Boden, das Gesicht auf dem Asphalt. Ordnungshüter des Kommunalen Außendienstes (KAD) fixierien ihn – danach rückt die Polizei an und nimmt den Mann fest. Es sind Bilder einer Eskalation, wie man sie am Gärtnerplatz bisher noch nicht gesehen hat. Täglich feiern dort Hunderte Münchner bis in die Nacht, hinterlassen Müll und entnervte Anwohner. Immer öfter kommt es mittlerweile aber auch zu drastischen Maßnahmen. So wie in der Nacht auf Samstag: Anwohner fotografierten den Einsatz des Kommunalen Außendienstes (KAD), der für viel Aufsehen sorgte. „Es war furchtbarer Lärm vor meinem Fenster“, schildert eine Anwohnerin. Sirenen hätten aufgeheult, Polizei und Krankenwagen rückten vor Ort an.

Eine Personenkontrolle ist am Münchner Gärtnerplatz aus dem Ruder gelaufen. Ein Polizist setzte einen Schlagstock ein, ein Mann wurde verletzt.*

Gärtnerplatz München: Corona-Partys immer wilder? Personen flüchten nach Schlägerei

Was war passiert? Laut Johannes Mayer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR), handelte es sich um einen Unterstützungseinsatz. Der Kommunale Außendienst sei mit acht Streifenkräften am Gärtnerplatz präsent gewesen. Die Polizei München* habe die Ordnungshüter gegen 1 Uhr angewiesen, „nach einer Schlägerei flüchtige Personen zu stellen und festzuhalten“. Auf tz-Nachfrage bestätigt die Polizei diese Maßnahme. Mayer: „Bei der Verfolgung kam einer der Flüchtenden zu Fall und wurde daraufhin der Polizei übergeben, zur Eigensicherung erfolgte kurzfristig eine händische Fixierung.“

Bereits seit 24. Juli unterstützt der Kommunale Außendienst des KVR die Polizei – das Polizeiaufgabengesetz macht es möglich. Grundsätzlich sind die Außendienstler unbewaffnet, sollen Ordnungswidrigkeiten vorbeugen sowie „für Auskünfte zur Verfügung stehen“, informiert die Stadt. Sie dürfen auch bei Verstößen „einschreiten, Bußgelder verhängen und Platzverweise aussprechen“. Im Gegensatz etwa zu den städtischen Konfliktmanagern von AKIM. Sie arbeiten „dialogisch mit rein kommunikativen Mitteln auf Augenhöhe mit den Platznutzenden“ und haben „keinerlei ordnungsrechtliche Aufgaben“, sagt Frank Boos vom Sozialreferat.

Auch ein Alkoholverbot steht für Corona-Brennpunkte wie den Gärtnerplatz zur Debatte.

*tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Eklat in Münchner McDonald‘s: Mann pfeift auf Corona-Regeln - dann eskaliert die Situation komplett
Eklat in Münchner McDonald‘s: Mann pfeift auf Corona-Regeln - dann eskaliert die Situation komplett
München droht großes Streik-Chaos: OB Reiter reagiert mit klarer Ansage - und wird im Netz angefeindet
München droht großes Streik-Chaos: OB Reiter reagiert mit klarer Ansage - und wird im Netz angefeindet
Nie mehr Stau in München? Futuristische Lösung könnte bald Realität sein - Extra-Service ist „denkbar“
Nie mehr Stau in München? Futuristische Lösung könnte bald Realität sein - Extra-Service ist „denkbar“
Mann hat bitteres Erlebnis in Hotelzimmer - weil junge Münchnerin (15) perfiden Plan ausheckt
Mann hat bitteres Erlebnis in Hotelzimmer - weil junge Münchnerin (15) perfiden Plan ausheckt

Kommentare