Wildes Wochenende in der Landeshauptstadt

Hunderte Anzeigen in München: Corona-Exzesse vor hartem Lockdown - Polizei räumt Schulgelände mit Großaufgebot

Zwei Menschen stoßen mit Bierflaschen an
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Die Polizei musste nun bei einigen Feiern eingreifen.

Die einheitlich harte Lockdown-Regelung greift in Deutschland ab Mittwoch. Mehrere Corona-Partys musste die Polizei in München am Wochenende davor beenden.

  • Ab Mittwoch gilt der harte Lockdown in Deutschland. Bis dahin bestehen die aktuellen Corona-Regeln.
  • Die Polizei München berichtet nun von einem ausufernden Wochenende. 358 Corona-Verstöße wurden angezeigt.
  • Drei Vorkommnisse hebt die Behörde besonders hervor. Im Westend räumte eine Hundertschaft ein Schulgelände.

München - Der harte Lockdown gilt bundesweit ab Mittwoch. Dass die verschärfte Regelung kommt, setzt die existierende aber natürlich nicht außer Kraft. Die Gefahren der Corona-Pandemie sowieso nicht. Eingehalten werden die Vorgaben im Freistaat trotzdem nicht von jedem. Die neuen Knallhart-Regeln verspricht Ministerpräsident Markus Söder „maximal“ umzusetzen.

München: Viele Corona-Partys vor hartem Lockdown - Polizei berichtet von wildem Wochenende

358 Verstöße wurden am vergangenen Wochenende von der Polizei in München Stadt und Landkreis angezeigt. In 33 Fällen betrafen sie die Ausgangssperre, melden die Behörden. Knapp 5.000 Kontrollen seien von Freitag- bis Montagmorgen erfolgt. Wie angekündigt, wird die Einhaltung der Corona-Regeln in Bayern konsequent überprüft. Die entsprechenden Bußgelder sollen massiv angehoben werden - auch zu Weihnachten.

Corona-Regeln in Bayern missachtet: Polizei sprengt Partys in Denning und Unterhaching

Drei Vorkommnisse hebt die Polizei München besonders hervor. Am Freitag hatten Anwohner eine Party in einer Wohnung in Denning gemeldet. Vor Ort trafen die Beamten auf eine Feier mit 16 Personen. Alle Beteiligten wurden in der Folge angezeigt.

In der selben Nacht, aber schon am Samstag, wurde der Polizei eine weitere Party mitgeteilt. In Unterhaching wurde in einem Beherbergungsbetrieb gefeiert. 14 feierwütige Jugendliche erhielten einen Platzverweis sowie eine Anzeige.

Corona-Exzess in München: Fußballer kapern Schulgelände im Westend - Hundertschaft räumt Platz

Keine Feier im eigentlichen Sinne mussten die Beamten am Sonntagnachmittag sprengen. Im Westend hatten sich zwölf Personen zum Fußballspielen zusammengetan. Reibungslos konnte diese Gruppe allerdings anscheinend nicht auseinander gebracht werden. Mit Unterstützung einer geschlossenen Einheit der Bereitschaftspolizei wurde der Platz auf dem Schulgelände geräumt. Diese auch Hundertschaften genannten Einheiten treten mit einer Stärke von 80 bis 120 Beamten auf. Auch die Fußballer erhalten Anzeigen.

Kurios wurde es Samstagnacht in der Maxvorstand. Hier löste die Polizei ebenfalls eine nächtliche Party auf. Fünf Personen zwischen 16 und 22 Jahren traf sie an. Aber eine Jugendliche versteckte sich im Badezimmer vor den Beamten. (moe)

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