Paar reagiert abscheulich

Vom Dienst befreit: Corona-Kontrolle eskaliert - drastische Folge für neun Münchner Polizisten

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Mehrere Beamte der Polizei München wurden bei einer Corona-Kontrolle bespuckt (Symbolbild).

Nach einer Polizei-Kontrolle in München besteht die Gefahr, dass sich mehrere Beamte mit dem Coronavirus infiziert haben.

  • Zu überprüfen, ob sich alle Menschen in München an die aktuellen Corona-Verordnungen halten, ist Aufgabe der Polizei.
  • Im Zuge der Kontrollen können auch gefährliche Situationen entstehen. Nach einem Einsatz am Giesinger Bahnhof sind neun Beamte aktuell vom Dienst befreit.
  • Maskenpflicht für München ab dem 27. April: In unserem News-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

München - Auch im Zeitraum von Sonntagmorgen (19. April) bis Montagmorgen (20. April) gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt als auch Landkreis), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung zu überprüfen. 

Über 6.100 Kontrollen wurden im oben genannten Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 246 Verstöße angezeigt, von denen 203 die Ausgangsbeschränkung betrafen. Einige Münchner scheinen nicht mehr genau zu wissen, was gerade erlaubt und was verboten ist.

Polizei-Kontrolle in München: Mit Coronavirus infiziert? Paar bespuckt Beamte

Am Sonntag, 19.04.2020 kam es gegen 17.30 Uhr zu einem Polizeieinsatz am Giesinger Bahnhofsplatz. Durch Zivilbeamte wurden dort ein 38-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und eine 34-jährige Münchnerin kontrolliert. 

Als sie angesprochen wurden, flüchteten die beiden in unterschiedliche Richtungen. Sie konnten eingeholt werden und leisteten beide erheblichen Widerstand. Außerdem spuckten sie in Richtung der Beamten. Bei beiden Personen besteht der Verdacht, dass sie an Corona erkrankt sind. 

Corona-Kontrolle in München hat weitreichende Folge für neun Polizisten

Im Rahmen einer anschließenden Durchsuchung konnte bei dem Pärchen Heroin im einstelligen Grammbereich aufgefunden werden. Beide Personen wurden in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, wie die Polizei München berichtet.

Ein Polizeibeamter wurde aufgrund des Widerstands so verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig ist. Insgesamt sind neun Polizisten wegen des Kontakts im Rahmen des Gesamteinsatzes nicht mehr im Dienst. 

mm/tz

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