„Es darf nicht passieren, dass ...“

Jagd auf den Nikolaus: Polizei kündigt scharfe Kontrollen an - Bräuche werden zur Corona-Gefahr

Ein Mann im Nikolaus-Kostüm: Im Jahr 2020 werden die Feierlichkeiten zum Nikolaustag anders ausfallen.
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Ein Mann im Nikolaus-Kostüm: Im Jahr 2020 werden die Feierlichkeiten zum Nikolaustag anders ausfallen.

Der Nikolaus im Fadenkreuz der Polizei: Wegen Corona achten die Ordnungshüter heuer ganz genau auf den heiligen Mann. Die Polizei setzt sogar Unterstützungskräfte ein.

  • Die Corona-Pandemie* hat München* fest im Griff.
  • Nun steht der Nikolaustag an - normalerweise für viele ein Grund zum Feiern.
  • Die Polizei bremst die Erwartungen im Vorfeld und will in anderen Regionen Bayerns sogar Extra-Kräfte einsetzen.
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München - Am Sonntag ist es so weit: Der Nikolaus steht vor der Tür. Aber nur vor einer! Denn das Marschieren von Haus zu Haus ist heuer nicht erlaubt. Wegen Corona! Größere Feiern sind verboten. Die Polizei hat daher klargemacht, dass sie den Heiligen in München genau im Auge haben wird – damit sich ja alle an die Einhaltung der Infektionsschutzverordnung halten. „Wenn wir Hinweise auf Verstöße bekommen, werden wir diese auch überprüfen“, so Sprecher Michael Marienwald. Mitte der Woche lagen die Zahlen bei mehr als 500 Neuinfektionen pro Tag. Einen weiteren Anstieg darf es nicht geben.

Hat der Nikolaus neben Geschenken auch das Virus im Gepäck? - „Darf nicht passieren“

„Es darf nicht passieren, dass der Nikolaus von Haus zu Haus geht und neben Geschenken womöglich auch das Virus im Gepäck hat“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die Folge: „Wenn wir Ansammlungen feststellen – etwa mehrere Autos vor einem Anwesen – dann werden wir auch hier ganz genau hinschauen, ob dort gerade eine Feierlichkeit stattfindet“, erklärt Polizeisprecher Marienwald. Jagd auf übereifrige Nikoläuse!

Noch strenger geht’s im Berchtesgadener Land zu. Dort hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd sogar Unterstützungskräfte fürs Nikolaus-Wochenende angefordert und will „verstärkt Präsenz im öffentlichen Raum zeigen“, sagt Sprecher Martin Emig. Etwa, um Bräuche wie den Buttnmandl-Lauf zu unterbinden, der nicht stattfinden darf. Emig sagt: „Verstöße werden konsequent verfolgt.“ - Andreas Thieme - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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