„Miteinander stärken“

Neue Corona-Maßnahmen in München - Wirtshaus-Wiesn vor dem Aus? Wirt mit emotionalem Statement

Die Wirtshaus-Wiesn sorgt für Zündstoff in einer Zeit der steigenden Corona-Zahlen, so auch von Rathaus-Politikern. Die Veranstalter geben nun Kontra.

  • Die Wirtshaus-Wiesn sorgt für Zündstoff in einer Zeit der steigenden Corona-Zahlen
  • Auch aus der Politik gab es Kritik - die Veranstalter geben nun Kontra.
  • Mit der Aktion könne man das Miteinander stärken und wieder Mut machen.

München - Es war übers Wochenende das größte Diskussionsthema der Stadt: Die Wirtshaus-Wiesn* sorgt für Zündstoff in einer Zeit der steigenden Corona-Zahlen – da gab’s auch offen vorgetragene Bedenken der Rathaus-Politiker. Die Veranstalter geben aber Kontra: Mit dieser Aktion könne man das Miteinander stärken und wieder Mut machen. Darauf weist Gregor Lemke hin – er ist Betreiber des Augustiner-Klosterwirts an der Frauenkirche und gleichzeitig Vorsitzender der Münchner* Innenstadtwirte.

Lemke sagt der tz: „Wir haben viele Gästegruppen, die gerade fragen, ob sie überhaupt noch kommen können.“ Dabei hat der Wirt gemeinsam mit seinen Kollegen extra einen Verhaltenskodex entwickelt, der besagt: nicht tanzen, nicht stehen, nicht singen. Die Sicherheit der Gäste sei zu jeder Zeit oberste Priorität gewesen, versichert Lemke. Bisher sei alles „gut gelaufen“.

Christian Schottenhamel, Peter Inselkammer und Gregor Lemke (v.l.) stellen die Wirtshaus-Wiesn vor - im passenden Outfit natürlich.

Wirtshaus-Wiesn vor dem Aus? Wirte reagieren - „kontrolliertes Miteinander“

Trotz aller Vorsicht, so Lemke, müsse man aufpassen, „den Menschen nun nicht auch noch die letzten drei Meter ihrer Lebensqualität zu nehmen“. Schließlich, so der Wirt weiter, würden „gerade mal um die 0,5 Prozent aller Ansteckungen in einem Wirtshaus stattfinden“. Im Umkehrschluss bedeute dies: „99,5 Prozent der Ansteckungen haben sich im privaten Umfeld – in Altenheimen oder anderswo – vollzogen.“ Die Wirtshaus-Wiesn, so Lemke, sei „gesundheitsfördernder als an der Isar zu feiern, am Viktualienmarkt an einem Stand oder am Gärtnerplatz.“ Schließlich sei die Aktion ein kontrolliertes Miteinander. Nach wie vor. S. Sessler - *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Achim Frank Schmidt

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