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Zoff um Zahlen: Inzidenz in München zu niedrig – Reiter: „Nicht akzeptabel“

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Von: Sascha Karowski

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Coronavirus: Täglich meldet das Robert Koch-Institut die Daten - die Inzidenz in Deutschland steigt erstmals über 200. (Symbolbild)
Coronavirus: Täglich meldet das Robert Koch-Institut die Daten - die Inzidenz in Deutschland steigt erstmals über 200. (Symbolbild) © Rüdiger Wölk/Imago

Dass München seit geraumer Weile zu wenig Neuinfektionen an das Robert-Koch-Institut meldet, sorgt für Kritik. OB Dieter Reiter (SPD) spricht von einer nicht akzeptablen Situation.

München - Wie berichtet, war das Meldeaufkommen der Corona-Infektionszahlen nicht mehr mit den städtischen Kräften zu bewältigen. Daher wird die Verwaltung seit Montag (8. November 2021) wieder durch Kräfte der Bundeswehr unterstützt.

OB Dieter Reiter (SPD): „Nachverfolgung wichtiges Instrument“

„Die Nachverfolgung von Kontakten und damit die Unterbrechung der Infektionsketten gehört nach wie vor zu einem der wichtigsten Instrumente, um die Verbreitung des Virus einzudämmen“, sagt OB Dieter Reiter*. Insofern sei es für ihn nicht akzeptabel, dass dies derzeit nicht zuverlässig gelingt und das Gesundheitsamt das Infektionsgeschehen in München* nicht tagesaktuell darstellen könne. „Ich habe deshalb die Verwaltung bereits vor Wochen im Krisenstab aufgefordert, alles zu tun, um auch bei den extrem hohen Infektionszahlen eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung sicherzustellen. Ich gehe davon aus, dass die vom Referat getroffenen Maßnahmen nun zeitnah dafür sorgen, dass die gemeldeten Zahlen auch der Realität entsprechen.“

Die Intensivstationen in München seien derzeit fast vollständig belegt – deswegen müsse die Stadt alles dafür tun, dass die Zahl der Corona-Patienten nicht noch weiter ansteigt. „Klar ist, dass auf unseren Corona-Intensivstationen fast ausnahmslos ungeimpfte Patienten liegen. Solange sich nicht deutlich mehr Menschen gegen Corona impfen lassen, so lange wird sich die Situation in unseren Krankenhäusern nicht entspannen.“

CSU-Vize Hans Theiss: „Das ist ein Skandal“

Die Stadt meldete gestern eine Inzidenz von 98, die CSU vermutet, dass der tatsächliche Wert irgendwo bei 200 liege. „Die falschniedrigen Inzidenzwerte sind ein Skandal“, sagt CSU-Vize Hans Theiss. „Grün-Rot muss endlich den Kampf mit Corona ernsthaft aufnehmen und genug Stellen für die Pandemiebewältigung bewilligen. Wer das Mobilitätsreferat mit zusätzlichen Stellen aufbläht, sollte diese lieber im Bereich der Corona*-Bekämpfung einsetzen. Für uns gilt: Gesundheit vor teuren Fahrradwegen!“. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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