Entwicklung im Überblick

Corona in München: Aktuelle Zahlen bringen keine Entlastung - Einzig R-Wert lässt hoffen

Die maßgebliche 7-Tage-Inzidenz in München liegt weiter auf einem hohen Niveau. Wann macht sich der Corona-Lockdown bemerkbar?

  • Seit dem 2. November befinden sich München und Deutschland in einem staatlichen verordneten Teil-Lockdown.
  • Sind Schulen ein Infektionstreiber? Das örtliche Gesundheitsamt lässt eine entschiedene Reaktion folgen.
  • Dieser News-Ticker wird laufend aktualisiert.

Update vom 16. November, 9.42 Uhr: An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung. Über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie in München halten wir Sie in unserem neuen News-Ticker auf dem Laufenden.

Update vom 15. November, 13.59 Uhr: 463 neue Coronavirus-Fälle und vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 wurden in München für Samstag, 14. November gemeldet. Darin enthalten sind auch Nachmeldungen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt mit einem Wert von 211,4 (RKI, Stand 15.11) weiter weit über der kritischen Marke von 50 und ist im Vergleich zum Vortag sogar leicht gestiegen.

Lediglich der R-Wert könnte Anlass zu ein wenig Hoffnung geben, dass die Maßnahmen des sogenannten Lockdown light wirken. Dieser ist erneut leicht gesunken und liegt nun bei 0,95. Bereits in den vergangenen zwei Tagen ist der R-Wert, der das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen abbildet, jeweils um 0,2 gesunken.

Corona in München: Aktuelle Zahlen veröffentlicht - Trotz Lockdown-Maßnahmen keine Trend-Wende?

Update, 15.05 Uhr: In München wurden für Freitag, 13. November, 535 neue Corona-Fälle (inkl. Nachmeldungen) gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 23.045 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 16.834 Personen, die bereits genesen sind, sowie 274 Todesfälle. Seit 14 Tagen gelten in München die Maßnahmen des „Lockdown-Light“. Experten hatten berechnet, dass die Regeln immer 10-14 Tage bräuchten, um ihre Wirkung zu zeigen. Man erwarte in der kommenden Woche eine Abflachung der Kurve. Noch ist in der Isar-Metropole den Zahlen nach keine Wirkung des Lockdowns zu bemerken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut RKI 204,1. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,97 (Stand 13.11.)

Update vom 14. November, 11.03 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder hat sich auf der Plattform „Jodel“ zum Ende des aktuell laufenden „Lockdown-Light“ geäußert - und einen Ausblick auf die anstehenden Feiertage gegeben.

Update vom 13. November, 14.19 Uhr: „Angesichts einer zunehmenden Verunsicherung gerade bei vielen Eltern, ob die Schulen weiter geöffnet bleiben können“, weist das Münchner Gesundheitsamt in der heutigen Rathausumschau nochmals darauf hin: Die Schulen in der Isar-Metropole sind nach wie vor kein Treiber des Corona-Infektionsgeschehens.

Von rund 6.600 Münchner Schulklassen sind demnach derzeit lediglich 84 geschlossen, das entspricht einem Anteil von 1,3 Prozent. Ausschließlich in höheren Jahrgangsstufen gebe es auch Fälle, bei denen zwei oder drei Schüler*innen einer Klasse positiv getestet werden.

Aktuell sind nur 88 Fälle von Klassenschließungen bekannt. Dazu erklärt das Gesundheitsamt, dass sich die positiv getesteten Schüler*innen sich „typischerweise im außerschulischen Bereich angesteckt“ hätten.

München: Corona-Ausbruch an Klinikum - Patienten und Mitarbeiter betroffen

Update vom 13. November, 13.49 Uhr: In einer Klinik in München kam es zu einem Corona-Ausbruch. Nach tz-Informationen ist der Standort Neuperlach der München Klinik betroffen. Drei Mitarbeiter und zehn Patienten sind offenbar infiziert. Wie groß der Ausbruch ist, weiß man bis dato noch nicht genau. Testergebnisse stehen noch aus.

Update vom 13. November, 9.06 Uhr: Ein wirklicher Lockdown-Effekt ist in München bislang noch nicht spürbar. Heute Morgen meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage 484 Fälle. Der maßgebliche Wert der 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 214,9 (Vortag 211,2).

Ziel der getroffenen Maßnahmen war es - wie von Ministerpräsident Söder mantraartig wiederholt - den Inzidenzwert wieder in Richtung der Zahl 50 zu drücken. München steht also noch vor einer gewaltigen Aufgabe, die durchaus an den Nerven zehrt. „Schön langsam müsste der Lockdown light sich eigentlich auswirken, oder“, kommentiert Melanie Staudinger, Pressesprecherin der SPD-/Volt-Stadtratsfraktion auf Twitter in Hinblick auf die aktuelle RKI-Meldung. Seit dem 2. November befindet sich die Landeshauptstadt im staatlich verordneten Teil-Lockdown.

Update vom 12. November, 23 Uhr: Noch am Abend reagierte die Staatsregierung zum Gerichtsurteil in Sachen Fitnessstudios. Welche Regeln für Muckibuden jetzt gelten, erfahren Sie in unserem Überblick.

Corona-News München: Söder spricht über mögliches Lockdown-Ende

Update vom 12. November, 20.18 Uhr: In einem Interview mit dem Münchner Merkur* sprach Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über den Teil-Lockdown im November. Für ihn sei bereits ein erster Trend bei den Corona-Infektionszahlen zu erkennen - und zwar gehe dieser nach unten. „Der Anstieg scheint bundesweit langsam etwas gebremst zu sein“, so der Landeschef. Es sei aber noch zu früh, Entwarnung zu geben.

Gefragt nach Ausdehnung des Lockdowns bis in den Dezember hinein, sagte Söder: „Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen. Nach der dritten Woche braucht es eine ehrliche Bilanz: Was hat gewirkt? Wie weit sind die Zahlen gesunken und können die Gesundheitsbehörden die Kontakte wieder vernünftig nachverfolgen?“ Sein Ziel sei es, Weihnachten wieder mit der Familie verbringen zu können.

Das Ziel des Lockdowns sei - neben den Kontaktreduzierungen - die 7-Tage-Inzidenz in Bayern auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner oder niedriger zu bringen. Erst dann könnten sich Infektionsketten wieder nachvollziehen lassen, so Söder. Angesichts eines Inzidenzwerts von über 400 im Landkreis Traunstein, fast schon ein utopisches Ziel. Aber der Ministerpräsident ist zuversichtlich: „Beispiel Berchtesgaden: Innerhalb von drei Wochen haben sich die Zahlen dort halbiert. Lockdowns wirken weltweit. Die Frage ist nur: Reicht unsere Dosis?“ Die begonnene Therapie müsse so lang durchgezogen werden, bis sich ein Erfolg einstellt, so Söder.

Corona in München: 513 neue Fälle gemeldet

Update vom 12. November, 18.06 Uhr: Nachdem das RKI bereits am Morgen neue Corona-Zahlen für die Stadt München veröffentlicht hat, schickte nun auch die Stadt selbst ihre Zahlen. Demnach gab es am Mittwoch 513 neue Fälle, inklusive der Nachmeldungen. Das RKI hatte dagegen 562 neue Fälle vermeldet (siehe Update vom 12. November, 07.50 Uhr). In Sachen 7-Tage-Inzidenz entsprechen sich die Daten: Beide melden einen Wert von 211,2. Daneben liegt der R-Wert laut Stadt nun bei 0,99, also knapp unter der wichtigen Grenze von 1.

Update vom 12. November, 14.38 Uhr: Die Schließung von Fitnessstudios verstößt nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das Gericht gab am Donnerstag einem Eilantrag des Inhabers eines Fitnessstudios zum Teil statt und setzte die Regelung in der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Vollzug. Der Betrieb von Fitnessstudios ist darin vollständig untersagt.

Der Senat ging in seiner Entscheidung davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios durch diese Regelung benachteiligt würden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei, teilte ein Justizsprecher mit. Allerdings dürfe der Betrieb von Fitnessstudios dennoch stark eingeschränkt werden.

Corona-Zahlen in München „explodieren“ weiter: Trend lässt Lockdown-Ziel-Vorgabe in weite Ferne rücken

Update vom 12. November, 7.50 Uhr: Das RKI hat die Corona-Zahlen für die Stadt München aktualisiert. Demnach muss die Isar-Metropole einen drastischen Anstieg des Inzidenswerts verzeichnen. Lag dieser gestern noch bei 196,1, vermeldet das Institut für heute 211,2, also einen Anstieg von 15,1. Daneben werden 562 mehr Corona-Fälle als gestern für die Stadt gemeldet. Damit rückt die Ziel-Vorgabe für den laufenden „Lockdown-Light“ immer weiter in die Ferne. (Siehe Update vom 10. November, 14.06 Uhr)

Update vom 11. November, 19.10 Uhr: Der „Lockdown light“ hat empfindliche Auswirkungen auf den Einzelhandel. Laut einer Statistik des Immobilienverbands Deutschland (IVD) erreichte die Passantenfrequenz in der Fußgängerzone in der Vorwoche nur 48 Prozent des Jahres-Topwerts.

Während die Gastronomie im November geschlossen bleibt, dürfen Einzelhandelsgeschäfte öffnen. Dennoch sind die Kunden offenbar zurückhaltend. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, warnt: „Bereits jetzt sind deutlich vermehrt Geschäftsaufgaben in der Münchner Altstadt festzustellen.“ Es bleibe abzuwarten, inwieweit sich der Ladenbestand mittelfristig weiter verändern wird.

Coronavirus München: Kunden erleidigen Käufen lieber online statt im Laden

Die Beschränkungen in Folge der Pandemie würden sich vielerorts sehr negativ auf den Einzelhandel auswirken, sagt Kippes. Zahlreiche Kunden hätten während des Lockdowns im Frühjahr vermehrt ihre Einkäufe online erledigt und behielten diese Gewohnheit auch nach Wiedereröffnung des stationären Handels bei. Nach Einschätzung von Kippes dämpft überdies die Maskenpflicht in vielen stark frequentierten Fußgängerzonen und natürlich auch in den Läden selbst die Konsumlaune erheblich. Den absoluten Tiefpunkt erreichte das Frequenz-Niveau in der Kaufingerstraße während der ersten Phase des Lockdowns im Frühjahr. Ende März durchquerten pro Woche nur 31 288 Menschen die Einkaufsmeile. Das entspricht sechs Prozent des Top-Werts.

Aufgrund der coronabedingten Restriktionen ist der Kurvenverlauf der Passantenzahlen im Jahr 2020 von starken Schwankungen geprägt. So war die Fußgängerzone beispielsweise in den Sommermonaten aufgrund des damals verminderten Infektionsgeschehens wieder belebter. - Klaus Vick

Update, 14.06 Uhr: In München wurden für Dienstag, 10. November, 407 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 21.484 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 15.661 Personen, die bereits genesen sind, sowie 266 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 196,1. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,91 (Stand 10.11.) Damit ist die von Kanzlerin Merkel (CDU) ausgesprochene Ziel-Inzidenz von 50 in München noch in weiter Ferne. Diese sei eine Vorraussetzung dafür, die aktuell geltenden Maßnahmen im Dezember wieder zu lockern.

Update vom 11. November, 09.02 Uhr: Das RKI vermeldet für München 328 neue Coronavirus-Fälle und einen Inzidenzwert von 196,1. Damit sinkt der Wert wieder unter 200, gestern lag dieser noch bei 207,52.

Update vom 10. November, 18.15 Uhr: Die Maskenpflicht für Grundschüler am Platz ist höchst umstritten. Jetzt hat sich auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) mit der Schul-Maskenpflicht an sich befasst. Die Richter haben einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht abgelehnt, allerdings nehmen sie die Schulen in die Pflicht. Diese sollen den Schülern Tragepausen ermöglichen – im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands.

Die Antragssteller wollten den Vollzug der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände einstweilen aussetzen lassen. Dem wollten die Richter nicht nachkommen. Sie begründeten ihre Ablehnung damit, „dass die Maskenpflicht bei summarischer Prüfung eine verhältnismäßige Schutzmaßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sei“. Schließlich lasse sich auch bei jüngeren Schülern nicht ausschließen, dass diese sich infizieren und den Virus an andere weitergeben.

Corona in München: Maskenpflicht an Schulen? Richter erklären ihre Entscheidung

Weil die Schüler aber wegen der allgemeinen Schulpflicht das Tragen einer Maske nicht vermeiden könnten, müsse die Schule ihnen Maskenpausen ermöglichen. Das verlange der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, wie die Richter in ihrer Entscheidung erklärten. Eine solche Tragepause könne in der Pause im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands möglich sein. „Eine verfassungskonforme Auslegung der Regelungen der 8. BayIfSMV mache diese Ausnahme von der Maskenpflicht, die bei Grundschülern auch von Kinder- und Jugendmedizinern gefordert werde und im neuen Rahmenhygieneplan für Schulen angesprochen sei, erforderlich“, teilt der VGH in seiner Entscheidung mit.

Über die Maskenpflicht an Grundschulen hatte sich ein Streit zwischen der Stadt München und dem Freistaat entwickelt. Bis zu den Herbstferien waren die Münchner Grundschüler von der Maskenpflicht am Platz befreit. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollte diese Ausnahmeregelung verlängern, der Freistaat stellte sich hier jedoch auf stur und verweigerte eine solche Ausnahme von der Regel. Reiter hatte argumentiert, dass nur neun der insgesamt 47.000 Grundschüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden – von ihnen habe sich zudem keiner in der Schule angesteckt. Der Freistaat kannte dennoch kein Pardon, seit Dienstag (10. November) müssen Münchens Grundschüler Maske tragen. Immerhin stehen ihnen jetzt Maskenpausen auf dem Schulhof in Aussicht.

Corona in München: 7-Tage-Inzidenz steigt unaufhörlich

Update 10. November, 14.32 Uhr: Corona-Update für München: In der Landeshauptstadt wurden am gestrigen Montag 434 Neu-Infektionen offiziell registriert. Damit liegt der für weitere Beschränkungen maßgebliche Wert der 7-Tage-Inzidenz jetzt bei 207,52. (Vortag: 204,0).

Söder-Minister bei Corona-Statement vielsagend: „Würde München bitten, nachzudenken“ - Aussagen zum Nachlesen

13.41 Uhr: Die Pressekonferenz in München ist beendet.

13.37 Uhr: Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern hat jetzt das Wort. „Wir haben frühzeitig unsere Kapazitäten gestärkt.“ Man habe so viele schwangere Lehrerinnen im Freistaat, wie „wohl noch nie zuvor“. Das führe verstärkt dazu,, dass ein gutes Kapazitäten-Konzept für das Schuljahr entscheidend sein. Darum habe man sich verstärkt gekümmert, so der Minister. Dann richtet Piazolo seinen Blick nach München und wendet sich direkt an die Stadt: „Ich würde München nochmal bitten, nachzudenken“. Die Stadt will aktuell keine mobilen Luftreinigungsgeräte anschaffen.

Der Minister habe weiter die große Hoffnung, Schulen offen halten zu können.

13.31 Uhr: Ministerin Huml spricht jetzt über die Impfstoff-Strategie in Bayern. Geplant sei es, zunächst Gruppen mit Priorisierung impfen zu lassen. Dazu gehören beispielsweise ältere Menschen, Risikogruppen und Berufsgruppen aus etwa dem Gesundheitswesen. Die Hoffnung auf einen Impfstoff dürfe jedoch nicht die Disziplin der aktuell geltenden Maßnahmen beeinflussen.

13.28 Uhr: Jetzt spricht die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml. Es sei weiterhin wichtig, die Maßnahmen sehr ernst zu nehmen. Die Infektionslage sei besorgniserregend. Man müsse weiter Geduld haben, da eine Wirkung der Lockdown-Maßnahmen erst in einigen Tagen zu sehen sein könne. Im Moment habe man noch „ausreichend Kapazität bei Intensiv-Betten“.

Söder-Minister spricht in München schon über Lockdown-Verlängerung - Statement JETZT live

13.24 Uhr: Jetzt spricht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. „Wir haben nach wie vor ein hohes Niveau, sehen jedoch eine gewisse Abflachung der Kurve. Es geht hoffentlich nicht so sprunghaft weiter wie in der Vergangenheit“, so der Minister. Mit Disziplin und Vernunft könne man durchaus gegen Corona ankämpfen. „Disziplin statt Angst“ laute die Devise. Die Regierung werde in den nächsten Wochen neu diskutieren, ob der Lockdown-Light in den Dezember verlängert wird. „Ich hoffe, dass das nicht nötig ist,“ so Aiwanger. Ziel sei es, auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen zu können.

Weiter geht es mit den Überbrückungs-Hilfen für den November. Man hoffe, dass die ersten Zahlungen bald fließen können. Wirtschaftshilfen sollen bis Mitte nächsten Jahres verlängert werden, verkündet Aiwanger. Beispielsweise geht es dabei auch um den Bayernfonds.

13.05 Uhr: „Die Lage ist weiter besorgniserregend. Was besonders bedauerlich ist: Es gibt 38 zusätzliche Todesfälle“, beginnt Herrmann sein Statement. Man habe auch bei der Betten-Situation eine Lage, die zwar aktuell nicht „Überforderung“ heißt, jedoch eine steigende Auslastung. Man müsse die ergriffenen Maßnahmen jetzt auch konsequent umsetzen. Der „Lockdown-Light“ sei aktuell in der zweiten Woche. Das wichtigste sei, Kontakte zu reduzieren. In den Landkreisen Rottal-Inn und im Berchtesgadener Land, wo die Lockdowns auf Grund hoher Infektionszahlen bereits früher in Kraft getreten waren, sehe man bereits positive Entwicklungen, so Herrmann.

Video: Die ganze Pressekonferenz zum Nachhören

Corona-PK LIVE in München: Freistaat stellt sich gegen RKI quer - Appell an Bürger gerichtet

Dann wendet sich Herrmann der Test-Strategie in Bayern zu. Man sehe, dass die Strategie im Freistaat bisher sehr gut funktioniere. Man wolle keine „Massen-Testung“ in der Bevölkerung, sondern gezielt vorgehen. Durch den massiven Anstieg der Infektionen, seien auch die Tests angestiegen, erklärt der CSU-Politiker. Das führe zu einer stärkeren Ausnutzung der Kapazitäten. „Wir nehmen die Labor-Sorgen sehr ernst. Wir wollen keine Überforderung“. Man wolle jetzt nicht hektisch umsteuern, deshalb habe man jetzt eine Evaluierung vereinbart, um mit der neuen Situation so gut wie möglich umzugehen. Man wolle jedoch nicht die Überlegungen des RKI 1:1 umsetzen. Dort wolle man Personen mit Symptomen rein in Quarantäne begeben, jedoch ohne Test. Das halte man in Bayern für problematisch, da es für eine große Verunsicherung führe. Außerdem führe das zu großen Ausfällen in der Wirtschaft.

Ferner wolle man die Test-Zentren stärken. Gleichzeitig sei es das Ziel, überall dort auszuhelfen, wo Engpässe entstehen. Man habe ausreichende Kapazitäten, um flexibel auf verschiedene Szenarien reagieren zu können, erklärt Florian Herrmann weiter. Zum Schluss seines Statements richtet der Leiter der Staatskanzlei einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger. Man solle nicht zögern, sich im Zweifelsfall zu testen. „Bitte alles sehr ernst nehmen. Wenn man das Gefühl hat, Symptome zu haben, sollte man sich testen lassen. Auch die Lockdown-Maßnahmen müssen ernst genommen werden.“ Das einzige „Futter des Virus“ seien die Kontakte, reduziert man diese, könne man wieder in Bereiche kommen, die zu kontrollieren seien.

13.00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, ergreift das Wort.

12.50 Uhr: In zehn Minuten beginnt die Pressekonferenz in München. Wir beginnen unsere Berichterstattung hier im Ticker sowie Stream, sobald die Minister das Wort ergreifen.

Corona-PK aus München LIVE: Söder-Minister zur aktuellen Lockdown-Lage

11.48 Uhr: Neue Informationen rund um die anstehende Pressekonferenz in München. Statt Ministerpräsident Markus Söder wird der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, an der PK teilnehmen. Auch der Beginn verschiebt sich um 30 Minuten. Wir berichten ab 13 Uhr sowohl im Live-Ticker als auch Stream.

Update vom 10. November, 9.41 Uhr: Am heutigen Dienstag, 10. November, informiert der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Kultusminister Michael Piazolo und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Lockdown in München: Will Merkel Maßnahmen verschärfen? Auch Söder äußert sich

Noch lassen spürbare Wirkungen der im November eingetretenen „Lockdown-Light“-Maßnahmen in Deutschland und München auf sich warten. Bereits gestern soll Kanzlerin Angela Merkel in Berlin ob der explosiven Infektionslage in der gesamten Bundesrepublik bereits über eine Verschärfung der Maßnahmen gesprochen haben, wie ntv.de berichtete.  Der Sender zitiert Bundeskanzlerin Angela Merkel* folgendermaßen: „Über Lockerungen brauchen wir nicht zu sprechen. Eventuell müssen wir sogar nachlegen.“ Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder legt auf Twitter nach und sieht keinen Grund im Freistaat über Lockerungen zu diskutieren. Es bleibt abzuwarten, ob der CSU-Chef auf der heutigen Pressekonferenz schärfere Maßnahmen ins Gespräch bringt, oder die Menschen in München und im Rest des Freistaats weiter zu Geduld und Vorsicht mahnt.

Erstmeldung vom 10. November 2020

München - Drei Viertel halten die bisherigen Maßnahmen für wenig oder gar nicht wirksam, wie das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ermittelt hat. Zudem glaubt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nicht, dass der bis Ende November angeordnete Teil-Lockdown reicht, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

Corona-Krise trifft München heftig: Bürger reagieren auf Teil-Lockdown

In München wurden zuletzt mehrere bittere Corona-Rekordwerte erreicht. Die Krise trifft auch den Tierpark Hellabrunn mit voller Wucht; dort dürfte es nun zu einer unpopulären Maßnahme kommen.

Drei Viertel der befragten 1000 bayerischen Bürger befürwortete zudem schärfere Kontrollen. Das beinhaltet sogar eine Mehrheit von 54 Prozent der AfD-Anhänger - obwohl gleichzeitig knapp zwei Drittel (63 Prozent) der AfD-Anhänger die Schutzmaßnahmen für übertrieben erklärten.

Corona-Umfrage: Bürger gespalten - Söder-Einschätzung der CSU-Wähler wirft Fragen auf

Die Umfrage förderte auch in anderer Hinsicht zutage, wie gespalten die Stimmung in der Bevölkerung in Hinblick auf die Corona-Pandemie ist. Einerseits zweifelt eine große Mehrheit an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, nahezu ebenso hoch ist jedoch die Zustimmung zur Linie der Staatsregierung: 72 Prozent sind mit deren Krisenmanagement und Maßnahmen grundsätzlich einverstanden.

Auffällig: Die größte Zustimmung findet der Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der CSU/Freie Wähler-Koalition bei den Anhängern der Freien Wähler mit 80 Prozent, gefolgt von Grünen-Wählern mit 77 Prozent. Die CSU-Wählerschaft dagegen ist mit 72 Prozent Zustimmung etwas zurückhaltender.

Der 17:30 Sat.1 Bayern Wählercheck soll am Dienstagabend gesendet werden. GMS befragte vom 4. bis 9. November 1004 Bürger per Telefon.

München: Söder kündigt Corona-Analyse an - vor allem Tests im Fokus

Die Corona-Teststrategie und die Auszahlung von Hilfsgeldern für betroffene Branchen des aktuellen Teil-Lockdowns stehen am Dienstag (10. November) im Fokus der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Ministerpräsident Söder hatte bereits am Montag erklärt, dass er den neusten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die Corona-Tests ablehnend gegenübersteht. Im Anschluss an die Sitzung will Söder in einem Presse-Statement über die Ergebnisse informieren.

Das RKI hatte wegen der vielerorts in Deutschland bestehenden Überlastung von Testlaboren eine deutliche Einschränkung von Corona-Tests empfohlen. Auch Personen mit Krankheitssymptomen sollen demnach erst getestet werden, wenn sich der Zustand auch nach einer mehrtägigen Selbstisolation nicht verbessert hat. (lks/dpa) Fieberhaft suchen Forscher weltweit nach einem Corona-Impfstoff. Nun meldet ein deutsches Pharma-Unternehmen einen Durchbruch. Ein Experte aus München analysiert.

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Rubriklistenbild: © dpa/Peter Kneffel

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