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München: Christopher Street Day feiert nach zwei Jahren Pause sein Comeback - mit vielen Neuerungen

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Von: Sascha Karowski

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Teilnehmer bei der 37. Christopher Street Day Parade der Schwulen und Lesben durch die Münchner Innenstadt.
Teilnehmer bei der 37. Christopher Street Day Parade der Schwulen und Lesben 2017 durch die Münchner Innenstadt. © Robert Haas

Nach zwei Jahren Tristesse wird München wieder bunt: Der Christopher Street Day (CSD) kehrt zurück. Aber nicht wie gewohnt. Er wird länger, weiter und bunter.

München - Länger und weiter: Der Christopher Street Day (CSD)* in München* ist zurück – mit vielen Neuerungen. Die PrideWeek wird länger, das Straßenfest größer, und die PolitParade läuft auf einer neuen Route.

Christopher Street Day in München: PrideWeek dauert zwei Wochen; PolitParade mit neuer Route

Nach zwei Jahren Corona*-Pause wollen die Veranstalter einen CSD präsentieren, wie es ihn noch nie gegeben hat – und nimmt dabei auch Ideen aus den vergangenen zwei Jahren mit ins normale Programm. „Denn warum sollten wir nicht das, was wir in der Pandemie als Alternativen kennen und schätzen gelernt haben, nutzen“, fragt CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge.

Die PrideWeek zum Beispiel läuft erstmals über zwei Wochen – heuer vom 2. bis 17. Juli. Die Vielfalt an Veranstaltungen sei schon in den vergangenen Jahren kaum in eine einzige Woche zu packen gewesen. Die dezentralen Infostände aus der Zeit des Lockdowns bleiben erhalten. Sie werden am Wochenende 16./17. Juli in das Straßenfest rund um das Rathaus integriert und zudem auf die ganze Innenstadt verteilt.

Ferner soll die Polit-Parade am Samstag, 16. Juli, ab 12 Uhr, auf einer neuen Strecke laufen. Sie führt vom Mariahilfplatz über die Reichenbachbrücke in die Fraunhofer- und Klenzestraße zum Gärtnerplatz, von dort durch die Müllerstraße zum Sendlinger Tor, über den Oberanger zum Viktualienmarkt, schließlich durchs Tal zum Isartor. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Teilnehmer rasant angewachsen“, sagt Kluge. „Auf der Route können wir die Aufstellung besser meistern. Außerdem wird die Community so noch sichtbarer.“

Christopher Street Day in München: Abstimmung über das Motto „Less me, more we“

Auch die Stadtratsfraktionen werden vertreten sein. Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl freut sich: „Wir haben in der Pandemie gemerkt, dass es einen großen Bedarf für die Veranstaltung gibt. Und jetzt nehmen wir das Beste mit auf, was wir während der Pandemie als Alternative angeboten haben.“

Endlich sei der CSD wieder so richtig da, sagt SPD*-Vize Christian Vorländer. „Auch die Community hat unter der Corona-Pandemie gelitten: Mehr denn je brauchen wir Solidarität und Gemeinschaft! Das gilt für unsere ganze Gesellschaft! Das Motto bringt es auf den Punkt: Less me, more we!“

Auf dieses Motto (dt.: „Weniger ich, mehr wir!“) hatte man sich in einer Online-Abstimmung geeinigt. Es soll für Gemeinschaft und Solidarität innerhalb der Community, aber auch darüber hinaus stehen – gerade in Zeiten von Corona, dem Krieg in der Ukraine* und der allgemein zu erkennenden Spaltung der Gesellschaft.

All das geht freilich nur, wenn es die Infektionszahlen zulassen – einen Plan B haben die Organisatoren aber ohnehin schon in der Tasche. „Wir haben bewiesen, dass wir auch mit alternativen Programmen Pride machen können.“, so Kluge. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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