Viele Veranstaltungen verteilt über die Stadt

München bekennt Farbe zum CSD: So bunt und schrill ging‘s zu - Polizei räumt Platz

Bereits zum zweiten Mal ist die große Parade zum Christopher Street Day heuer ausgefallen. Trotzdem bekannte München am Wochenende Farbe:

München - In der Innenstadt ging es vor allem am Samstag bunt, schrill und quirlig zu – ohne große Vorkommnisse und ganz Corona*-konform. Die Veranstaltungen verteilten sich auf 66 kleine Einzelstandorte mit jeweils maximal sechs Personen, hinzu kamen unzählige Passanten.

Viele Besucher am Marienplatz zeigten die Regenbogenfarben.

Nur am späten Abend musste die Polizei den Gärtnerplatz räumen, weil 1500 Personen dort weiterfeierten und dabei gegen die Regeln verstießen.

Bruno Butz (22), Student aus Germering.

München: „Unsere Kirche ist in Regenbogenfarben dekoriert“

„Meine Freunde und ich sind von der evangelischen Jugend Germering, unsere Kirche ist in Regenbogenfarben dekoriert. Wir sind hier, um zu demonstrieren, dass auch Kirche bunt sein kann. Bei unserer Gemeinde ist das Thema Kirche und Homosexualität überhaupt kein Problem.“ Bruno Butz (22), Student aus Germering

Korbinian (37), Carl-Eric (42), Jani (22), Kimi (24) und Marius (32) aus München.

München: „Wir wollen zeigen, dass wir alle ganz normal sind“

„Wir wollen zeigen, dass wir alle ganz normal sind. Wir heißen Junges München beziehungsweise Queer-Spiel. Hier organisieren wir Stammtische, treffen uns einmal im Monat zum Austausch. So können wir uns gegenseitig unterstützen. München* ist dafür, dass es mitten im konservativen Bayern liegt, wirklich bunt.“ Korbinian (37), Carl-Eric (42), Jani (22), Kimi (24) und Marius (32) aus München

Xander (33),Weißwurst-Christl (45) und Heike (40) aus München.

„München ist schon sehr offen, aber es kann noch besser werden“

„München ist schon sehr offen, aber es kann noch besser werden. Es wäre toll, wenn man auch spät in der Nacht alleine ohne Angst vor Anfeindungen durch die Straßen laufen könnte. Wir freuen uns, wenn im nächsten Jahr wieder eine richtige Parade stattfinden kann. Aber zumindest gibt es diese Version des CSD. Und die Stimmung ist bestens.“ Xander (33),Weißwurst-Christl (45) und Heike (40) aus München

Fiona (18), Julia, Camila und Elisa (alle 17), Schülerinnen aus Freising.

„Zum Glück ist unsere Schule sehr offen“

„Am Camerloher Gymnasium in Freising haben wir eine Gruppe aus SchülerInnen, die sich für Toleranz und Akzeptanz an unserer Schule einsetzt. Zum Glück ist unsere Schule sehr offen und wir haben noch nie irgendeine Art der Diskriminierung erfahren müssen.“ Fiona (18), Julia, Camila und Elisa (alle 17), Schülerinnen aus Freising *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Westermann

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