Gastro-Aufschwung in der Staatsoper

München-Treff radikal renoviert: „Altes Restaurant war so hässlich, konnte mit Bahnhof konkurrieren“

Ein Kellner steht vor einem Essensraum und gießt Sekt in ein Glas
+
Edles Ambiente: Ein Kellner schenkt im neuen Lokal Ludwig Zwei ein Glas Schaumwein ein.

Rot dominiert im neuen Dallmayr-Restaurant in der Bayerischen Staatsoper. Besonders auffällig sind aber auch die Wandgemälde. Für das Design ist ein Niederländer verantwortlich.

München - An den Wänden hängen rote Samtvorhänge, die Leuchten sind aus Murano-Glas und vom Gemälde schaut Mozart beim Essen zu: In der Bayerischen Staatsoper* hat Dallmayr ein neues Restaurant eröffnet. Im Ludwig Zwei können die Opernbesucher ab sofort auch nach den Vorstellungen Champagner schlürfen und Tatar speisen.

Fast zehn Jahre dauerte die Planung, im letzten Jahr wurde das alte Theaterrestaurant aufwendig renoviert. „Das alte Restaurant war so hässlich, das konnte mit einem Bahnhof konkurrieren“, sagt Intendant Nikolaus Bachler. Eigentlich war die Wiedereröffnung für Oktober 2020 geplant, coronabedingt kam es zur Verzögerung.

Dallmayr-Restaurant in Staatsoper: Gestaltung übernahm niederländischer Designer

Der niederländische Designer Marcel Wanders hat das Restaurant und den anschließenden Barbereich gestaltet. Mit weißem Marmor, Messing und grauem Alcantara soll das Restaurant den Theaterraum optisch erweitern. Vor der langen Bar stehen nun viele Stehtische, im Restaurant haben 260 Gäste Platz (aktuell wegen der Hygienevorschriften 130).

Die vorherrschende Farbe: Rot. „Zuhause würde man niemals alles in dieser Farbe einrichten, aber hier darf man das“, sagt Designer Wanders. Rot sei die Farbe der Zufriedenheit und schmeichle außerdem dem Teint.

München: Dallmayr-Restaurant in Staatsoper - Für private Dinner stehen drei Räume bereit

Drei kleine Räume können für private Dinner gemietet werden, in jedem der Zimmer überrascht ein Wandgemälde mit einer Szene aus einer passenden Oper - zum Beispiel Mozart mit Don Giovanni. Neben den Gerichten à la carte können die Opernbesucher hier ein ganz besonders Drei-Gang-Menü genießen: Mit der „Oper in drei Akten“ (60 Euro) gibt es Aperitif mit Vorspeise vor der Vorstellung, den Hauptgang in der Pause und das Dessert nach Vorstellungsende.

Der Name, Ludwig Zwei, soll übrigens an zwei große Ludwigs erinnern, die in der Geschichte des Hauses eine große Rolle spielen: Zum einen König Ludwig II., zum anderen Ludwig Schnorr von Carolsfeld, den ersten Tristan der Operngeschichte, der die Uraufführung von Wagners Werk 1865 in München* bestritt. (cmy) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare