Wieder Hunderte an der Isar

Weiter Ärger um Massenpartys an Münchner Hotspots: Polizei greift jetzt durch

Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen bis in die späten Nachtstunden – klar, dass die Münchner da Lust haben, draußen zu feiern. Doch dabei gibt es immer wieder Ärger mit der Polizei.

Die Beamten waren nahezu das ganze Wochenende an den bekannten Münchner Hotspots im Einsatz, besonders hoch her ging es in der Nacht auf Samstag unter der Brudermühlbrücke. Dort sollen sich laut Polizei zwischenzeitlich bis zu 500 Personen getummelt haben. Überdies kam es zu Übergriffen auf Beamte.

München: Polizei bekam mehrere Anrufe wegen Ruhestörung

Zuvor waren mehrere Anrufe wegen Ruhestörung bei der Polizei eingegangen. Offenbar waren mehrere Musikanlagen in Betrieb. Als die ersten Uniformierten am Party-Ort eintrafen, soll sich die Situation unter der Brücke insgesamt als gefährlich für die anwesenden Partygäste dargestellt haben. Zum einen führe die Isar nach wie vor Hochwasser, und die Feiernden standen zum Teil sehr nahe am Flussufer. Zum anderen lagen Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz vor, weil die erlaubte Personenanzahl für Feiern augenscheinlich um ein Vielfaches überschritten wurde. Abstände wurden nicht eingehalten.

Nächtlicher Polizeieinsatz in München wegen Massenpartys im Freien, unter anderem an der Isar.

München: Jugendlicher bewirft Polizisten mit Steinen

Der Einsatzleiter entschied sich daher, die Party aufzulösen. 50 Beamte kamen zum Einsatz. Die Partygäste, darunter viele stark alkoholisierte Jugendliche, verließen zunächst weitgehend störungsfrei das Gelände. Gegen die Betreiber der Musikanlagen – zwei Männer (beide 33) und eine Frau (27) – wurde Anzeige erstattet. Eine weitere Anzeige erging gegen einen 20-jährigen Münchner, der zuvor die Beamten mit einem Stein beworfen hatte. Zehn Personen aus einer Gruppe, die sich um den Steinwerfer sammelten und die eingesetzten Beamten beleidigten, wurden ebenfalls angezeigt.

Einige der Feiernden mussten zudem fixiert werden. Zwei Jugendliche, die auf der Brücke betrunken mit einem E-Scooter unterwegs waren, erhielten ebenfalls Anzeigen. Auch bei dieser Kontrolle störten andere Jugendliche die polizeilichen Maßnahmen massiv und erhielten einen Platzverweis. Einige kamen dem nur nach, weil die Beamten unmittelbaren Zwang anwandten. (ska) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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