In der Münchner Innenstadt

Wilde Szenen bei Abtreibungs-Demo in München: Polizei droht und greift fast zum Äußersten

Ein Polizeigürtel mit Schlagstock.
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Am München kam es am Samstag zu mehreren Demonstrationen. Die Polizei musste sogar mit dem Einsatz des Schlagstocks drohen.

Weil sich einige Personen einem Demonstrationszug in der Münchner Innenstadt entgegengestellt haben, musste die Polizei einschreiten. Es gab mehrere Anzeigen.

  • Am Samstag demonstrierten knapp 100 Abtreibungsgegner vor der Feldherrnhalle.
  • Im Laufe des Demozugs durch die München kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Gegendemonstranten.
  • Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

München - Der Tag der Deutschen Einheit war in der bayerischen Landeshauptstadt nicht überall geprägt von Einigkeit. Über mehrere Plätze in der Münchner Innenstadt verteilt, fanden mehrere Demonstrationen und Gegendemos statt. Es standen sich Abtreibungsgegner und -befürworter gegenüber. In der Residenzstraße kam es dann zum Zusammenstoß von mehreren Personen mit der Polizei. Dabei gerieten beide Seiten aneinander und die Beamten mussten mit dem Einsatz des Schlagstocks drohen.

Demos in München: Abtreibungsbefürworter und Polizei treffen aufeinander

Den gesamten Samstag (3. Oktober) gab es in München ab Mittag mehrere Demonstrationen zum Thema Abtreibung. Ab 13 Uhr fand eine Veranstaltung am Reiterdenkmal am Odeonsplatz statt, an der etwa 140 Personen teilnahmen. An der Luitpoldbrücke/Ecke Widenmayerstraße traf sich gegen 13.15 Uhr noch eine Gruppe mit etwa 60 Teilnehmern. Die größte Versammlung fand jedoch am Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle statt. Dort startete gegen 14.50 Uhr die Auftaktveranstaltung von etwa 100 Abtreibungsgegnern. Ihnen gegenüber standen ungefähr 250 Befürworter, berichtet die Münchner Polizei.

Gegen 15.15 Uhr zogen die 100 Demonstranten dann in Richtung Luitpoldbrücke. Dort fand um 15.55 Uhr eine Zwischenkundgebung statt. Die war um 16.20 Uhr beendet und die Teilnehmer wollten wieder zurück zum Odeonsplatz für die Abschlusskundgebung laufen. Doch im Lehel, am Zuweg zur Residenzstraße- war dann erst einmal Schluss. Etwa 30 Gegendemonstranten versperrten dem Demo-Zug den Weg. Den Polizisten, die den Marsch begleiteten, blieb nichts anderes übrig, als die Blockierer kurzfristig in Gewahrsam zu nehmen, bis die Demonstranten den Bereich passieren konnten.

Demos in München: Polizei droht mit dem Einsatz des Schlagstocks

So einfach ließen sich die Gegendemonstranten aber nicht aus dem Weg räumen. Es gab massiven Widerstand gegen die Polizisten. Die mussten mehrmals mit dem Einsatz des Schlagstocks drohen, um die Straße freizubekommen. Anschließend hagelte es Anzeigen gegen die Abtreibungsbefürworter wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte und zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen der Belästigung der Allgemeinheit. Insgesamt kamen im Zuge der Demonstrationen 300 Beamten zum Einsatz. (tel)

Die Polizei musste auch am Samstag eine Party in Freimann auflösen, auf der sich fast 80 Menschen nicht an die Corona-Regeln hielten. Am Freitag konnte man der Münchner Polizei live auf Twitter bei ihren Einsätzen über die Schulter schauen.

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