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„Freiheit für den Iran“ - Demonstration in München - weitere folgen

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Von: Phillip Plesch

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Demonstranten fordern vor dem iranischen Konsulat ein Ende des Terrors in der islamischen Republik.
Demonstranten fordern vor dem iranischen Konsulat ein Ende des Terrors in der islamischen Republik. © Oliver Bodmer

Nach dem Tod einer jungen Frau gibt es im Iran eine große Protestbewegung. Der haben sich auch zahlreiche Münchner angeschlossen. Sie gingen auf die Straße.

Sie halten Plakate hoch, Sprechchöre auf Persisch ertönen: Am Donnerstagnachmittag sind vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in der Mauerkircherstraße etwa 40 Menschen zusammengekommen - um ihre Solidarität für die Freiheitsbewegung im Iran zu bekunden.

Dort gibt es seit Tagen blutige Auseinandersetzungen. Auslöser war der Tod von Mahsa Amini. Die 22-Jährige wurde am 13. September von der Sittenpolizei festgenommen - wegen ihres angeblich „unislamischen Outfits“. Am 16. September starb sie. Kritiker werfen der iranischen Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Weltweite Solidarität mit der Freiheitsbewegung im Iran

Das EU-Parlament verurteilte den Tod von Amini als Mord und forderte Sanktionen gegen den Iran. In einer am Donnerstag per Handzeichen angenommenen Entschließung verurteilten die Abgeordneten in Straßburg den Tod der 22-Jährigen aufs Schärfste und verlangten eine unabhängige Untersuchung. Ebenfalls verurteilten sie das gewaltsame Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten und forderten die Freilassung aller, die wegen ihrer Meinungsbekundung und der Wahrnehmung des Versammlungsrechts festgenommen worden waren.

Im Iran demonstrieren seit dem Tod der jungen Frau landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs der Regierung und der Sicherheitskräfte sowie das islamische System. Weltweit gibt es Unterstützung, auch in München. „Freiheit für den Iran“, fordern die Demonstranten. Am Freitag und am Samstag gehen sie zwischen Universität und Odeonsplatz wieder auf die Straße. (Hannah Wilholt)

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