„Kommt vor, dass ...“

Mit „ein wenig" Verspätung: Münchnerin erhält Urlaubsgruß aus Italien - Post lässt trockene Reaktion folgen

Diese Postkarte war 27 Jahre unterwegs und erreichte die Adresse von Monika Gruber-Gellner. Die Empfänger sind inzwischen verzogen.
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Diese Postkarte war 27 Jahre unterwegs und erreichte die Adresse von Monika Gruber-Gellner. Die Empfänger sind inzwischen verzogen.

Eine Münchnerin erhielt eine Postkarte - diese war nicht weniger als 27 Jahre unterwegs. Doch die Postkarte ist immer noch nicht am Ziel. Die Post reagiert.

  • Eine Frau aus München erhielt eine Postkarte - diese war nicht weniger als 27 Jahre unterwegs.
  • Die Postkarte ist immer noch nicht am Ziel.
  • Die Post reagiert auf die Geschichte auf Nachfrage.

München - Sie war 27 Jahre unterwegs – und ist noch immer nicht am Ziel! Als Monika Gruber-Gellner vor ein paar Tagen den Briefkasten leert, denkt sie kurz, der Postbote habe aus Versehen fremde Post eingeworfen. Bis sie auf den Stempel schaut: Die Urlaubsgrüße aus Italien sind 27 Jahre alt. „Das war schon sehr überraschend“, sagt die 63-Jährige und lacht.

„Hallo Ihr vier, inzwischen sind wir am Gargano“, so beginnt der uralte Urlaubsgruß. „Hier haben wir ein schönes Haus und zwei Minuten Fußweg zum Sandstrand. Alles ist super.“ Die Postkarte stammt demnach aus der Region um das nördliche Vorgebirge Apuliens an der Ostküste Italiens.

München: Frau bekommt Postkarte - 27 Jahre, nachdem sie abgeschickt wurde

Die Adresse in München gibt es noch, allerdings wohnen die Adressaten schon seit 1994 nicht mehr in der Landeshauptstadt. „Die Karte ist im September 1993 verschickt worden, wir haben das Haus 1994 gekauft“, sagt Gruber-Gellner. Kontakt zu den vorherigen Bewohnern hatte sie danach aber nicht mehr. „Wir haben zwar noch drei-, viermal telefoniert, aber sie sind dann weiter weggezogen.“ Die Karte hätten sie durchaus noch bekommen können, wenn sie 1993 oder sogar 1994 zugestellt worden wäre.

München: Post reagiert auf Panne: „Dass da auch mal etwas schiefläuft, ...“

Dass Postkarten oder auch Briefe hin und wieder nicht zugestellt werden – auch Jahre, ist nicht weiter ungewöhnlich. „Wir stellen das immer mal wieder fest“, sagt ein Sprecher der Post. „Es kommt vor, dass die Karten oder Briefe bei Wohnungsauflösungen auftauchen und dann noch verschickt werden.“ Nicht auszuschließen sei aber, dass die Karte einfach 27 Jahre irgendwo herumlag, zumal sie aus dem Ausland verschickt wurde. „Wir stellen im Jahr 55 Millionen Briefe und Postkarten zu“, so der Sprecher. „Dass da auch mal etwas schiefläuft, kann man nicht zu 100 Prozent ausschließen.“

Monika Gruber-Gellner jedenfalls hat die neue Adresse der ursprünglichen Adressaten ausfindig gemacht. Die 63-Jährige wird ihnen die Postkarte jetzt zukommen lassen. Und hofft, dass es nicht wieder 27 Jahre dauert. (Sascha Karowski -*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Hoffentlich nicht ganz so lange dauert es bis zum nächsten Oktoberfest. Am 19. September beginnt die Wirtshaus-Wiesn, die Ersatz-Aktion der Gastronomen für das abgesagte Fest in diesem Jahr. Die Gäste sollen in Tracht kommen und Oktoberfest-Atmosphäre genießen.

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