Dubiose Tatmotive

Drei Frauen wegen Überfällen vor Gericht

München - Wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes müssen sich seit Montag eine 22-jährige Angeklagte und zwei 20 Jahre alte mutmaßliche Komplizinnen vor dem Münchner Landgericht verantworten.

Die jungen Frauen sollen in der Nacht zum 12. Dezember 2011 in die Wohnungen von zwei Opfern eingedrungen sein, diese misshandelt und in einem Fall aus dem Kühlschrank Sekt und Bier entwendet haben.

In einem Fall war das Opfer die Mutter einer Freundin einer der Angeklagten. Die Frau habe sie bezichtigt, dass sie deren Tochter „zum Saufen verleitet“ habe, begründete die 20-Jährige den nächtlichen Gang zu der Frau. Das habe sie richtigstellen wollen. Im zweiten Fall machte die 22-Jährige Schulden geltend, die sie bei einer Bekannten habe eintreiben wollen.

Laut Anklage gingen in dem ersten Fall Einrichtungsgegenstände zu Bruch, das Opfer wurde mit einem Fleischspieß bedroht und mit Gewalt festgehalten. Die Frau litt danach unter Panikattacken und Schlafstörungen. Im zweiten Fall wurde das Opfer der Staatsanwaltschaft zufolge mit Fäusten geschlagen und mit heißem Wasser übergossen. - Der Prozess dauert an.

dpa

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