Auf der Flucht vor der Polizei

Dealer fällt aus dem dritten Stock

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818 Gramm schwer, der Kokainblock, der aus dem dritten Stock geworfen wurde

München - Dramatisches Ende einer Razzia: Ein mutmaßlicher Drogendealer ist auf der Flucht vor der Polizei aus dem dritten Stock eines Wohnhauses in München Harthof gefallen.

Am späten Nachmittag des vergangenen Samstages verdichteten sich die beim Zollfahndungsamtes München eingegangenen Hinweise, dass in der Wohnung eines 37-jährigen türkischen Staatsangehörigen Rauschgiftgeschäfte abgewickelt werden sollen. Der Mann war bereits einschlägig in Erscheinung getreten. 

Das Amtsgericht München ordnete daraufhin die sofortige Durchsuchung der im Münchner Norden befindlichen Wohnung an. Sechs Beamte von Zollfahndung und Polizei drangen noch am selben Tag gegen Abend in die Wohnung des Tatverdächtigen ein, der sich sofort mit zwei weiteren Personen in seinem Wohnzimmer einsperrte. Die Türe zum Wohnzimmer öffneten die Ermittler gewaltsam.

Einer der mutmaßlichen Drogenhändler, ein 28-jähriger albanischer Staatsangehöriger, sah in seiner ausweglosen Situation als einzigen Weg ins Freie die Flucht über den Balkon der im dritten Stock befindlichen Wohnung. Offenbar wollte er über die Balkone herabklettern, um sich dem Zugriff der Fahnder zu entziehen. Dabei stürzte er vom Balkon. Er zog ich schwere Verletzungen zu.

Spektakuläre Drogenfunde des bayerischen Zolls

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Ungefähr einen Meter neben ihm fanden die Beamten eine Plastiktüte mit einem rund 800 Gramm schweren Block gepressten Kokains. Dieses hat er nicht auf seiner Flucht verloren. Der 37-Jährige hatte es ihm hinterher geworfen.

Neben dem Block Kokain stellten die Rauschgiftfahnder noch Kleinmengen an Kokain sowie 15.000 Euro Bargeld und zwei Fahrzeuge sicher. Gegen alle drei festgenommenen Personen erging mittlerweile Haftbefehl. Bei den Vernehmungen des Trios stellte sich heraus, dass an besagtem Samstagnachmittag bereits 200 Gramm Kokain zum Preis von über 10.000 Euro verkauft worden seien. Die dritte festgenommene Person, ein 42-jähriger türkischer Staatsangehöriger, spielte nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen die Rolle des Vermittlers für die anstehenden Rauschgiftgeschäfte.

Der im Krankenhaus Bogenhausen noch in derselben Nacht notoperierte Mann befindet sich mittlerweile auf der Krankenstation der Justizvollzugsanstalt Stadelheim. Seine Lage wird von den Ärzten als stabil bezeichnet.

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