Nach mutmaßlichem Sexualdelikt

Festnahme in München läuft aus dem Ruder: Polizei muss Pfefferspray einsetzen

Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße
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Ein Polizeiauto fährt mit Blaulicht über eine Straße.

Die Polizei hat in München einen Mann (38) wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts festgenommen. Mehrere der rund 200 Anwesenden störten den Einsatz massiv. Die Beamten mussten hart durchgreifen.

München - Am frühen Samstagmorgen, 28. August, ist es in München Maxvorstadt zu einem Einsatz wegen eines mutmaßlichen Sexualdelikts gekommen. Ein Mann wurde vorläufig festgenommen.

Wie die Polizei München mitteilt, ging gegen 3.10 Uhr am Samstagmorgen der Anruf einer Frau ein, die ein Sexualdelikt im Bereich der Barer Straße meldete. Die entsendeten Beamten konnten am genannten Ort kurze Zeit später eine 50-Jährige Person in schmutziger Kleidung antreffen, die angab, von einem ihr unbekannten Mann bedrängt worden zu sein. Er habe gegen ihren Willen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen.

München: Polizei wegen mutmaßlichem Sexualdelikt alarmiert - Beamte nehmen Verdächtigen fest

Die Polizei konnte den beschuldigten 38-Jährigen, der sich noch immer in der Nähe des mutmaßlichen Tatorts befand, ausfindig machen. Er wurde vorläufig festgenommen und soll im Laufe des Sonntags dem Haftrichter vorgeführt werden. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Sachverhalt werden vom Kommissariat 15 (Sexualdelikte) geführt.

In der Nähe des mutmaßlichen Tatorts hielten sich unterdessen rund 200 Personen auf. Die Ermittlungen vor Ort wurden von einigen der Personen erheblich gestört, die auch teils deutlich aggressiv auf die Beamten reagierten. Es kam zu mehreren Auseinandersetzungen bei denen auch einige Glasflaschen zu Bruch gingen. Die Ansammlung wurde daher durch weitere hinzugerufene Einsatzkräfte aufgelöst und die Personen des Platzes verwiesen. Dabei mussten einzelne Personen auch mit einfachen Zwangsmaßnahmen vom Platz geführt werden.

München: 200 Personen vor Ort - Beamte müssen Pfefferspray gegen einsetzen

Ein 22-Jähriger, der diesem Platzverweis wiederholt nicht nachkam und sich außerdem äußerst aggressiv gegenüber den Einsatzkräften verhielt, sollte deshalb in Gewahrsam genommen werden und musste auf Grund seines Verhaltens letztlich sogar zu Boden gebracht werden.

Ein Gleichaltriger wollte währenddessen zu dem 22-Jährigen gelangen und warf gezielt eine Glasflasche in Richtung der Polizeibeamten. Diese setzten daraufhin Pfefferspray gegen ihn ein. Bei der anschließenden Festnahme leistete der ebenfalls 22-Jährige Widerstand und beleidigte zudem die anwesenden Personen. Auch er wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen und wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt.

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